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Sponsoring|Mittwoch 09.08.17 11:08 Uhr|Autor: Polizei NRW333

Rettungsgassen retten Leben

Bis zu vier Minuten schneller am Unfallort
Bei Verkehrsunfällen können die Auswirkungen für die Unfallbeteiligten und den nachfolgende Verkehr besonders schwerwiegend sein. "Gerade dann hat ein schnellstmögliches Eintreffen von Polizei und Rettungskräften am Unfallort höchste Priorität!", sagt Polizeikommissar Niklas aus Mönchengladbach.

Nach einer Berechnung des ADAC kann das Nichtbilden einer Rettungsgasse bis zu vier Minuten Zeit kosten. "Eine Ewigkeit für Opfer und möglicherweise entscheidende Minuten zur Lebensrettung."

Niklas (24) hat im September 2016 sein Duales Studium bei der Polizei NRW beendet. In seiner ersten Verwendung als fertiger Polizeikommissar arbeitet er zurzeit bei der Autobahnpolizei in Mönchengladbach.

"Anfangs dachte ich, dass es für mich als jungen Polizisten in einer Großstadt spannender sein könnte. Ich bereue meine Entscheidung für das Streifefahren auf der Autobahn aber nicht. Es ist zwar nicht täglich Alarm für Cobra 11, aber es gibt auch hier Einsätze aus allen Bereichen der Polizeiarbeit."  

Speziell im hohen Verkehrsaufkommen der Urlaubszeit appelliert Niklas immer wieder an die Verkehrsteilnehmer: "Im Reiseverkehr der Ferien steigt die potenzielle Unfallgefahr, so dass gerade jetzt jeder darauf achten sollte, bereits bei stockendem Verkehr eine Rettungsgasse freizuhalten. Bei absolutem Stillstand im Stau bleibt dafür kein Platz mehr! Ich bin Polizist geworden, weil ich Menschen in Not helfen möchte. Daher ärgere ich mich, wenn ich von Verkehrsteilnehmern, die nicht mitdenken, daran gehindert werde."

Seit Juni sind die Streifenwagen der NRW-Autobahnpolizei im Bereich der Heckstoßstange mit speziellen Aufklebern versehen. Diese sollen Verkehrsteilnehmer daran erinnern, nicht erst bei Herannahen der Einsatzkräfte eine Rettungsgasse zu bilden. Viele Verkehrsteilnehmer rechnen häufig nicht mit mehreren Einsatzfahrzeugen, die zeitversetzt zum Einsatzort gelangen müssen. Oft führt auch Unwissen zu Unsicherheiten. So ist Vielen nicht bewusst, dass der Seitenstreifen nicht zur Bildung der Rettungsgasse genutzt werden darf.

Seit der Novellierung des § 11 (2) der Straßenverkehrsordnung (StVO) im Dezember 2016 sind die Regelungen unmissverständlich:

  • Rettungsgassen sind auf Bundesautobahnen und Außerortsstraßen bei mindestens zwei Fahrstreifen Pflicht.
  • Die Rettungsgasse wird bereits bei stockendem Verkehr gebildet.
  • Die Gasse ist zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen zu bilden.

Das Nichtbefolgen wird mit einem Verwarngeld geahndet.

Besonders beim hohen Verkehrsaufkommen in der Urlaubszeit stellen diese Situationen für Niklas und seine Kolleginnen und Kollegen eine nervenaufreibende Geduldsprobe dar. Doch viel entscheidender ist: Rettungsgassen retten Leben. Sie geben den Einsatzkräften die Möglichkeit, so schnell wie möglich zum Unfallort zu gelangen, um Verletzte zu bergen und zu versorgen. Und dabei kommt es auf jede Sekunde an.

Alle Informationen zum Dualen Studium bei der Polizei NRW finden Sie auf www.genau-mein-fall.de.

Eine Bewerbung ist noch bis zum 04.10.2017 möglich.

 
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