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Sonntag 22.10.17 23:01 Uhr|Autor: Dirk Staubesand
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Der dreifache Torschütze René Schnitzler mußte nach 70 Minuten den Platz verlassen / Foto: Theo Titz

Kantersieg mit zwei dicken Wermutstropfen

Trotz des 6:1-Sieges beim SV Lürrip war Rheydts Spieltrainer René Schnitzler aufgebracht. Im Mittelpunkt der Kritik stand der Unparteiische.

(staub) Eigentlich müßte nach einem 6:1-Auswärtssieg beim Rheydter Spielverein eitel Sonnenschein herrschen, doch weit gefehlt! Nicht der Sieg war nach dem Schlußpfiff Thema, sondern die Leistung des Unparteiischen Kevin Tucholski vom Polizei SV. Auch nach dem Schlußpfiff konnte sich Rheydts Spieler-Trainer René Schnitzler kaum beruhigen. Obwohl der RSV klar überlegen war und schon zur Pause mit 3:0 führte, beendete der RSV das Spiel nur mit 9 Mann. Schnitzler: "Von Anfang an hat der Schiedsrichter alle 50:50-Situationen gegen uns ausgelegt!" Schnitzler selbst mußte das Spielfeld nach 70 Minuten verlassen: "Nach dem 1:4-Anschlußtreffer der Lürriper (Markus Kleff per Foulelfmeter, die Red.) hattten wir Anstoß und wollten wechseln. Dies signalisierte unsere Bank. Ich wies in meiner Eigenschaft als Spieler-Trainer den Referee darauf hin, dass wir wechseln möchten. Darauf zeigte er mir die Gelb-Rote Karte. Das ist ein Witz!" In der 85. Minute sah RSV-Stürmer Samed Korkmaz direkt im Anschluß an seinen Treffer zum 6:1 die Rote Karte wegen Beleidigung. Schnitzler: "Dazu kann ich mich nicht äußern, da ich aus bekannten Gründen schon in der Kabine war." Auch RSV-Vorstandsmitglied Dr. Aykut Uslu war empört: "So etwas habe ich noch nie erlebt. Wenn bei einem so klaren Spielverlauf der Unparteiische im Mittelpunkt steht, spricht das Bände!"
Fußball gespielt wurde übrigens aber auch in Lürrip und zwar fast ausschließlich vom RSV. Die Rheydter waren von Beginn an überlegen und gingen in der 27. Minute durch René Schnitzler in Führung. Nikola Kalchev erhöhte in der 34. Minute auf 2:0 und René Schnitzler sorgte mit seinem zweiten Treffer zum 3:0 in der 41. Minute schon vor der Pause für die Vorentscheidung.
Letzte Zweifel daran, wer den Platz als Sieger verlassen würde, beseitigte Schnitzler mit seinem dritten Treffer zum 4:0 in der 56. Minute. Routinier Markus Kleff traf für die Gastgeber per Foulelfmeter zum 1:4 (70.). Anschließend sah - wie berichtet - René Schnitzler die Gelb-Rote Karte.
Der RSV zeigte sich wenig beeindruckt und antwortete prompt. Kapitän Ferdi Berberoglu traf nur fünf Minuten später zum 5:1. Samed Korkmaz erhöhte in der 85. Minute auf 6:1. Anschließend sah er die Rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidung. Nachdem er viele harte Fouls hatte einstecken müssen, verlor der Rheydter Stürmer offenbar die Beherrschung. 

Aykut Uslu: "Es kann nicht sein, dass unsere Spieler 90 Minten lang gefoult werden und dann nur Karten gegen unsere Spieler gezückt werden. Die aufkommende Hektik hat meines Erachtens der Unparteiische in eine Partie gebracht, die kurz nach der Pause schon entschieden war." 

 
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