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Dienstag 14.03.17 08:19 Uhr|Autor: Ulrike Schwahn259
Prenzlaus Marcel Blume traf zum 3:0. F: Bock

Prenzlau dominiert gegen erstaunlich brave Premnitzer

Blau-Weiß Energie bezwingt den TSV im Verfolgerduell klar mit 3:0
In der noch jungen Rückrunde war es für die Prenzlauer das mit Abstand am spannendsten erwartete Verfolgerduell – immerhin tobten die Premnitzer, wie auch der SC, faszinierend durch die Hinrunde.

Der Drittplatzierte empfing den Vierten, beide mit identischem Punkte- und Tore-Konto in der Rückrunde gemeinsam an der Spitze – und dann kam vor der Partie der Umstand dazu, dass beide Clubs längst den geringen Abstand nach oben ins Visier zogen. Ein Verfolgerduell mit allem, was sich die Liga und deren Beobachter nur wünschen können. Der Respekt voreinander war gegenseitig spürbar – nur keine frühen Fehler machen. Beim Prenzlauer 3:0-Sieg vor exakt einem halben Jahr staunten alle Beteiligen im Stadion der Chemiearbeiter nicht schlecht – vor allem über den uckermärkischen Aufsteiger. Der TSV wollte die Revanche, traute sich aber lange nicht. Anders die Platzherren: bereits in der achten Minute lag der Finger von Stadionsprecher Pascal Warnke schon auf dem Knopf für den Torjubel, denn nach einem blitzschnell vorgetragenen Angriff über Stephan Bethke zappelte das Runde bereits im Netz von TSV-Torwart Joesph Asaba. Die Fahne von Schiri-Assistent Dennis Lange aber war rechtzeitig oben – Abseits, gut gesehen und schnell entschieden.

Damit aber war die Partie endgültig eröffnet, wobei die nächste Szene nun wirklich niemand wollte. Prenzlaus agiler Außenverteidiger Artur Wojach deutete nach einem eher unspektakulären Zweikampf unmissverständlich auf seinen rechten Oberschenkel. Seinem Coach Heiko Stäck blieb keine Wahl, Marcel Blume ersetzte ihn auf der linken Außenbahn (10.). Kaum Geplänkel, beide Parteien suchten nach ihren Vorteilen. Die Chemiker sortierten sich eher vorsichtig in eine tiefe Abwehr, das Energie-Team probierte Wege in die Spitze, um Lücken in dieser Mauer zu finden. Der schnelle Bartosz Barandowski probierte es über rechts mit einem schnellen Antritt und zog aus 30 Meter kraftvoll ab. Das noch abgefälschte Leder fand tatsächlich eine Lücke im TSV-Bollwerk. Asaba jedoch stand richtig, musste aber abprallen lassen. Prenzlaus Stürmer Stephan Bethke setzte nach, diesmal kam der Keeper zu spät und holte den Angreifer von den Beinen. „Klare Sache, der Elfer ging in Ordnung.“, bestätigte Chemie-Trainer Olaf Krause die Entscheidung vom sehr guten Referee Sebastian Werner aus Hennigsdorf. Zunächst schnappte sich SC-Kapitän David Schimmelpfennig den Ball, die Verantwortung aber übernahm Barandowski und verwandelte sicher. Der sechste Ligatreffer des flinken Polen brachte den erhofften Vorsprung – 1:0 (17.).

Prenzlau agierte weiter und behielt den Gegner gut unter Kontrolle, vernachlässigte dabei aber etwas die eigene Defensive. Die Räume, die sich den Gästen boten, wurden etwas größer, nutzen aber konnten sie diese nicht. Prenzlaus Keeper wachte sorgsam über seinen Kasten. Zunächst zielte Benjamin Huxol ungenügend genau (26.), dann lenkte Marcin Markiewicz ein 25-Meter-Geschoß von Marvin Krause sicher über den Querbalken (33.). Viel mehr aber kam nicht aus den Gästereihen. Auf der anderen Seite ließen sich ebenso einige gefährliche Szenen mitzählen, aber sowohl Enrico Bressel, als auch Bartosz Barandowski, Marcel Blume und Stephan Bethke scheiterten entweder kurz vor oder mit dem Abschluss. Nächster Schock dann im Premnitzer Strafraum, minutenlang musste TSV-Torwart Asaba behandelt werden, nachdem er einen strammen Schuss in die Magengrube bekam. Nach knapp fünf Minuten aber konnte es glücklicherweise für ihn weitergehen (37.). Bis zur Pause jedoch geschah nicht mehr viel, das 1:0 klang knapper, als es auf dem Platz tatsächlich war.

Keine Wechsel zum zweiten Durchgang, der allerdings begann furios. An der linken Eckfahne setzte Marcel Blume nach und gewann den Ball im Zweikampf. In seine scharfe Flanke rutsche Stephan Bethke direkt hinein und ließ Asaba keine Chance – 2:0, ein idealer Start in Halbzeit zwei (48.). Treffer Nummer 21 für den Stürmer, der mit nun sieben Toren Vorsprung das Liga-Ranking anführt. Für die Platzherren galt es fortan, mit Souveränität über die Zeit zu kommen. Den Gästen fiel erstaunlich wenig ein, Kapitän Marian Krause und seine Kollegen hatten vornehmlich damit zu tun, auf die permanenten Tempowechsel zu reagieren. Olaf Krause wechselte gleich doppelt in seinem Premnitzer Team, aber auch das half nichts mehr (62.). Aus der eigenen Stabilität heraus setzte sich abermals Bartosz Barandowski rechts im direkten eins-gegen-eins durch und flankte auf den zweiten Pfosten. Toll nahm Marcel Blume den Ball an und schob sicher zum endgültig entscheidenden 3:0 ein (69.).

Der Schlussabschnitt verlief eher unspektakulär, es blieb beim zumindest in der Höhe überraschenden Heimsieg. „In der Defensive – eigentlich unsere Stärke – haben wir keinen Zugriff bekommen und somit auch in der Höhe verdient verloren.“, beschrieb Trainer Olaf Krause die Leistung seines Teams sichtlich enttäuscht. „Man darf aber nicht vergessen, dass das ein richtig guter Gegner war“. Die Energetiker bestätigten damit nicht nur eindrucksvoll das Ergebnis aus dem Hinspiel in gleicher Höhe. SC-Kapitän David Schimmelpfennig, der vor sechs Monaten doppelt traf, und seine Kollegen vergrößerten so den Vorsprung auf ihre hartnäckigsten Verfolger auf inzwischen fünf Zähler und bleiben mit 10:2 Toren klar bestes Team der Rückrunde. Prenzlau reist am Samstag zum Vorletzten nach Pritzwalk und will den 5:0-Heimsieg aus der Hinrunde möglichst wiederholen.

 
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