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Mittwoch 19.04.17 16:25 Uhr|Autor: Dirk Staubesand
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Zwei Fußball-Touristen aus dem Odenwald beim Rheydter SV

Klaus Lang und Gerd Rossignol fuhren ca. 320 km, um den Spö zu sehen
Klaus Lang und Gerd Rossignol hatten die mit Abstand weiteste Anreise zum Kreisliga-A-Spiel zwischen dem Rheydter Spielverein und dem VfB Korschenbroich. Die beiden Fußballfreunde aus der Gemeinde Höchst im Odenwald waren 320 km gefahren, um den Rheydter Spielverein zu sehen. Klaus Lang und Gerd Rossignol wollen innerhalb von 5 Jahren Spiele von 300 Traditionsvereinen besuchen. Rund 140 Vereine haben sie schon besucht, ca. 160 stehen noch aus.

Am Wochenende vor Ostern ging die Reise in den Fußballwesten. Zunächst schauten sich die beiden das Spiel der SG Wattenscheid 09 gegen den Bonner SC (3:0) an. Anschließend ging es nach Rheydt, um den „Spö“ zu sehen. Lang und Rossignol planen ihre Fußballtouren sorgfältig, um möglichst viele Fußballspiele an einem Wochenende schauen zu können. Rossignol: „Wir schauen uns die Spielpläne mit den unterschiedlichen Anstoßzeiten genau an. Dann machen wir uns einen Plan, wo und wann wir welches Spiel gucken.“ Die Tatsache, dass der Rheydter SV seine Heimspiele meistens am Samstagabend austrägt, ist den beiden natürlich nicht entgangen und kam sehr gelegen. Beeindruckt waren die Fußballfreunde aus dem Odenwald vor allem vom Rheydter Stadion. „Man spürt förmlich die Fußballtradition hier. Schön, dass es so etwas noch gibt“, sagt Rossignol. „Schade, dass heute abend nur so wenig Zuschauer da sind. Es wäre diesem Traditionsverein zu wünschen, dass er bald wieder höherklassig spielt.“ Immerhin 4 Tore sahen die beiden, der RSV holte ein 0:2 auf und spielte ein 2:2.

Doch wie kommt man auf so eine Idee? Klaus Lang: „Zunächst wollten wir alle 54 Vereine sehen, die jemals in der Bundesliga gespielt haben.“ 51 Erstligisten hat man inzwischen durch, nur der SSV Ulm, Tasmania Berlin und der FC Homburg fehlen noch. Dann kamen die 70 Zweitligisten, von denen man auch schon 40 Vereine besuchte, dazu. Schließlich nahmen die beiden fußballverrückten Freunde auch ehemalige Oberligisten wie den Rheydter Spielverein ins Visier.

Auch die Spiele der Deutschen Nationalmannschaft besuchen Lang und Rossignol regelmäßig, waren bei Welt- und Europameisterschaften live dabei. Zuletzt war man beim Spiel der Nationalelf in Baku (Aserbaidschan) live vor Ort. Dabei hat Gerd Rossignol mit einem schweren Handicap zu kämpfen: er hat nur noch etwa 5 % Sehkraft. „Deshalb müssen wir in den nächsten 3 Jahren unsere Liste vervollständigen, danach macht es für mich nur noch wenig Sinn“, sagt Rossignol ein wenig wehmütig.

Nach dem Spiel des Rheydter SV übernachteten die beiden Fußball-Touristen in einem Rheydter Hotel, bevor es am Sonntag ins Ruhrgebiet zum SV Sodingen, in der Nähe von Herne, ging.

Vielleicht kommen ja demnächst Glückwünsche aus dem Odenwald, wenn der RSV in die Bezirksliga aufsteigt.

 
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