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Mittwoch 13.09.17 11:40 Uhr|Autor: Lukas Schierlinger3.469
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Für den TSV 1860 kommt der DFB-Vorstoß eventuell ein Jahr zu spät. F: Leifer

DFB plant Reform der Aufstiegsregelung zur 3. Liga

"Unding, dass Qualifikationsspiele entscheiden"
Die Wehklagen der Basis verhallen offenbar nicht ungehört. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat überraschend eine rasche Überarbeitung der Auf- und Abstiegsregelungen zwischen 3. Liga und den Regionalligen angekündigt.  Die Gestalt der Reform bleibt vorerst unklar.

"Meister müssen aufsteigen". Dieses Mantra hatten die Regionalligisten seit Bestehen der umstrittenenen Qualifikationsspiele unaufhörlich wiederholt. Nun hat sich der DFB-Vorstand einsichtig gezeigt. Schon in der kommenden Saison 2018/2019 soll eine neue Aufstiegsregelung gelten. Der MDR zitiert den sächsischen Verbandspräsidenten Herrmann Winkler wie folgt: "Ich unterstütze diese Initiative und werde wie meine Kollegen in den anderen Landes- und Regionalverbänden nun in den nächsten Wochen intensiv mit den Vereinen über die möglichen Modelle diskutieren."

Winkler zufolge seien bereits am Montag auf einer Zusammenkunft im Beisein von DFB-Präsident Reinhard Grindel verschiedene Modelle vorgestellt und diskutiert worden. "Es ist ein Unding, dass seit Jahren Qualifikationsspiele am Ende einer langen Saison über Erfolg oder Misserfolg entscheiden", so der sächsische Funktionär.

Mehrere Varianten im Gespräch

Wie sich die geplante Reform im Detail äußern soll, wird Gegenstand weiterer Gespräche sein. Mehrere Modelle wurdem dem Gremium präsentiert. Eine Variante sieht vor, dass aus allen fünf Regionalligen der jeweils Erstplatzierte direkt aufsteigt - und demzufolge fünf Teams aus der 3. Liga den Gang in die niedrigere Spielklasse antreten müssen. Bei diesem Modell müsste die 3. Liga von derzeit 20 auf 22 Teilnehmer aufgestockt werden.

Offenbar hoch im Kurs soll bei den Verantwortlichen auch ein sogenanntes rollierendes System stehen. Dabei wird auf fünf Spielzeiten im Voraus beschlossen, welche drei der fünf Erstplatzierten direkt aufsteigen. Die verbleibenden Regionalliga-Meister würden dann einen übrigen Aufstiegsplatz im K.O.-Modus ausspielen. Sämtliche Gedankenspiele sehen die Beibehaltung von fünf Regionalligen vor. Ein derart einschneidender Eingriff in die Konzeption der Spielklassen würde die Zustimmung des DFB-Bundestages erfordern.


 
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