14 Partien an elf Wochenenden?
Mittwoch 06.01.21 08:00 Uhr|Autor: Zevener Zeitung / Oliver Moje1.093
Foto: Oliver Moje

14 Partien an elf Wochenenden?

Fußball-Oberligisten diskutieren mögliche Varianten zur Saisonfortsetzung – Spielausschuss entscheidet frühestens Mitte Januar

Heeslingen. Eigentlich müssten Heeslingens Oberliga-Fußballer in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, um sich auf das erste Punktspiel am 29. Januar vorzubereiten. Eigentlich – denn der Corona-Lockdown lässt nach wie vor keinen Trainings- oder Spielbetrieb zu. Daran wird sich auch im Februar kaum etwas ändern. Die Frage ist nun, wie geht es weiter? Heeslingens Teammanager Carsten Schult befürchtet, dass an Punktspiele vermutlich erst wieder ab April zu denken sein wird. Dann blieben den Vereinen nur elf Wochenenden, um die Saison bis zur „Deadline“ Anfang Juni zu beenden.




Staffelleiter Burkhard Walden hatte den Vereinen vorgeschlagen, die Aufstiegsrunde von zehn auf sechs Teams zu verkleinern und zwei Abstiegsgruppen mit je sieben Mannschaften zu bilden. Dann würde vor allem die Aufstiegsfrage zügig entschieden. Dieses Vorgehen lehnte die Mehrheit der Clubs in einer Videokonferenz allerdings ab.

Auch der Heeslinger SC, der bei allen möglichen Varianten wohl den Sprung in die Aufstiegsrunde sicher hätte, hatte sich gegen eine Verkleinerung der Aufstiegsrunde ausgesprochen. „Das wäre für die Teams vom BSV Kickers Emden, VfL Oldenburg, TB Uphusen, MTV Gifhorn und SVG Göttingen sportlich nicht fair“, hatte HSC-Teammanager Carsten Schult in der Stellungnahme des Vereins betont und eine einfache Meisterrunde mit zehn Mannschaften ohne Rückspiele vorgeschlagen. „Dann hätte jede Mannschaft noch neun Spiele plus ein oder zwei Nachholspiele. Das sollte machbar sein“, so Schult.

Dieser Vorschlag fand sich zwar am Ende in den vier vorgestellten Varianten nicht wieder, ist aber angesichts des immer enger werdenden Zeitfensters damit keineswegs endgültig vom Tisch – auch wenn sich rund zwei Drittel der Vereine für die Variante 2 aussprachen, die mit Ausnahme des Entfalls der Vorrunden-Rückserie der ursprünglichen Ausschreibung entspricht.

Nur wenige Vereine – darunter der abstiegsbedrohte Rotenburger SV – zogen stattdessen die Idee des Verbandsspielausschusses (Variante 1) vor. Doch insbesondere die Teams, die noch Platz vier oder fünf erreichen können und nun plötzlich in die Abstiegsrunde rutschen würden, lehnten dies rundherum ab.

„Das war keine Überraschung, das hatte sich nach den Rückmeldungen abgezeichnet“, wird Thorsten Tunkel, Fußball-Boss der SVG Göttingen und als Sprecher der Oberliga-Vereine Mitglied im Verbandsspielausschuss, in der Rotenburger Kreiszeitung zitiert. Die Vereine hätten sich in der Konferenz alle sehr solidarisch gezeigt. „Es geht ihnen in erster Linie darum, dass weitergespielt wird und es eine vernünftige Lösung gibt“, so Tunkel.

Als diese sehen die Clubs das weitgehende Festhalten an der ursprünglichen Ausschreibung an, allerdings unter Verzicht auf die Rückrundenspiele der Vorrunde. Dabei werden die bislang ausgefallenen Hinserienpartien noch nachgeholt und dann in die Auf- und Abstiegsrunde gestartet. Die Ergebnisse der Spiele gegen die vier Teams aus der eigenen Qualifikationsstaffel werden mitgenommen, gegen diese werden nur noch die Rückspiele bestritten. Damit müsste jedes Team allerdings noch 14 Partien plus gegebenenfalls ein bis zwei Nachholspiele bestreiten.

„Das könnte natürlich sehr eng werden, wenn man davon ausgeht, dass wir vermutlich frühestens im März wieder das Training aufnehmen können“, so Schult. „Sollte der Lockdown über den Februar hinaus verlängert werden, wäre diese Lösung so gut wie tot“, befürchtet der HSC-
Teammanager. Ähnlich sieht das auch Thorsten Tunkel: „Es steht und fällt alles damit, wann wir wieder trainieren können. Können wir ab Februar wieder trainieren und am ersten März-Wochenende spielen? Dann hätte man die Möglichkeit, 14 Spieltage zu spielen.“

Der Sprecher der Vereine hatte sich mit dem Spielausschuss darauf verständigt, dass dieser vor Mitte Januar keine Entscheidung fällt. Dieser ist dabei nicht verpflichtet, sich nach den Wünschen der Clubs zu richten. „Ich hoffe aber, dass wir Gehör finden“, sagt Tunkel, der schätzt: „Wir müssen alle ein bisschen Abstriche machen.“

„Es ist alles spekulativ. Es sind Gedankenspiele, die völlig abhängig vom konkreten Anfangsdatum sind. Erst dann kannst du sagen, welche Variante praktikabel ist“, sagte Torsten Krieg-Hasch, Sportlicher Leiter des Rotenburger SV, der Rotenburger Kreiszeitung. „Vor März wird das sowieso nichts.“

Ähnlich sieht es Christian Ahlers-Ceglarek, Trainer des Tabellensechsten TB Uphusen: „Im Moment ist das für mich alles noch sehr weit weg. Letztlich haben wir es ja auch nicht in der Hand, da keiner weiß, wann es wieder losgehen soll. Erst wenn das geklärt ist, kann man über mögliche Varianten sprechen.“

Für Heeslingens Carsten Schult ist ohnehin etwas anderes viel wichtiger: „Egal, wie es ausgeht. Es geht vor allem darum, dass wir irgendwann wieder Fußball spielen können.“

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Tabelle
1. Spelle-Ve. 813 19
2. BW Lohne (Auf) 816 18
3. Heeslingen 712 17
4. Kick. Emden 82 13
5. VfL Oldenb. 7-1 11
6. TB Uphusen 8-6 10
7. Rotenburg (Auf) 8-5 6
8. Hagen/Uthl. 8-16 5
9. Bersenbrück 8-5 4
10. Eint. Celle 8-10 4
ausführliche Tabelle anzeigen

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