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Sonntag 10.09.17 21:26 Uhr|Autor: Augsburger Allgemeine / tf609
Eine heiß umkämpfte Partie lieferten sich im Verfolgerduell die SpVgg Westheim und der TSV Dinkelscherben. Dass es torlos blieb, lag auch an solchen Abwehraktionen, die hier Maximilian Micheler (am Boden) gegen Benjamin Walter zeigt. F.: Andreas Lode

Ein Unentschieden jagt das nächste

Acht Teams teilen sich die Punkte +++ Schwabmünchen macht einen Tabellensprung +++ Schwabegg verliert nicht nur das Spiel
1:1, 2:2, 0:0 - es waren viele verschiedene Resultate, die alle das gleiche bedeuten. Insgesamt trennten sich acht Mannschaften an diesem Wochenende der Kreisliga Augsburg mit einem Unentschieden. Spektakulär war dabei vor allem das Spiel in Zusmarshausen, die nach einem Tor der DJK Lechhausen in der 89. Minute eigentlich schon als Verlierer feststanden. Nicht ganz so spannend war es in Schwabmünchen, wo die Bayernliga-Reserve den nächsten Sieg einfahren konnte. Mit einem schmerzhaften Auge musste man nach Schwabegg blicken. Das liegt nicht nur an der nächsten Niederlage, sondern vor allem an den schweren Verletzungen von Peter Ziegler und Andreas Klutzny, die beide vom Krankenwagen hinaustransportiert wurden.

SpVgg Westheim - TSV Dinkelscherben 0:0
Es war zwar kein hochklassiger, aber ein ereignisreicher Schlagabtausch, der letztendlich mit einer leistungsgerechten Punkteteilung endete: Obwohl der TSV Dinkelscherben über eine Stunde in Unterzahl agieren musste, erkämpfte sich das Team vom Kaiserberg ein torloses Unentschieden bei der SpVgg Westheim.
Schon vor Beginn der Saison zählten beide Mannschaften, die zuletzt zwei Siege in Serie einfahren konnten, zu den Aufstiegsanwärtern in der Fußball-Kreisliga Augsburg. Westheim schloss bereits die vergangene Spielzeit mit einem starken vierten Rang ab, der Kader wurde mit Spielern wie Marcel Burda (kam vom TSV Neusäß) und Patrick Fendt (kam aus Foret) zudem hochklassig verstärkt. Einen Neuanfang nach dem bitteren Abstieg gab es hingegen in Dinkelscherben (mit einem neuen Trainerduo, bestehend aus Manuel Degendorfer und Michael Braxmeier), spätestens nach der überraschenden Rückkehr von Torjäger Daniel Wiener ist aber auch mit den Lila-Weißen zu rechnen.
Wiener musste aus Urlaubsgründen zunächst von der Bank aus zusehen, wie die Hausherren vom Kobelweg schon nach wenigen Sekunden eine Großchance versiebten. Burda steuerte nach einem schlimmen Fehlpass alleine auf Keeper Dittmann zu, zögerte jedoch zu lange und brachte so keinen vernüftigen Abschluss zusammen (1.). Anschließend kamen die Gäste aus Dinkelscherben besser ins Spiel, ehe in der 22. Minute Schiedsrichter Jan Tietje (TSV Königsbrunn) in den Mittelpunkt rückte. Einen Westheimer Konter stoppte Simon Motzet mit einem harten Einsteigen gegen Burda, völlig zurecht zückte der Unparteiische Gelb. Nach einem harmlosen Disput mit Westheims Kapitän Benjamin Walter musste der TSV-Innenverteidiger aber in der gleichen Aktion mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen - zur Verwunderung aller auf dem Feld.
Die Partie wurde nun hitziger, allerdings ließen die Lila-Weißen auch in Unterzahl nur wenig griffige Chancen zu. Im Kasten der Gäste stand mittlerweile Oldie Jürgen Lehnert, der für den am Oberschenkel angeschlagenen Stammtorwart Niklas Dittmann eingewechselt wurde (23.). Der 50-Jährige pflückte die harmlosen Flanken des Gastgebers aber sicher aus der Luft, ebenso war er bei zwei Burda-Freistößen auf dem Posten.
Gefährlicher wurde es auf der anderen Seite: Dinkelscherben wechselte zur Pause mutig und brachte mit Daniel Wiener wie erwartet eine neue Offensivkraft, der im Zusammenspiel mit seinen Teamkollegen gleich ein paar Akzente setzen konnte. Erst segelte Abwehrmann Ronny Alex an einem Freistoß von Stefan Hörtensteiner knapp vorbei (60.), dann zielte der ebenfalls eingewechselte Julian Kraus links am Tor vorbei (75.). Die größte Gelegenheit auf den Lucky Punch hatte Wiener in der Nachspielzeit selbst, als er die Kugel nach einem feinen Tunnel-Zuspiel von Christoph Girr vorbeischob (90.). So blieb es beim 0:0.
Schiedsrichter: Jan Tietje (TSV Königsb.) - Zuschauer: 152

