Es ist nicht Corona! Die größte Gefahr für den Amateurfußball ist ...
Donnerstag 14.01.21 12:00 Uhr|Autor: Andreas Santner und Christian Kurth12.031

Es ist nicht Corona! Die größte Gefahr für den Amateurfußball ist ...

Ergebnis zur großen FuPa-Umfrage belegt Vielschichtigkeit der Probleme für Vereine
Im Dezember 2020 hat FuPa eine Umfrage-Serie gestartet, in der aufgezeigt werden soll, was den Amateurfußball und seine Anhänger sowie Protagonisten wirklich bewegt. Erstes Thema: "Was ist die größte Gefahr für den Amateurfußball?" Hier ist das Ergebnis:


Das Gesamtergebnis: Zu wenige ehrenamtliche Mitarbeiter sehen die meisten Teilnehmer als größte Gefahr für den Amateurfußball.

Das Gesamtergebnis: Zu wenige ehrenamtliche Mitarbeiter sehen die meisten Teilnehmer als größte Gefahr für den Amateurfußball.


Und tatsächlich: Das größte Problem des Amateurfußballs ist nach Meinung von über 3500 Befragten nicht "Corona", obwohl die Pandemie in diesen Tagen ganz offensichtlich das größte Thema der Republik ist. Nicht nur das, es beschäftigt die Menschen weltweit. Doch für den Amateurfußball gibt es ein noch heftigeres Problem: "Zu wenig Ehrenamtler".

Für diesen Punkt entschieden sich knapp ein Viertel der Befragten. Es gibt - wie auf unserer Deutschland-Karte ganz oben zu erkennen ist - allerdings auch elf Landesverbände, bei denen dies nicht die Sorge Nummer eins ist.

Immerhin, "Corona" nannte noch jeder fünfte Umfrage-Teilnehmer. Dicht dahinter folgen die Sorgen vor generellen "Finanziellen Problemen". Das Problem "Gewalt" im Amateurfußball scheint hingegen aktuell eine untergeordnete Rolle zu spielen. Weniger als sechs Prozent der Befragten sehen in den ausufernden Auseinandersetzungen bei Spielen die größte Gefahr für unser geliebtes Hobby. Auffällig auch, dass die "Dominanz des Profi-Fußballs" noch öfter als der "Schiedsrichtermangel" angeführt wird.



Betrachtet man bei der Umfrage spezifische Gruppen, verschiebt sich das Ergebnis:

Nicht verwunderlich: Schiedsrichter sehen den Mangel an Unparteiischen sowie die Gewalt auf Fußballplätzen deutlich ernster als beispielsweise Funktionäre.

Nicht verwunderlich: Schiedsrichter sehen den Mangel an Unparteiischen sowie die Gewalt auf Fußballplätzen deutlich ernster als beispielsweise Funktionäre.


Beispiel Funktionäre: Hier ist der Punkt "Zu wenig Ehrenamtler" (37,4 Prozent) unangefochten das Hauptproblem. Auf Platz zwei sehen die Vereinsverantwortlichen die "Finanzielle Probleme" (16,2 Prozent) noch vor "Corona" (13,8 Prozent).

Die Schiedsrichter beklagen, vermutlich wenig überraschend, den Mangel ihrer Zunft (23,7 Prozent). Für die Unparteiischen spielt das Thema "Gewalt" mit 16 Prozent - ebenfalls erwartungsgemäß - eine größere Rolle als beispielsweise "Corona" oder "Finanzielle Probleme".

Alter der Befragten beeinflusst Ergebnis wenig

Schaut man sich beim Umfrage-Ergebnis die verschiedenen Altersgruppen an, so ähneln sich die Gefahren-Bewertungen. Das Thema "Zu wenig Ehrenamtler" beschäftigt jung und alt gleichermaßen.

Mehr Auffälligkeiten sind in den einzelnen Landesverbänden zu entdecken. Im Saarland und in Sachsen dominiert jeweils das Thema "Finanzielle Probleme" mit 34 und sogar über 40 Prozent. In Thüringen sorgt sich jeder Dritte vor "Corona", während es das Virus in Südbaden nicht einmal in die Top 5 der Auswertung schafft.

Übrigens: Die Befragten durften auch individuell Probleme außerhalb unserer Vorgaben nennen. Und dabei tauchte gehäuft der Punkt "Nachwuchsprobleme" auf. Ganz sicher ein Problem des Amateurfußballs, dass es zu beachten gilt!

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