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Ligabericht

Alt Ruppins Offensivwirbel zündet spät gegen Lindow

MIT GALERIE: Das Derby in der Landesklasse West geht an die Eintracht.

von MOZ.de / Gunnar Reblin · 11.03.2019, 08:40 Uhr · 0 Leser
Zunge raus, Siegerfäuste geballt: Alt Ruppins Phillip Wolff, der einmal traf. © Foto: Gunnar Reblin
Zunge raus, Siegerfäuste geballt: Alt Ruppins Phillip Wolff, der einmal traf. © Foto: Gunnar Reblin
Mit einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause haben die Alt Ruppiner die Spielkontrolle im Derby an sich gerissen und einen "hochverdienten Sieg" herausgeschossen, wie aus beiden Team-Lagern nach Spielende zu vernehmen war. Die Hausherren garnierten den Heim-Erfolg mit absoluten Traumtoren. Thomas Nowitzki zeigte sein feines Füßchen per Lupfer. Andy Horn hämmerte die Kugel per Volleyabnahme ins Netz.

Im ersten Durchgang war jedoch Lindow die bessere Mannschaft. "Wir haben richtig gut gespielt", befand Tom Pahl. Der Youngster trieb das Spiel der Grün-Weißen über den rechten Flügel mächtig an. Co-Trainer Manfred Andriof ärgerte sich: "Wir müssen eigentlich ein Tor machen. Die Führung lag in der Luft." Korrekt. Doch in der achten Minuten parierte Denny Fischer glänzend gegen Nando Mach. Und kurz vor der Pause bekam Mach die Kugel nach einer butterweichen Pahl-Flanke nicht unter Kontrolle. Die Chance verpuffte. "Eine Führung hätte uns sicherlich beflügelt", so Pahl.

Die Alt Ruppiner hingegen lieferten eine "katastrophale erste Halbzeit ab", wie Sechser Lucas Pritzkow einstufte. Kaum Bewegung. Kaum Zug zum Tor. Kaum Struktur. Lediglich eine gute Chance besaß die Heimelf, doch mit einer starken Fußabwehr entschärfte Lindows Schlussmann Paul Nettelbeck den Schuss von Thomas Nowitzki (20.). "Es war klar, dass das Spiel ein Abnutzungskampf werden würde. Aber wir waren im ersten Durchgang richtig schlecht", resümierte Eintracht-Trainer Daniel Kraatz. Erst mit der Einwechslung (52.) von Ramon Schulz nahm der Hausherr die Zügel in die Hand. Kurz darauf traf Rechtsverteidiger Phillip Wolff aus der Entfernung. "Ich habe die freie Ecke gesehen, und einfach mal draufgehalten. Es war auch etwas Glück dabei", setzte der Torschütze rückblickend auf die Szene, die zum 1:0 (54.) führte, ein Lächeln auf. Wenig später traf Thomas Nowitzki zum 2:0 (61.). Er war per Zauberpass von Pritzkow auf die Reise geschickt worden.

Während die Alt Ruppiner "richtig Fahrt aufnahmen und viel Druck aufbauten" (Kraatz), brachen die Lindower richtiggehend ein, sagte Tom Pahl. Manfred Andriof nickte zustimmend, und ergänzte: "Wir haben den Ball nur noch in die Füße des Gegners gespielt und hatte keine Offensivaktionen mehr."

Alt Ruppin spielte im Gefühl des sicheren Sieges befreit auf: Es folgte ein Zaubertor von Thomas Nowitzki, der aus 18 Metern gefühlvoll die Kugel über den zu weit aus seinem Tor gerückten Nettelbeck ins Netz lupfte (73.). Noch spektakulärer und sicher ein Treffer der Marke "Tor des Monats" war der Geniestreich von Andy Horn. Alt Ruppins Kapitän schoss das Leder auf dem linken Flügel per Volleyabnahme auf den Lindower Kasten. Der Ball schlug im langen Eck ein. "Den habe ich einfach optimal getroffen. Ein geiles Ding", strahlte der Kunstschütze.

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