Bezirksliga: Der dringend benötigte Befreiungsschlag
Mittwoch 17.04.19 15:10 Uhr|Autor: Nord-Rundschau / Mike Meyer518
Der Ausgleichstreffer von Emre Türköz (rechts) brachte den MTV in der Partie in Bernhausen wieder zurück ins Spiel. Foto: Günter Bergmann

Bezirksliga: Der dringend benötigte Befreiungsschlag

Die Nachbetrachtung mit Fokus auf die Teams aus dem Stuttgarter Norden
+++ SC Stammheim gewinnt gegen Türkspor +++ Auftritt der Sportvg Feuerbach wird zu einseitiger Angelegenheit +++ OFK Beograd kann Durststrecke nicht beenden +++ MTV Stuttgart feiert Erfolgserlebnis +++


Der Bann ist gebrochen. Nach 146 sieglosen Tagen feierte der MTV Stuttgart in der Fußball-Bezirksliga endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Es war ein dringend benötigter Befreiungsschlag, zumal gegen einen Kontrahenten wie den TSV Bernhausen. Denn das Überraschungsteam der vergangenen Saison ist inzwischen einer der direkten Rivalen im Kampf um den Klassenverbleib geworden, liegt nun aber drei Punkte hinter der Elf vom Kräherwald. Zudem hat der MTV auch ein wenig Schützenhilfe erhalten. Etwa vom Spitzenreiter SC Stammheim, der die vor dem MTV platzierte Mannschaft von Türkspor schlug und damit seinerseits das Punkte-Polster auf den spielfreien Verfolger GFV Ermis Metanastis auf vier Zähler vergrößert hat. Eher unfreiwillig war die Schützenhilfe des OFK Beograd Stuttgart, der sein Kellerduell gegen den SV Vaihingen verlor und damit wieder in Schlagdistanz zum MTV geriet. Derweil trug die Sportvg Feuerbach mit einem Kantersieg beim Schlusslicht TSV Rohr dazu bei, die Rohrer der Kreisliga A einen weiteren Schritt näher zu bringen.

SC Stammheim - Türkspor Stuttgart 3:0


Ein 3:0 spricht normalerweise für eine klare Angelegenheit. Wie sie eben erwartet wird, wenn ein Tabellenführer vom Schlage des SC Stammheim einen Abstiegskandidaten wie Türkspor Stuttgart empfängt. Zwar kamen die Gäste mit dem Selbstvertrauen, zuletzt drei Siege in Serie errungen zu haben. Aber dieses Serie riss. „Wir haben das Spiel von der ersten Sekunde an im Griff gehabt“, behauptet SC-Coach Thomas Oesterwinter. Was den Stammheimern allerdings immer wieder fehlt, das ist die Durchschlagskraft und/oder die Kaltschnäuzigkeit und/oder das Glück im Abschluss. Schon nach 40 Sekunden verfehlte ein Heber von Alexander Herzog sein Ziel nur knapp. In der 20. Minute klatsche ein Schuss des Routiniers an die Latte. Und in Hälfte zwei verhinderte der Pfosten einen Treffer von Herzog, was auch kurz darauf beim Schuss von Marco Schwalb der Fall war. Aber so ganz hatten die Stammheimer das Toreschießen dann doch nicht verlernt. In der 57. Minute beendete der stark aufspielende Christian Schwalb nach Zuspiel von Herzog mit dem 1:0 die torlose Zeit des SC. Herzog war es auch, der in der Nachspielzeit das 3:0 durch Vadim Kromm vorbereitete – und der zwischendurch in der 78. Minute nach einem Alleingang auch selbst getroffen hatte.

Schiedsrichter: Keine Angabe - Zuschauer: 100 
Tore: 1:0 Christian Schwalb (57.), 2:0 Alexander Herzog (78.), 3:0 Vadim Kromm (90.)