Gelb-Rot: Simon Motzet (22./TSV Dinkelscherben)
  

  

TSV Göggingen - SV Türkgücü Königsbrunn 2:4
Eine unterhaltsame und torreiche Kreisliga-Partie sahen die Zuschauer im Karl-Mögele-Stadion. Schon nach sechs Minuten wurde Kerem Cakin von Burak Tok freigespielt und konnte zur frühen Führung für Türkgücü einschießen. Die Elf von Spielertrainer Ajet Abazi, der von Anfang an im Spiel war, dominierte in der Anfangsphase und verpasste das 2:0, als Göggingens Torwart Florian Pfeiffer einen scharfen Schuss von Burak Tok nur abklatschen konnte und der anschließende Flugkopfball von Kerem Cakin das Tor nur knapp verfehlte. Wie aus heiterem Himmel fiel dann der Ausglich durch einen herrlichen Volleyschuss von Patrick Augustin. Nun wurden die Gögginger stärker und der gleiche Stürmer brachte sie sogar in Führung. Doch kurz vor der Pause glich wiederum Kerem Cakin per Kopfball auf Flanke von Solomon Olaitan aus. In der zweiten Halbzeit stand das Spiel lange auf des Messers Schneide, doch zwei Freistöße, die wiederum Kerem Cakin erfolgreichvollendete brachten die Entscheidung. „Die Grundlage unseres Sieges war die Disziplin und Laufbereitschaft meiner Mannschaft in den letzten 15 Minuten“, zog Spielertrainer Ajet Abazi zufrieden Bilanz.
Schiedsrichter: Erkan Oflaz (TGB Günzburg) - Zuschauer: 80

Tore: 0:1 Kerem Cakin (6.), 1:1 Patrick Augustin (24.), 2:1 Patrick Augustin (40.), 2:2 Kerem Cakin (43.), 2:3 Kerem Cakin (71.), 2:4 Kerem Cakin (90.)



Kritisch beäugten die beiden Trainer Klaus Köbler (rechts) und Daniel Koller die Partie ihrer Schwabmünchner. Am Ende konnten sie ein positives Fazit ziehen und sich über einen großen Sprung in der Tabelle nach oben freuen. F.: Radloff


TSV Schwabmünchen II - SV Hammerschmiede 3:1
Schon nach acht Minuten vollendete Maximilian Köhler einen blitzsauberen Konter auf Vorlage von Gero Wurm zum Führungstreffer. Danach scheiterten Gero Wurm und Michael Keppeler alleine vor dem Gästekeeper Michael Hornberger, der jeweils mit Fußabwehr retten konnte. Die Gäste aus der Hammerschmiede waren eigentlich nur durch Kopfbälle nach Ecken gefährlich, während die schnellen Schwabmünchner Angreifer ihre Abwehr mehrmals vor große Probleme stellte. Auch als Gero Wurm nach 39 Minuten verletzt ausgewechselt werden musste, ließ der Angriffsschwung nicht nach. Mit zwei Einwechslungen leitete Trainer Klaus Köbler in der zweiten Halbzeit die Entscheidung ein. Zunächst erhöhte Christoph Käsberger auf Vorlage von Maximilian Schweighart auf 2:0 und nach dem Anschlusstreffer von Florian Sedlak war es Christian Kröner, der nach einem Querpass zum 3:1-Endstand vollstreckte. Trainer Köbler war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. „Wenn wir das 2:0 schon in der ersten Halbzeit gemacht hätten, bräuchten wir nicht so lange zu zittern. Der Sieg ist auf jeden Fall verdient“, meinte er nach dem Schlusspfiff.
Schiedsrichter: Abdullah Carman (Hollenbach) - Zuschauer: 40

Tore: 1:0 Max Köhler (8.), 2:0 Christoph Käsberger (69.), 2:1 Florian Sedlak (72.), 3:1 Christian Kröner (81.)

   

FSV Wehringen - TSV Diedorf 1:1
Weil beide Mannschaften ihren Fokus anfangs auf die Defensive setzten, waren Chancen in den ersten 15 Minuten Mangelware. Nachdem sich die Teams nun mit jeweils einer Chance an das gegnerische Tor angenähert hatten, war es ein stark ausgespielter Konter, der in der 26. Minute durch Daniel Gleich die Wehringer Führung brachte. Die Gastmannschaft wirkte jedoch keinesfalls geschockt. Nach ein paar Umstellungen in der Halbzeit agierten die Gäste um einiges offensiver. So war es der – aufgrund der Personalprobleme extra für dieses Spiel reaktivierte – Youngster Andre Köllmer, der sich nach starkem Zuspiel von Benedikt Wellkamp auf den Weg machte und zehn Minuten vor Schluss durch einen trockenen Schuss ins lange Eck den Punkt für seine Truppe besorgte, der wegen einer guten kämpferischen Leistung in Halbzeit zwei durchaus verdient war.
Schiedsrichter: Josef Simnacher (Konzenberg) - Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Daniel Gleich (26.), 1:1 Andre Köllmer (81.)

