Luhe-Wildenau hat Bezirksliga im Visier
Dienstag 13.02.18 10:30 Uhr|Autor: Werner Schaupert967
Roland Rittner (vorne) wird - unabhängig von einem eventuellen Aufstieg - auch in der nächsten Spielzeit 2018/19 auf der Kommandobrücke beim SC stehen. Foto: Dagmar Nachtigall

Luhe-Wildenau hat Bezirksliga im Visier

Der ehemalige Landesligist schien vor zweieinhalb Jahren bis in die unterste Klasse abstürzen zu müssen. Heute gestaltet sich die Situation erfreulich positiv, die Rittner-Truppe spielt im "Konzert der Großen" in der Kreisliga Süd mit und spekuliert mit dem Aufstieg.
Eine schlimme Zeit liegt hinter dem SC Luhe-Wildenau. Vor gut zweieinhalb Jahren schienen die Lichter bei der Fußballabteilung auszugehen, ja es standen ein Absturz in die B-Klasse oder gar die Abmeldung vom Spielbetrieb im Raum. Die dunklen Wolken sind mittlerweile verzogen, ja es scheint sogar die Sonne wieder bei dem Verein, der schon viele Jahre in der Landesliga, Bezirksoberliga und Bezirksliga für Furore gesorgt hat. Der SC hat sich quasi "runderneuert" und steuert wieder einer hoffnungsvollen Zukunft entgegen, wie Sportlicher Leiter Thomas Diertl und Teammanager Stefan Grünwald erklären. Vom Platzwart bis zum Sportheimwirt würde ein funktionierendes Team dafür sorgen, dass es wieder rund läuft im Waldstadion.


Die Rahmenbedingungen passen also und auch sportlich macht der SC wieder von sich reden. In der Kreisliga Süd am Start, rangieren die Mannen von Trainerroutinier Roland Rittner auf einem hervorragenden Tabellenplatz 4 (33 Punkte), mit Tuchfühlung zum Führungstrio SSV Paulsdorf (1./35), TuS Rosenberg (2./34) und FV Vilseck (3./34). Selbstbewußt hat man sich deshalb mit dem Thema "Aufstieg in die Bezirksliga" beschäftigt und hat diesen auch im Visier: "Wir werden alles versuchen, um am Ende ganz vorne mit dabei zu sein", sagt der mit allen Trainerwassern gewaschene Coach, der sich schon jetzt für ein weiteres Jahr an den Verein gebunden hat, unaghängig ob man den Sprung nach "oben" schafft, oder nicht.

Um dieses Ziel nun weiter engagiert und konzentriert zu verfolgen, hat man sich in der Winterpause mit einem namhaften Neuzugang verstärken können. Benjamin Scheidler (34), ehemaliger Bayernligaspieler bei der SpVgg SV Weiden und der DJK Ammerthal, wird ab sofort das schwarz-rote Trikot überziehen. Roland Rittner zeigte sich sehr erfreut über die Verpflichtung des erfahrenen Kickers, der zuletzt beim Kreisligisten DJK Irchenrieth als Spielertrainer tätig war. "Benny kann auf dem Platz die Richtung vorgeben, ein solcher Führungsspieler tut gut!" Scheidler selbst führt sportliche Gründe für seinen Wechsel an. Luhe-Wildenau spiele um den Aufstieg, da wolle er helfen, diesen zu schaffen. 

Und in Sachen Trainer setzen die "Macher" beim SC also auch auf Kontinuität. Roland Rittner, der nach eigenem Bekunden immer noch sehr ehrgeizig ist, steht auch 2018/19 an der Außenlinie. Er, der das "untergehende Schiff" SC seit 2015 wieder flott gemacht hat, arbeitet weiter gerne mit jungen Leuten und lobt sein Team in höchsten Tönen: "Jeder Trainer kann sich glücklich schätzen, wenn er eine solche Mannschaft trainieren darf!" 

Auch beim "Unterbau" soll es unverändert weiter gehen, in der nächsten Spielzeit soll es weiterhin eine Spielgemeinschaft der "Zweiten" mit der des Landesligisten SV Etzenricht geben. Und dann will man in Zukunft auch beim Frauenfußball erstmals an den Start gehen. 14 junge Damen würden schon feststehen für den Kader, der in der Kreisliga ab dem Sommer sein Glück versuchen will. Im Jugendbereich schließlich zählt man unverändert auf die Spielgemeinschaft mit dem TSV Neudorf und dem FC Luhe-Markt.

Ein Thema liegt den Verantwortlichen in Luhe-Wildenau noch besonders am Herzen, die Integration von Flüchtlingen. Der SC stelle sich ganz bewußt dieser Aufgabe, sagt Thomas Diertl und man habe diesbezüglich auch schon Kontakt aufgenommen. Dabei den Verein insgesamt breiter aufzustellen, sei das Ziel, auch im Bereich der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Neben den beiden großen Sponsoren, den Firmen Höhbauer und Grünwald, wolle man noch zusätzliche Unterstützer finden und sei deshalb immer danach auf der Suche.



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