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Sonntag 14.05.17 22:22 Uhr|Autor: Augsburger Allgemeine / ft2.288
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Gedrückte Stimmung: Grün-Weiß Ichenhausen (hier Denis Mehic) wird sich wohl aus der Kreisliga verabschieden. F.: Ernst Mayer

Drama in der 100. Minute

Reisensburgs später Ausgleich kostet Grün-Weiß Ichenhausen wohl den Klassenerhalt +++ Wiesenbach muss in die Kreisklasse +++ Holzheim landet Derbysieg beim SC Altenmünster.
Mit ganzen 39 Treffern aus sieben Partien ging es es äußerst torreich am vorletzten Spieltag der Kreisliga West zu. Beim 4:6 des TSV Burgau gegen den SV Aislingen kassierten die bis vor kurzem noch um den Aufsteig mitspielenden Mannen von Trainer Nöbauer die zweite schallende Ohrfeige binnen vier Tagen. Noch schlimmer erwischte es zwar die TSG Thannhausen mit der 1:6-Niederlage beim Meister TSV Offingen, dennoch ist ihnen aufgrund der Ergebnisse auf den anderen Plätzen der Klassenerhalt sicher. Schockstarre herrscht derweil bei Grün-Weiß Ichenhausen. Nach der Derbyniederlage am Freitag gegen den Stadtrivalen Türk Spor kassierte das Team in der Nachspielzeit noch den 2:2-Ausgleich gegen Reisenburg und steht kurz vor dem Abstieg. Sicher in die Kreisklasse muss die SpVgg Wiesenbach nach der 2:4-Niederlage bei der U23 des FC Gundelfingen.

FC Grün-Weiß Ichenhausen - SG Reisensburg-Leinheim 2:2
Zehn Minuten Nachspielzeit, ein Tor in der 100. Spielminute, welches Grün-Weiß zum dritten Absteiger der Saison werden ließ und turbulente Szenen nach dem Abpfiff - alles etwas seltsam, oder doch nicht? Das kommt wohl auf den Standpunkt des Betrachters an. Grün-Weiß fühlte sich verschaukelt und um drei Punkte gebracht, wobei zehn Minuten Extrazeit wohl nicht unbedingt mit zwei verletzungsbedingten Pausen zu rechtfertigen sind. Und dass dem Ausgleichsteffer in eben jener zehnten Nachspielminute auch noch ein, laut Meinung von Grün-Weiß, klares Foulspiel vorausging brachte den Topf endgültig zum überkochen. Von Reisensburger Seite wurde dagegen angeführt, dass die Ichenhauser selbst in der Nachspielzeit mehr auf Zeitschinden denn auf Fußballspielen aus gewesen wären und dass von einem geordneten Ordnungsdienst keine Rede gewesen sein könne. Aussagen, die wohl nur von Augenzeugen belegt oder widerlegt werden können.
Das Ergebnis war zwar entscheidend für die Abstiegsfrage, trat aber dabei fast in den Hintergrund. Denis Mehic (15./ 35.) brachte Grün-Weiß zweimal in Führung. Patrick Hartmann (65.) schaffte den Anschluss. Doch dann kam Michael Hindelang.und die 100. Minute.
Schiedsrichter: Norbert Süss (TSV Ellgau) - Zuschauer: 110
Tore: 1:0 Denis Mehic (15.), 1:1 Patrick Hartmann (30.), 2:1 Denis Mehic (78.), 2:2 Michael Hindelang (100.)

Gelb-Rot: Denis Mehic (99./FC Grün-Weiß Ichenhausen), Patrick Strauch (101./FC Grün-Weiß Ichenhausen)
Rote Karte: Patrick Strauch (103./FC Grün-Weiß Ichenhausen)  

  

FC Gundelfingen II - SpVgg Wiesenbach 4:2
Die mit fünf A-Junioren, die tags zuvor BOL-Meister wurden, angetretenen Gärtnerstädter gingen die Partie konsequent an, um den scheidenden Spielern noch einen schönen Abschluss im Schwabenstadion zu ermöglichen. Bereits nach sieben Minuten schob Stephan Zeller überlegt zur Führung ein. Nach einer Großchance von Moritz Werner fiel im Gegenzug der Ausgleich: Pierre Lohr scheiterte noch an FCG-Keeper Fabian Karg, im Nachsetzen war jedoch Thomas Gornig erfolgreich. Eine Doppelchance durch Warrley De Lima Santos und Rembold vereitelte Gäste-Zerberus Gerhard Heininger (38.), ehe Rembold mit einem überlegten Schlenzer die erneute Heim-Führung erzielte – 2:1. Auch in Halbzeit zwei blieben die Hausherren bestimmend und Rembold erhöhte auf 3:1 (55.). Robert Konrad verkürzte drei Minuten vor dem Ende (3:2), doch erneut Rembold stellte mit seinem dritten Treffer den alten Abstand wieder her und besiegelte den Wiesenbacher Abstieg.
Schiedsrichter: Tobias Heuberger (Möttingen) - Zuschauer: 50

Tore: 1:0 Stephan Zeller (7.), 1:1 Thomas Gornig (29.), 2:1 Bernhard Rembold (41.), 3:1 Bernhard Rembold (55.), 3:2 Robert Konrad (89.), 4:2 Bernhard Rembold (90.)