TSV Rohr Stuttgart - Sportvg Feuerbach 2:6


Zu einer ziemlich einseitigen Angelegenheit geriet auch der Auftritt der Sportvg Feuerbach beim Tabellenletzten TSV Rohr. Wobei Rocco Cesarano, Trainer der Feuerbacher, dem weitgehend chancenlosen Gegner einen beherzten Auftritt attestiert. Zwar verballerten Cesaranos Schützlinge eine Reihe guter und bester Tormöglichkeiten. Doch dafür zeigten sie ihre Stärke bei Standardsituationen. So fielen die beiden Tore des zum Saisonende scheidenden Verteidigers Alexander Föll ebenso nach Eckstößen wie die Treffer von Vaidas Rocys und Michael Müller. Und zweimal klappte es auch aus dem laufenden Spiel heraus: Beim 3:1 durch Emre Balci und beim 6:2 durch Harun Sever. Beinahe hätte auch Tom Gehring getroffen. Doch der 18-jährige Nachwuchsspieler verfehlte bei seinem Premieren-Einsatz in der ersten Mannschaft das Ziel knapp. 

Tore: 0:1 Alexander Föll (3.), 1:1 Jean Jacques Ebongue (31.), 1:2 Vaidas Rocys (42.), 1:3 Emre Balci (43.), 1:4 Alexander Föll (56.), 1:5 Michael Müller (65.), 2:5 Roland Nana Aygeman (k.A.), 2:6 Harun Sever (78.)

OFK Beograd Stuttgart - SV Vaihingen 2:3


Beim OFK Beograd Stuttgart hat gleich die ganze Mannschaft ein Ziel verfehlt – das Ziel, die Durststrecke der Erfolglosigkeit zu beenden. Wobei zunächst einiges darauf hingedeutet hatte, dass das Team von Trainer Aleksander Babic im Spiel gegen den SV Vaihingen just dieses gelingen würde. Nach frühem Rückstand hatten die Platzherren das Spiel an sich gerissen und den 0:1-Rückstand bis zur Pause durch den Doppelschlag von Ramon Sina in eine 2:1-Führung verwandelt. „Danach haben wir leider verpasst, das dritte Tor nachzulegen“, haderte Babic mit seinem Team. Und er haderte mit dem Schiedsrichter: „Zweimal Handspiel von Vaihingen, da pfeift keiner. Einmal Handspiel von uns, schon gibt es Elfmeter.“ Besagter Strafstoß führte in der 81. Minute zum 2:2-Ausgleich. Und nur drei Minuten später ereignete sich die nächste strittige Szene, als der Vaihinger Janos Römgens den Ball Richtung OFK-Tor köpfte. Sowohl Beograd Torwart Dusan Martic als auch Verteidiger Deni Konsek reklamierten heftig, dass der Ball nicht über der Linie gewesen sei. Der Unparteiische sah das anders und gab den Treffer, der sich als spielentscheidend herausstellen sollte. Die Beograder Beschwerden beendete das nicht. In der Nachspielzeit sah Konsek wegen Meckerns Gelb-Rot.

Tore: 1:0 Ramin Sina (22.), 1:1 Tom Wolf (26.), 2:1 Ramin Sina (34.), 2:2 Manuel Rath (81. Foulelfmeter), 2:3 Janos Römgens (84.)

TSV Bernhausen - MTV Stuttgart 3:4


Dieser eine Satz sagt alles, was es aus Sicht des MTV Stuttgart über die Begegnung mit dem TSV Bernhausen zu sagen gibt: „Es war kein schönes Spiel. Aber es hat sich gut angefühlt“, kommentiert MTV-Coach Francesco Mazzella di Bosco den 4:3-Erfolg, mit dem sein Team die mehrmonatige Zeit der Sieglosigkeit beendet hat. Zwar gerieten die Gäste früh in Rückstand, doch nach etwa 20 Minuten hatten sie sich in die Partie gearbeitet. Und sie schlugen zurück: Alleingang Emre Türköz – 1:1. Alleingang Fadi Odesh von der Mittellinie nebst Schuss aus 20 Metern – 2:1. Zwar brauchte der MTV nach der Pause erneut Anlaufzeit. Aber das 2:2 der Bernhausener hatte genau vier Minuten Bestand, ehe Björn Lorer nach Foul an Nico Springer per Strafstoß zum 3:2 traf. Weitere drei Minuten später hatte der TSV erneut egalisiert, was ihm aber am Ende nichts nützte. Nach Vorarbeit von Springer erzielte Felix Thyen in der Schlussphase den Treffer zum 4:3. 

Tore: 1:0 Dominik Lenhardt (4.), 1:1 Emre Türköz (k.A.), 1:2 Fadi Odesh (k.A.), 2:2 Alper Varay (56.), 2:3 Björn Lorer (k.A.), 3:3 Vinko Cosic (63.), 3:4 Felix Thyen (k.A.)



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