Rückpassregel trifft auf positive Resonanz
Donnerstag 16.01.14 05:25 Uhr|Autor: Stephan Tönnies624
Die meisten E-Junioren-Fußballer (hier Talente beim 15. OM-Cup auf der Sportanlage des SV Gehlenberg/Neuvrees) kommen gut mit der Rückpassregel zurecht. Steffen Szepanski

Rückpassregel trifft auf positive Resonanz

Seit Beginn der Saison 2013/2014 darf im E-Junioren-Fußball der Torhüter oder die Torhüterin den Rückpass nicht mehr mit der Hand aufnehmen. ...


Eine Regelung, die für den Herrenbereich schon seit 1992 gilt.

Die Einführung der neuen Regel ist bei den Juniorentrainer auf eine unterschiedliche Resonanz gestoßen. Wobei ein Großteil der Übungsleiter die Einführung der Rückpassregel für durchaus sinnvoll hält. So auch Norbert Korte, der die erste E-Junioren von Hansa Friesoythe trainiert. Er kennt die Spieler seiner Mannschaft schon aus der G-Junioren-Zeit. Die Spieler hätten die neue Regel ohne große Diskussionen aufgenommen. Und sich dadurch auch ein Stück weit erwachsener gefühlt. "Die ersten Spiele sind ohne größere Probleme abgelaufen", erinnert sich Korte, der keinerlei Nachteile in der neuen Regel erkennen kann. Vorteile dagegen schon. "Aus meiner Sicht fühlen sich die Torhüter zugehöriger zur Mannschaft", meint Korte.

Bethens Trainer Manfred Tapken brauchte sein Team auf die neue Regel nicht besonders hinweisen. Schon im älteren F-Jugend-Jahrgang ließ er die Spieler im Training mit der Rückpass-Regel arbeiten. "Auch in den Spielen haben wir bereits versucht, die Regel umzusetzen", erzählt Tapken. Er kann weder Vor- noch Nachteile aus der Regel erkennen. "Es gibt keine, da die Regel für alle Mannschaften ihre Gültigkeit hat." Auf spezielle Trainingseinheiten mit dem Schwerpunkt Rückpassregel verzichtet er aber. "Unser Torhüter nimmt bei unserem Training an allen Aufwärmübungen und Passübungen teil. Erst danach beginnt das Torwarttraining", sagt Tapken. Während der letzten Hallenspiele sei ihm aufgefallen, dass die jeweiligen Teams und auch speziell die Torhüter mit der Rückpassregel sehr gut klarkommen.

Bernd Horstmann, Auswahltrainer des NFV-Kreises Cloppenburg, ist froh, dass die Rückpassregel im Landkreis Cloppenburg eingeführt wurde. "Darum habe ich lange gekämpft. Wir waren der einzige Kreis, der in der Altersstufe den Rückpass noch nicht eingeführt hatte", sagt er. Vor allem für die Entwicklung der Torhüter sei die Regel sehr gut. "Dadurch sind die Torhüter mehr gezwungen, am Spiel teilzunehmen", meint Horstmann.

Stefan Wende, der zusammen mit seinen Co-Trainern Carsten Bruns und Thomas Schmidt die erste Garde des FC Lastrup betreut, ist unterdessen aufgefallen, dass die Teams im oberen Leistungsbereich, sprich in der Kreisliga, keine Probleme mit der Rückpassregel haben. In den unteren Leistungsklassen hat er dagegen festgestellt, sei die Einführung der Regel aus seiner Sicht nicht so sinnvoll gewesen. "In den Klassen sollte das Augenmerk einfach mehr auf den Spaß gelegt werden", findet er.

Genau wie sein Trainerkollege Tapken, wird auch im Lastruper Training die Rückpasseregel nicht besonders einstudiert. "Nicht eine Einheit habe ich mich mit diesem Thema beschäftigt", sagt Wende. Bei aller Jagd nach Punkten und Toren, steht für ihn beim Fußballspiel in den Altersklassen zwischen acht und zehn Jahren immer noch der Spaß im Vordergrund. "Angesichts des Alters der Spieler, sollten wir Trainer und Eltern nicht sofort Meckern, wenn es mal nicht so läuft im Spiel, wie man es gerne hätte", so Wende. Dabei zitiert er Winkums Jugendobmann Wilfried Stagge. "Er hat einmal den schönen Satz gesagt, dass Erlebnis steht vor dem Ergebnis."


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