GALERIE FC Gundelfingen II - SpVgg Wiesenbach


 

FC Günzburg - SpVgg Ellzee 2:6
Das ein Spieler vier Tore in einem Match erzielt ist ungewöhnlich - so jedoch passiert im Günzburger Auwaldstadion. Dominik Seitz von den Gästen war derjenigem dem dieses Kunststück gelang und die Kreisstädter praktisch im Alleingang besiegte. Dabei gelang ihm mit Toren in der 60. per Foulelfmeter, 62. und 75. Spielminute ein lupenreiner Hattrick. Davor hatte er nach der frühen Führung durch Alexander Kling (11.) mit einem Treffer zum 2:0 Zwischenstand nach 28 Minuten bereits einmal getroffen. Dazwischen hatte Sergen Kum (33.) kurzzeitig für Hoffnung bei Günzburg gesorgt. Doch noch vor dem Wechsel war Max Lauer zur Stelle und traf zum 3:1 (45.). Direkt nach dem Wiederanpfiff verkürzte Max Lamatsch nochmal auf 2:3. Doch dann begann die Viertelstunde von Benedikt Seitz.
Schiedsrichter: Felix Wagner (JFG Aschberg) - Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Alexander Kling (11.), 0:2 Dominik Seitz (28.), 1:2 Sergen Kum (33.), 1:3 Maximilian Lauer (45.), 2:3 Maximilian Lamatsch (46.), 2:4 Dominik Seitz (60./Foulelfmeter), 2:5 Dominik Seitz (62.), 2:6 Dominik Seitz (75.)



Michael Wieser (orange) vom SV Mindelzell im Laufduell mit Jettingens Stephan Brendle. Die Gastgeber hatten zahlreiche Chancen, die Gäste trafen dennoch öfter. Foto: Ernst Mayer

SV Mindelzell - VfR Jettingen 1:2
Ein Spiel auf ein Tor, einen im wahresten Sinne des Wortes fast neunzigminütigen Sturmlauf des SV Mindelzell, sahen die Zuschauer beim Match gegen den VfR Jettingen. Am Ende scheiterten die Zeller an sich selbst. Doch das focht keinen an, denn selbst mit dieser Niederlage bleiben die Mindelzeller auch nächste Saison Kreisligist. Gleiches gilt im übrigen nun auch hundertprozentig für den VfR Jettingen.
Mindelzell begann stürmisch und drängte die Gäste von Anfang an in die Defensive. Diese kamen dann auch gleich mächtig ins schwimmen und nach einer Viertelstunde erzielte Anton Zimbalev die 1:0 Führung für die orange-schwarzen. Danach spiele auch nur eine Mannschaft - der SV Mindelzell. Zunächst scheiterte Phillipp Miller mit einem Schuss am Gästekeeper. Den abgewehrten Ball verschoss dann Mesut Yildiz freistehend vor dem leeren Tor. Noch vor der Halbzeit überlief Michael Wieser zweimal die komplette VfR-Abwehr und stand plötzlich allein vor Torwart Johannes Heinzmann. Doch zweimal blieb der gut aufgelegte Torsteher des VfR Jettingen Sieger in diesem Auge-in-Auge-Duell. Und auch als Wieser kurz vor der Pause den Ball querlegte und Mesut Yildiz nur noch einzuschieben hätte brauchen strich der Ball am Tor vorbei.
Ein ähnliches Bild bot sich in den zweiten 45 Minuten. Mindelzell stürmte munter drauflos, der VfR versuchte sich so gut als möglich aus der Affäre zu ziehen. Dabei bewiesen sie allerdings beinahe professionelle Kaltschnäuzigkeit. Denn die einzigen beiden groben Schnitzer der SVM-Defensive nutzen Benedikt Riederle (69.) und Jonas Schmid (72.) zur Entscheidung zu Gunsten des VfR Jettingen. Schiedsrichter: Elias Tiedeken (TSV Neusäß) - Zuschauer: 150
Tore: 1:0 Anton Zimbalev (15.), 1:1 Benedikt Riederle (69.), 1:2 Jonas Schmidt (72.)

