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Dienstag 19.09.17 09:57 Uhr|Autor: Augsburger Allgemeine622
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Julian Henkel (rechts) stand als Aushilfe im Tor des SC Altenmünster, sein Bruder Marius erzielte ein Tor. F.: Günter Herdin

Ein Flügelflitzer zwischen den Pfosten

Altenmünsters Julian Henkel feiert gegen den Holzheim eine Premiere - und sein Bruder auch +++ Riesenerleichterung beim SV Aislingen
Ausgerechnet Holzheim. Als sich vor knapp zwei Jahren Julian Henkel gegen den Lokalrivalen des SC Altenmünster so schwer verletzte, dass er mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Augsburg geflogen werden musste, befürchten einige im Umfeld des damals 22-Jährigen sogar ein Karriereende als Fußballer. Inzwischen hat sich Henkel einigermaßen von seinen schweren Blessuren erholt und kam in den zurückliegenden Monaten auch schon sporadisch wieder zum Einsatz. Das erste Mal über volle 90 Minuten stand der schnelle Flügelspieler nun am vergangenen Sonntag wieder auf dem Platz. Allerdings nicht auf der linken Außenbahn, sondern im Tor des Spitzenreiters der Kreisliga West.

Stammtorhüter Florian Späth und sein Vertreter Florian Gebauer standen nicht zur Verfügung. Als es beim SC Altenmünster im Vorfeld des Lokalderbys darum ging, wer sich gegen den SV Holzheim zwischen die Pfosten stellen könnte, meldete sich Henkel freiwillig. Er erinnerte sich daran, dass er als Jugendlicher beim FC Augsburg für kurze Zeit schon mal im Tor stand, aufgrund seiner Körpergröße (1,62 Meter) von seinen damaligen Trainern für diesen Job aber als zu klein eingestuft worden war. Nach den 90 Minuten konnte sich auch Julian Henkels jüngerer Bruder Marius freuen: Der 21-jährige Neuzugang vom SV Adelsried erzielte seinen ersten Kreisliga-Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0. Nach dem 4:1-Sieg blieb der SCA auch im fünften Spiel ohne Punktverlust - und Julian Henkel wurde als Torhüter auch noch in die FuPa-Elf der Woche gewählt.

Letztendlich muss man die Punkte bei anderen Mannschaften als Altenmünster holen – da war man sich im Lager des SV Holzheim einig. „Die Gastgeber waren an diesem Tag dann doch zu kompakt und vorne zu abgezockt. Was deutlich mehr schmerzt, ist die Tatsache, dass mit Daniel Scheider höchstwahrscheinlich der nächste Stammspieler länger ausfallen wird“, sagt Michael Lang aus der SVH-Abteilungsleitung. Der Kader schrumpft mittlerweile bedrohlich zusammen. Lang: „Wir müssen kreativ werden und das Beste aus der Situation machen, Jammern und Wehklagen sind schlechte Berater.“

Nachdem die ellenlange Nachspielzeit überstanden war, war Erleichterung und Freude auf dem Kapellenberg spürbar. Beim 3:2 gegen die SpVgg Ellzee konnte der SV Aislingen endlich die lang ersehnten ersten Punkte auf seinem Konto verbuchen. Trotz Rückstand ließen sich die Gastgeber nicht verunsichern und spielten aggressiv weiter bis zum 3:1-Halbzeitstand. Im zweiten Durchgang bauten die Gäste mehr Druck auf. „Mein Team hat in dieser Phase dagegengehalten und sich den ersten Sieg somit redlich verdient“, freut sich SVA-Trainer Falko Ballin.

 
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