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Montag 12.06.17 16:30 Uhr|Autor: Thomas Zenker91
In der Schlussphase war Diestelow (in Weiß) am Drücker, aber ohne Torerfolg.

Favoriten holen sich die Pötte

Drei spannende Duelle und gute Stimmung auf den Rängen beim Pokalfinale im Fußballkreis Westmecklenburg

Die Kreispokalsieger 2017 in Westmecklenburg heißen Eintracht Ludwigslust (Männer), Lübzer SV/Brauerei (Ü35) und SG03 Ludwigslust/Grabow (Frauen).



Im Parchimer Stadion am See herrschte am vergangenen Sonnabend acht Stunden lang Pokalatmosphäre. Das Endspiel der Männer verfolgten rund 480 Zuschauer. „Es hat heute wieder richtig Spaß gemacht zuzuschauen. Wir haben drei spannende Duelle gesehen und gute Stimmung auf den Rängen“, so der Vorsitzende des Kreisfußballverbandes (KFV), Wolfgang Gottschling. Dass schon in der Halbzeitpause des Herren-Duells die ersten Rauchbomben und Bengalos im Eintracht-Fanblock gezündelt wurden, tat zwar der Gesamtstimmung keinen Abbruch, wird aber den Verein wohl nicht zum ersten Mal teuer zu stehen kommen.

Das einzige Spiel des Tages auf Kleinfeld bestritten die Kreisoberliga-Kontrahenten der Frauen, Wittenburger SV und SG03 Ludwigslust/Grabow. Die SG 03 als Meisterschaftsdritter wurde in der ersten Halbzeit der leichten Favoritenrolle gegen den KOL-Fünften gerecht und ging durch Mannschaftsführerin Lea David mit 2:0 in Front. Die Wittenburgerinnen erreichten aber im Spielverlauf Gleichwertigkeit. Katharina Jürß erzielte noch vor der Pause den 1:2-Anschlusstreffer und Carolin Theel Mitte der zweiten Halbzeit den 2:2-Ausgleich. Alles lief auf eine Verlängerung hinaus. Quasi in der Schlusssekunde schlug Lea David, die vorher schon Krämpfe in der Wade zwickten, mit letzter Kraft zum dritten Mal zu und bescherte ihrer SG03 den Titel. Schiedsrichterin Lara-Marie Holdt pfiff noch einmal an, aber auch gleich wieder ab.

Beim Mittags-Duell der Alten Herren übergab Gottschling vor dem Anpfiff den Lübzern schon mal einen Pokal und zwar für den Staffelsieg in der Kreisoberliga. „Jetzt wollen wir das Double“, war für Trainer Bernd Köhn die Zielstellung klar. Die Rollen gegen die SG Lübtheen/ Neuhaus, eine extra für den Pokal gebildete Spielgemeinschaft der Mecklenburger und der Niedersachsen, waren damit klar. Die favorisierten Lübzer gingen auch in der 16. Minute durch einen von der SG-Mauer abgefälschten Freistoß von Alexander Hinz mit 1:0 in Front. André Thieme zwang danach den SG-Keeper zu einer Riesenparade, Hinz traf im Anschluss die Querlatte. Nach 30 Minuten war auch Beranek im Lübzer Kasten erstmals ernsthaft gefordert. Zu Beginn der zweiten Hälfte glich die SG hinsichtlich der Lattentreffer aus. Das Duell wurde hitziger. In der 56. gab es gelb-rot für Lübz und in der 74. glatt rot für die SG Lübtheen/Neuhaus. In den beiden Schlussminuten schraubten André Hackbusch und erneut Hinz das Ergebnis auf 3:0 hoch, ehe Bert Maier in der Nachspielzeit noch den Ehrentreffer schoss.

Inzwischen waren zwei Busse mit dem Ludwigsluster Eintracht-Anhang sowie die Diestelower Fans angekommen und die Pokalstimmung stieg. Beide Finalisten kennen sich gut aus der Kreisoberliga, Eintracht war vom Papier her favorisiert. Das Team konnte in der Liga beide Duelle gewinnen (3:2, 3:1). In der ersten Halbzeit war aber davon nicht viel zu spüren. Denn die Diestelower hatten insgesamt etwas mehr vom Spiel, ausgenommen die ersten Minuten. Da jubelten schon die Eintracht-Fans, doch die Abseits-Fahne des Assistenten war oben. Nach dem Seitenwechsel ging es ganz schnell. In der 54. und 58. Minute schlugen erst Jakob Wickborn dann Constantin Holter zu. Schnell rafften sich die TSV-Männer wieder auf und waren dem Anschlusstreffer nah. Einmal musste ein Eintrachtspieler per Kopf auf der Torlinie retten. Ludwigslust erzielte in der 77. Minute erneut ein Abseitstor. Auf der anderen Seite wollte der Ball einfach nicht ins Netz. Die Rechnung der Ludwigsluster ging letztlich auf und die Pokal-Shirts wurden ausgepackt. Nicht nur die Spieler, auch viele Fans hatten sich im Vorfeld die Shirts gesichert und feierten mit der Mannschaft.

 
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