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Net­te­ta­ler fei­ern mit Hom­berg ei­ne Par­ty

Ein hart er­kämpf­tes 0:0 beim Meis­ter VfB Hom­berg reich­te dem SCU am En­de, um in der Ober­li­ga zu blei­ben.

von RP / David Beineke · 03.06.2019, 09:02 Uhr · 0 Leser
Als der Schieds­rich­ter im PCC-Sta­di­on die Par­tie zwi­schen dem gast­ge­ben­den VfB Hom­berg und dem SC Uni­on Net­te­tal beim Spiel­stand von 0:0 ab­pfiff, mahn­te Gäs­te­trai­ner An­dre­as Schwan sei­ne Spie­ler zur Ru­he. Denn noch stand nicht fest, ob das bei ex­tre­men 33 Grad hart er­kämpf­te Un­ent­schie­den ge­gen die schon lan­ge als Meis­ter fest­ste­hen­den Hom­ber­ger rei­chen wür­de, um in der Ober­li­ga zu blei­ben.
Das so wich­ti­ge Par­al­lel­spiel des SC Düs­sel­dorf-West da­heim ge­gen TuRU Düs­sel­dorf lief näm­lich noch. Doch um 16.52 Uhr er­hielt SCU-Ab­tei­lungs­lei­ter Dirk Rie­ther dann per Han­dy die er­lö­sen­de Nach­richt aus der Lan­des­haupt­stadt, dass die West­ler 1:3 ver­lo­ren hat­ten und Net­te­tal da­mit end­gül­tig ge­ret­tet war. Der Start für ei­ne gro­ße Par­ty: Wäh­rend die Gäs­te den Klas­sen­ver­bleib aus­ge­las­sen fei­er­ten, la­gen sich die Hom­ber­ger an­ge­sichts des Re­gio­nal­li­ga-Auf­stiegs mit den Fans in den Ar­men.

„Ein­fach kön­nen wir of­fen­bar nicht“, mein­te der etat­mä­ßi­ge SCU-Ka­pi­tän Mar­tin Stro­et­ges, der in Hom­berg we­gen ei­ner Er­kran­kung zum Zu­schau­en ver­dammt war, mit Blick auf das neu­er­li­che Herz­schlag­fi­na­le. Vo­ri­ge Sai­son hat­ten die Net­te­ta­ler den Auf­stieg erst im letz­ten Spiel der Re­le­ga­ti­on per­fekt ge­macht. Dass es wie­der so ner­ven­auf­rei­bend wur­de, lag dar­an, dass die bis vor dem letz­ten Spiel­tag 42 ge­sam­mel­ten Punk­te nicht reich­ten, um für kla­re Ver­hält­nis­se zu sor­gen. Der ETB SW Es­sen und der SC-West konn­ten noch vor­bei­zie­hen, wenn Net­te­tal nicht ge­winnt.

Den Es­se­nern ge­lang das durch ei­nen Kan­ter­sieg ge­gen Spel­dorf, die West­ler schau­ten am En­de trotz ei­ner tol­len Auf­hol­jagd im Sai­son­fi­na­le in die Röh­re. „Ein gro­ßes Dan­ke­schön an TuRU Düs­sel­dorf, die noch mal al­les rein­ge­hau­en ha­ben“, sag­te Net­te­tals Trai­ner An­dre­as Schwan, der im Mo­ment des Tri­umphs auch noch an­er­ken­nen­de Wor­te für die Gast­ge­ber fand: „Im Na­men des SC Uni­on Net­te­tal gra­tu­lie­re ich dem VfB Hom­berg zu ei­ner ab­so­lut über­ra­gen­den Sai­son. Es ist be­ein­dru­ckend, wie ihr das bis zum Schluss durch­ge­zo­gen habt.“ Denn nach zu­vor sechs Sie­gen in Fol­ge mach­ten die Hom­ber­ger auch ge­gen Net­te­tal deut­lich, dass sie nicht an­satz­wei­se ge­willt wa­ren, Ge­schen­ke zu ver­tei­len.

Sie ta­ten trotz der tro­pi­schen Tem­pe­ra­tu­ren al­les, um sich von den ei­ge­nen Fans mit ei­nem Sieg in die Som­mer­pau­se zu ver­ab­schie­den. Doch der über­ra­gen­den in­di­vi­du­el­len Qua­li­tät und spie­le­ri­schen Klas­se setz­ten die Gäs­te vom ers­ten Mo­ment an mann­schaft­li­che Ge­schlos­sen­heit und un­bän­di­gen Wil­len ent­ge­gen. Da­bei mau­er­te der SCU aber nicht nur, son­dern ver­such­te, den Geg­ner früh im Auf­bau zu stö­ren und such­te auch im­mer wie­der sei­ne Chan­ce im Um­schalt­spiel, wenn sich die Räu­me da­zu bo­ten. Weil da­bei aber oft die Prä­zi­si­on und Pass­ge­nau­ig­keit fehl­te, wur­de es nie rich­tig ge­fähr­lich, da­zu muss­ten schon Dis­tanz­schüs­se her.

Die Hom­ber­ger hat­ten da­ge­gen et­li­che kla­re Chan­cen, die ent­we­der der mal wie­der über­ra­gen­de SCU-Kee­per Tim Tret­bar oder die Lat­te (57.) ver­ei­tel­ten. Im Lau­fe der zwei­ten Hälf­te schwan­den dann auf bei­den Sei­ten dir Kräf­te, so dass sich das Re­mis in der letz­ten Vier­tel­stun­de ab­zeich­ne­te. Bei den Net­te­ta­lern kehr­ten die Kräf­te spä­tes­tens zu­rück, als das Hap­py End klar war. Von Hom­berg ging’s di­rekt ins Ver­eins­heim nach Net­te­tal, um an­ge­mes­sen wei­ter­zu­fei­ern.