 

TSV Offingen - TSG Thannhausen 6:1
Nichts zu holen gab es für die TSG Thannhausen bei Meister Offingen. Schon vor dem Wechsel war der TSV die dominierende Mannschaft. Konnte seine Chancen jedoch nicht nutzen. Die TSG versuchte mitzuspielen, war aber über die gesamt Spielzeit in der Summe zu harmlos. Nach der Pause platzte dann bei den TSV-Angreifern der Knoten. Innerhalb von zwanzig Minuten machten die Offinger alles klar. Andi Bayr eröffnete nach 50 Minuten den Torreigen und Spielertrainer Christoph Bronnhuber legte mit zwei verwandelten Foulelfmetern ((52./ 68.) nach. Ein Doppelschlag von Max Braun (72.) und neuerlich Bronnhuber (73.) ließen für die TSG ein Desaster befürchten. Doch lediglich Michael Bugayski (88.) legte nochmal nach. Zwischenzeitlich erzielte Arlind Berisha (79.) den Ehrentreffer für die TSG. Damit müssen die Thannhausen weiter um den Klassenerhalt bangen, denn es fehlt noch ein Punkt zur Rettung.
Schiedsrichter: Gerhard Dietenhauser (Donaumünster) - Zuschauer: 90

Tore: 1:0 Andreas Bayr (50.), 2:0 Christoph Bronnhuber (52./Foulelfmeter), 3:0 Christoph Bronnhuber (68./Foulelfmeter), 4:0 Maximilian Braun (72.), 5:0 Christoph Bronnhuber (73.), 5:1 Arlind Berisha (79.), 6:1 Michael Bugajski (88.)


SC Altenmünster - SV Holzheim/DLG 0:1
Nichts wurde es beim SC Altenmünster mit einer siegreichen Vorstellung im Heim-Abschiedsspiel für den langjährigen Kapitän Florian Seizmeier und dem scheidenden Trainer-Duo Fabian Herdin/Thomas Lauter. Das Lokalderby entschieden die Holzheimer für sich.
Thomas Lauter, der kurzfristig wegen einer Darmgrippe als Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld ausfiel, bekam die Niederlage seiner Elf erst gar nicht mit. Er musste zu Hause das Bett hüten. An Lauters Ausfall allein kann die mäßige Leistung der Hausherren nicht erklärt werden. Die Spieler, die auf dem Platz standen, brachten nicht das nötige Tempo ins Spiel, das sie in den vergangenen Wochen auf den Rasen gelegt hatten. „Irgendwie waren wir heute wie gelähmt“, stellte Sportlicher Leiter Oliver Osterhoff fest. Dabei war der Gegner keine Übermacht, jedoch standen die Holzheimer vor allem in der Abwehr sehr solide. Gästecoach Peter Reschnauer war es letztlich egal, wie sein Team zu dem wichtigen Dreier kam.
Er konnte sich zumindest über das Tor des Tages durch Simon Buchholz in der 27. Minute freuen. Einen in die Mitte abgewehrten Kopfball nahm Buchholz an der Strafraumgrenze direkt und knallte ihn unhaltbar in den Kasten von SCA-Keeper Florian Gebauer. Dieser verhinderte in den Schlussminuten bei zwei Kontern durch zwei tolle Paraden eine höhere Niederlage, Altenmünster ließ zweimal durch Patrick Pecher gute Chancen liegen. Kurz vor dem 0:1 zog er in aussichtsreicher Position knapp über den Kasten, in der 57. Minute lenkte SVH-Torwart Florian Hofmeister einen Kopfball mit den Fingern noch an die Latte.
Schiedsrichter: Stefan Sommer (TSV Neusäß) - Zuschauer: 150

Tor: 0:1 Simon Buchholz (28.)


TSV Burgau - SV Aislingen 4:6
Tag der offenen Tür in Burgau. Die Markgräfler und die Aislinger lieferten sich von der ersten bis zur letzten Minute einen offenen Schlagabtausch. Mit dem schlechteren Ende für den TSV Burgau. Dabei lief es zunächst wie am Schnürchen für die durchaus um Wiedergutmachung für die 1:7-Pleite unter der Woche gegen den FC Günzburg, bemühten Hausherren. Mit einem Doppelschlag von Patrik Merkle (14./ 23.) lagen die Burgauer schnell in Front. Doch genauso schnell drehte Aislingen den Spieß wieder um. Stephan Siegner (25.) und Marcel Bronnhuber (38.) egalisierte die Führung noch vor der Pause. Nach dem Wechsel ging das muntere Torschießen weiter. Zunächst legte wiederum Burgau vor. Patrik Merkle (52.) und Marc Sirch (55.) stellten den alten Abstand wieder her. Doch binnen vier Minuten traf Aislingen durch Matthias Böck (68.) und zweimal Andreas Esenbart (71./ 72.) dreimal und lag plötzlich in Front. Stefan Uhl (84.) sorgte mit dem 6:4 für den Endstand.
Schiedsrichter: Siegfried Strobl (Weilach) - Zuschauer: 80
Tore: 1:0 Patrik Merkle (14.), 2:0 Patrik Merkle (23.), 2:1 Stephan Siegner (25.), 2:2 Marcel Bronnhuber (38.), 3:2 Patrik Merkle (52.), 4:2 Marc Sirch (55.), 4:3 Matthias Böck (68.), 4:4 Andreas Eisenbart (71.), 4:5 Andreas Eisenbart (72.), 4:6 Stefan Uhl (82.)

 
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