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Montag 13.11.17 10:16 Uhr|Autor: chk333

"Wie Phönix aus der Asche"

Die SG Kaarst liegt bis zur 89. Minute gegen den SC Waldniel zurück und gewinnt dennoch.
Die SG Kaarst hat eine Niederlage gegen den Tabellenletzten der Bezirksliga-Gruppe 4 so gerade noch verhindert. Der SC Waldniel führt bis zur vorletzten Spielminute, ehe die Gastgeber doch noch einen Weg fanden, die drei Punkte am See zu behalten.

"Wenn ich noch Haare auf dem Kopf hätte..." – SG-Coach Yasar Kurt nahm sich selbst ein wenig auf die Schippe, um zu beschreiben, wie es um seine mentale Verfassung bestellt sei. Sein Team hatte ihn einmal mehr durch ein Wellental der Gefühle geleitet. Dabei begann eigentlich alles nach Plan seine SG. Gegen Schlusslicht Waldniel übernahmen die Gastgeber schnell die Spielkontrolle und gingen durch einen berechtigten Foulelfmeter nach gut 20 Minuten in Führung. Alexander Cule hatte sicher verwandelt.

Doch der gemütliche Nachmittag geriet nach einer knappen halben Stunde ein wenig aus den Fugen. Ein kapitaler Fehlpass lud die Gäste zum Ausgleich ein, Medim Akkus nahm die plötzliche Freiheit dankend an und setzte den Ball zum 1:1 ins linke untere Eck. Doch damit nicht genug. Nach einem Eckball ignorierte die ansonsten gute Schiedsrichterin einen unsanften Körperkontakt und die Gäste nutzten das entstehende Durcheinander zum 2:1 durch Robin Hürckmans.


SG Kaarst - SC Waldniel 3:2

Schiedsrichter: Melanie Schönfeld-Wolf - Zuschauer: 55
Tore: 1:0 Alexander Cule (21. Foulelfmeter), 1:1 Nedim Akkus (29.), 1:2 Robin Hürckmans (34.), 2:2 Alexander Cule (89.), 3:2 Kevin Woike (90.+3)
Platzverweise: Rot gegen Mikolaj Edward Mirizzi (90./SG Kaarst)




"Das 1:1 legen wir dem Gast auf. Bis dahin hatten wir die Spielkontrolle und lassen nach hinten nicht viel zu. Nach vorne haben wir allerdings zu statisch agiert. Mit dem Ausgleich geht die Spielkontrolle dann verloren. Das 1:2 ist natürlich fragwürdig, wenn man die Bilder bei FuPa.tv sieht", beschreibt Kurt später die entscheidenden Szenen im ersten Spielabschnitt.

Nach der Seitenwechsel hätte sich Waldniel laut Kurt die Führung verdient: "Sie versäumen es aber, mit dem 3:1 oder auch 4:1 den Deckel drauf zu machen. Stattdessen kommen wir in der Schlussphase wie Phönix aus der Asche und drehen das Spiel." In Minute 89 schlägt zunächst erneut Torjäger Cule zu, sein elftes Saisontor bringt zunächst den Ausgleich. Unmittelbar danach sieht Mikolaj Edward Mirizzi nach einem Scharmützel und verbalen Äußerungen die Rote Karte. Doch die Unterzahl stört dann auch nicht mehr. Kevin Woike nutzt die nächste Offensivaktion und trifft mit einer sehenswerten Direktabnahme ins Glück.

Der anschließende Jubellauf führt in die Fan-Gruppe. Kurt hingegen folgt seinem ruhigen Gemüt und analysiert das Geschehene sachlich. "Die individuelle Klasse hat das Spiel gedreht. Woche für Woche bewahrheitet sich, dass jeder jeden schlagen kann", erklärt der 43-Jährige – glücklich und mit Platz sechs auch weiterhin zurfieden.

 
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