RSV beweist Moral und schlägt zurück
Sonntag 18.10.20 19:12 Uhr|Autor: Milan Kaufmann994
RSV-Stürmer Ron Berlinski war erneut stets ein Unruheherd fü die Defensive des Gegners. Ein Tor wollte ihm allerdings nicht gelingen, was der Angreifer durch den 3:2-Erfolg bei der TSG Sprockhövel aber leicht verschmerzen können dürfte. Foto: Milan Kaufmann

RSV beweist Moral und schlägt zurück

Meinerzhagen fügt Sprockhövel erste Niederlage zu und schiebt sich an die Spitzengruppe ran
TSG Sprockhövel: Azmir Alisic, Lewin Alexander D Hone, Jasper Stojan, Thomas Ludwig, Mert Sahin, Gianluca Zentler, Johannes Sabah, Oussama Anhari, Nazzareno Ciccarelli, Jona Niemiec, Ibrahim Bulut - Trainer: Andrius Balaika
RSV Meinerzhagen: Til Bauman, Alessandro Tomasello, Ewald Platt - Trainer: Mutlu Demir
Schiedsrichter: Nadine Westerhoff (Bochum) - Zuschauer: 300
Tore: 1:0 Ibrahim Bulut (27.), 1:1 Ewald Platt (30.), 1:2 Til Bauman (48.), 1:3 Alessandro Tomasello (72.), 2:3 Lewin Alexander D Hone (82.)


Bei der TSG Sprockhövel brauchte der RSV Meinerzhagen unbedingt einen Erfolg, um die Spitzengruppe nicht aus den Augen zu verlieren. Und der gelang am Ende dann auch, obwohl der RSV bis zum Schluss zittern musste, weil die TSG in der Schlussphase nochmal auf 2:3 (1:1) herankam.

Es schien zunächst, als seien die Gäste aus dem Sauerland erneut nicht gerade vom Glück verfolgt. Erst verletzte sich Musa Sesay und Meinerzhagen musste schon nach etwa zehn Spielminuten auswechseln, nachdem er zuvor einen Tritt auf die Wade abbekommen hatte. Hakan Demir wurde auf das Feld beordert und musste hilflos mitansehen, wie sein Teamkollege Ron Berlinski nach zwölf Minuten die große Möglichkeit auf eine frühe Führung liegen ließ, als er vom Elfmeterpunkt an TSG-Keeper Azmir Alisic scheiterte. Zuvor war der Angreifer selbst gefoult worden.

Zu allem Überfluss trafen dann auch noch die Hausherren und gingen in Front. Ibrahim Bulut war nach einer Flanke aus dem Halbfeld einen Schritt schneller als Sven Wurm und hob die Kugel über Johannes Focher ins Tor (27.). „Das war ein wirklich guter Gegner, aber wir haben uns von ihrer aggressiven Spielweise und den Rückschlägen nnicht aus der Ruhe bringen lassen“. schilderte Trainer Mutlu Demir.


Foto: Milan Kaufmann

Dann aber drehte der RSV auf und glich quasi postwendend aus. Ewald Platt packte den Hammer aus und jagte den Ball nach Eroberung im Mittelfeld von Nik Kunkel aus gut 20 Metern in den linken oberen Torwinkel zum 1:1 (30.). Kurz nach dem Seitenwechsel legte Til Baumann den Führungstreffer drauf und verwandelte per Kopf nach einer Kunkel-Ecke (48.). Sprockhövel allerdings war kaum geschockt, sondern hätte beinahe sofort den erneuten Ausgleich erzielt. Bei einer flachen Hereingabe an den zweiten Pfosten fehlte Bulut allerdings der letzte Schritt zum Ball. Und auch nach gut einer Stunde war Meinerzhagen im Glück. Völlig frei vor Focher versagten Nazzareno Ciccarelli die Nerven und der TSG-Stürmer zielte weit am Kasten vorbei (64.). Auf der Gegenseite scheiterte Berlinski gleich doppelt an Alisic (65. und 69.).

Alessandro Tomasello hingegen, der in den letzten Wochen einer der besten RSV-Akteure war, sorgte mit dem 3:1 für klare Verhältnisse (72.), weil er nach einem abprallenden Freistoß am schnellsten schaltete und ins lange Ecke vollstreckte. Vor dem Tor erwischte Berlinski dagegen wirklich nicht seinen besten Tag und war auch bei einem Konterangriff, den er alleine vor Alisic zur Entscheidung hätte abschließen können, zu unpräzise (75.).

So wurde es hintenraus noch einmal spannend. Die bis dato noch ohne jeden Punktverlust agierenden Gastgeber kamen durch eine abgefälschte Flanke von Lewin Alexander D Hone auf 2:3 ran (82.) - zu mehr reichte es allerdings nicht. "Tolle Moral der Mannschaft, dieses Spiel in der Art und Weise zu drehen. Respekt dafür", urteilte Demir. "Wir sind gut aus der Kabine gekommen. Klar wittert Sprockhövel nach dem Anschlusstor nochmal Morgenluft. Aber das haben wir dann auch bei den hohen Bällen gut wegverteidigt."

Durch den „Dreier“ schob sich der RSV auf Rang sechs nach vorne. Aufgrund eines Coronafalles beim TuS Ennepetal haben die Meinerzhagener in der kommenden Woche spielfrei und können das Treiben der Konkurrenz verfolgen.


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Tabelle
1. FC Gütersloh 913 25
2. Holzwickeder 616 18
3. SV Rhynern 811 18
4. Sprockhövel 79 18
5. ASC Dortmund 94 18
6. Kaan-Marienb 720 16
7. Meinerzhagen 87 15
8. SpVgg Vreden 96 14
9. Wattensch 09 (Ab) 94 14
10. SF Siegen 10-2 14
11. Pr. Münster II 9-1 12
12. T. Ennepetal 74 11
13. TuS Haltern (Ab) 10-15 10
14. Erndtebrück 8-8 9
15. SC Paderborn II 8-4 8
16. Schermbeck 7-4 7
17. Finnentrop-B (Auf) 10-6 7
18. FC E. Rheine 10-14 7
19. V. Clarholz (Auf) 7-8 6
20. Westf. Herne 8-15 1
21. Hammer SpVg 8-17 0
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