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Sonntag 10.09.17 11:04 Uhr|Autor: Dirk Staubesand
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F: Martina Krämer-Lichtschlag

Erste Saisonniederlage für den Rheydter Spielverein

Mit Interview-Videos und Fotogalerie: 350 Zuschauer sahen ein turbulentes und hochklassiges Derby +++ Am Ende schlug Victoria Mennrath den RSV mit 4:3


GALERIE Rheydter SV - Victoria Mennrath

Am Samstagabend traf der beste Angriff (Mennrath) auf die beste Abwehr (RSV). Die Gäste aus Mennrath gingen gleich rustikal zu Werke. Bereits in der 4. Minute zückte Schiedsrichter Marcel Reinhold aus Boisheim die erste Gelbe Karte gegen Mennrath. Der Spielverein bestimmte das Spielgeschehen klar und erarbeitete sich zahlreiche Torchancen. In der 29. Minute zappelte der Ball dann endlich im Netz der Gäste. Wieder einmal war es René Schnitzler, der die Hausherren völlig verdient mit 1:0 in Führung brachte.

Eigentlich hatten die Schwarz-Weißen nun alle Trümpfe in der Hand, doch prompt schlichen sich Fehler in das Rheydter Spiel ein. Nur fünf Minuten nach der Rheydter Führung traf Oliver Krüppel für die Gäste zum Ausgleich (34.) und setzte vier Minuten später noch einen drauf, als er die Victoria mit 2:1 in Führung brachte. Binnen vier Minuten hatte Mennrath das Spiel komplett gedreht.

Die Rheydter mussten sich also in der Halbzeitpause neu sammeln. Spieler-Trainer René Schnitzler schien genau die richtige Ansprache gewählt zu haben, denn der Spielverein legte einen Blitzstart nach der Pause hin. Es waren noch keine 60 Sekunden nach Wiederanpfiff vergangen, da zappelte der Ball im Netz der Mennrather. Can Hoffmann glich für den "Spö" zum 2:2 aus.

Optimaler kann man eigentlich nicht in die zweite Halbzeit starten - dachten die Rheydter. Doch auch dieses Mal währte die Freude über den Ausgleich nicht lange, denn Mennrath schlug postwendend zurück. Noah Kubawitz erzielte im Nachsetzen das 3:2 für die Victoria, nachdem ein Rheydter Abwehrspieler zuvor noch auf der Linie per Kopf klären konnte (48.). Wieder musste der RSV gegen einen Gegner, der „mit dem Messer zwischen den Zähnen“ spielte, einem Rückstand hinterherlaufen. Vor allem Rheydts Kapitän Ferdi Berberoglu war fast nur mit unfairen Mitteln zu stoppen – insgesamt fünf Gelbe Karten handelten sich die Mennrather ein.

Der RSV wurde nun immer offensiver und damit auch anfälliger für Konter. Einen dieser Konter schloss Kai Günter Wiechmann in der 72. Minute zum 4:2 ab. Die Partie wurde nun immer hektischer und zerfahrener. Hektisch wurde es nicht nur auf dem Platz, sondern leider auch auf den Rängen, die mit 350 Zuschauern gut gefüllt waren. Ein Teil der Mennrather Zuschauer benahm sich völlig daneben, mit Pöbeleien unterhalb der Gürtellinie gegen Rheydter Spieler und den Schiedsrichter, der in der 80. Minute und in der Nachspielzeit zwei Mennrather Spieler mit Gelb-Rot vom Platz stellte. Dr. Aycut Uslu, Vorstandsmitglied des RSV empörte sich: "Anfeuerung der eigenen Mannschaft ist ja völlig okay, aber wie einige Mennrather Zuschauer gegen unsere Spieler und den Schiedsrichter gepöbelt haben, das war völlig daneben und gehört nicht auf einen Fußballplatz! Kompliment an unsere Fans, die sich nicht haben provozieren lassen. Wir werden mit unseren Vorstandskollegen von Viktoria Mennrath darüber ein Gespräch führen."

Der Rheydter SV warf nun alles nach vorne und kam in der 86. Minute zum 3:4-Anschlußtreffer. René Schnitzler hämmerte einen Abpraller aus etwa dei Metern ins Mennrather Tor. Der RSV versuchte mit dem Mute der Verzweiflung noch einmal alles, doch in der völlig zerfahrenen, nur durch Spielunterbrechungen geprägten Schlussphase gelang der Ausgleich nicht mehr.

Rheydts Spielertrainer René Schnitzler erklärte zum Spiel: "Ein geiles Bezirksligaspiel, ein richtiges Spektakel für die Zuschauer! Mir hat es Spaß gemacht, auch wenn wir heute verloren haben! Glückwunsch an Mennrath, die hier als verdienter Sieger vom Platz gehen." Mennraths Trainer Simon Netten meinte: "Ich bin total stolz auf die Jungs! Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute toll gefightet. Ich denke, dass wir letztendlich verdient gewonnen haben."

Hier könnt ihr die ausführlichen Stimmen der beiden Trainer auch noch im Video von Spö-TV sehen!

 
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