  

SV Schwabegg - SSV Anhausen 0:3
In einem sehr zerfahrenen Spiel ging der SSV aufgrund einer intensiven Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte als verdienter Sieger vom Platz. Die erste Halbzeit fwar von zwei schweren Verletzungen auf Seiten des SV Schwabegg überschattet. Zuerst verhakte sich Peter Ziegler bereits nach acht Minuten im Rasen und musste neben dem Platz ärztlich versorgt werden. Nach 28 Minuten blieb Andreas Klutzny mit den Stollen im Rasen hängen. Somit waren dann zwei Rettungsfahrzeuge und ein Notarztfahrzeug auf dem Platz. Beide Mannschaften wirkten geschockt und waren über den Pausenpfiff des Schiedsrichters froh. Anhausens Co-Trainer Christoph von Bötticher hatte dann ein glückliches Händchen mit den Einwechslungen. Kurz nach der Pause legte der zur eingewechselte Johannes Seipt mit einem schönen Doppelpass auf Michael Duda ab und dieser schloss zum 0:1 (47.) ab. Der ebenfalls eingewechselte Nils Schwemmer schickte in der 66. Minute mit einem schönen Pass den agilen Michael Duda und dieser ließ wiederum Schwabeggs Keeper keine Chance. Den Schlusspunkt setzte Niels Schwemmer mit einem Foulelfmeter zum verdienten 3:0-Auswärtserfolg (81.).
Schiedsrichter: Christian Andraschko (Ehekirchen) - Zuschauer: 150

Tore: 0:1 Michael Duda (47.), 0:2 Michael Duda (65.), 0:3 Nils Schwemmer (80. Foulelfmeter)

  

FC Königsbrunn - TSV Leitershofen 1:1
Die Partie war lange ausgeglichen und von Ungenauigkeiten im Angriffsspiel auf beiden Seiten geprägt. Die Gäste aus Leitershofen hatten sogar leichte Spielvorteile. Der für Manuel Salzmann eingewechselte Marcel Aue brachte den FCK nach schöner Vorarbeit von Denis Mehmedovic in Führung und verpasste zehn Minuten später die Chance zum 2:0. Ein Kopfball von Markus Bröll erbrachte aber den nicht unverdienten Ausgleich.
Schiedsrichter: Florian Ambrosch (FC Stätzling) - Zuschauer: 75

Tore: 1:0 Marcel Aue (56.), 1:1 Markus Bröll (75.)

   

TSV Zusmarshausen - DJK Lechhausen 2:2
In einem am Ende dramatischen Spiel entführte der Gast aus Lechhausen einen hart erkämpften Punkt von der Zusam. Von Beginn an drückte die Heimelf dem Spiel seinen Stempel auf, biss sich aber an Gästetorhüter Michael Linhardt die Zähne aus. Stattdessen traf Raphael Schwerthöffer zur überraschenden Führung ins diesmal von Michael Reissner, der den verletzten Felix Häberl vertrat, gehütete Gehäuse (15.). Die Grün-Weißen zeigten sich geschockt, Lechhausen besann sich fortan fast nur auf’s Verteidigen und agierte dabei auch einige Male außerhalb des Erlaubten. Acht gelbe Karten und zwei Platzverweise für die DJK zeugen von einer einseitig ruppig geführten Partie. Raphael Schwerthöffer scheiterte mit dem Pausenpfiff sogar noch am Pfosten. Das wäre des Guten aber dann wohl doch zu viel gewesen. Als Marco Steinle Manuel Rosam in der 56. Minute mit einer schönen Flanke bediente und dieser zum Ausgleich einschob, war der TSV drauf und dran, das Spiel zu drehen. Kurz darauf erhielt Raphael Schwerthöffer die Ampelkarte wegen Meckerns (60.). Zusmarshausen drückte, doch dem Spitzenreiter gelang es nicht, den überragenden Linhardt zu überwinden. Wie der Zerberus in der Schlussphase die Schüsse von Manuel Rosam (81.) oder Marco Steinle entschärfte (90.), das hatte schon ganz große Klasse. Nach einem Freistoß gelang Angelo Arabia (85.) dann sogar der nicht mehr für möglich gehaltene Führungstreffer. Bei Valentin Jaumanns Seitfallzieher war aber auch Linhardt machtlos (92.). Nach Spielende der äußerst hitzigen Partie sah DJK-Spieler Galis dann noch die rote Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung.
Schiedsrichter: Ralph Krämling (Bärenkeller) - Zuschauer: 110

Tore: 0:1 Raphael Schwerthöffer (16.), 1:1 Manuel Rosam (61.), 1:2 Angelo Arabia (89.), 2:2 Valentin Jaumann (98.)

Gelb-Rot: Raphael Schwerthöffer (64./DJK Lechhausen)

Rote Karte: Alexander Galis (93./DJK Lechhausen/Schiedsrichterbeleidigung)

 
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