
Fußball-Kreisoberligist SV Viktoria Klein-Zimmern ist der erste „Meister der Meister“. Auf dem Sportgelände des TSV Langstadt erprobte der Hessische Fußball-Verband im Kreis Dieburg erstmals das neue Format, bei dem die letztjährigen Meister der Kreisligen A, B, C und D im Modus „Jeder gegen jeden“ und bei einer Spielzeit von zweimal 20 Minuten gegeneinander antraten. Für 2016 ist bereits eine Wiederholung in größerem Stil geplant.
Die im HFV ersonnene Idee war für diese Sommerpause allen hessischen Fußball-Kreisen angeboten worden. Nur Dieburg allerdings nahm die Vorlage auf und organisierte die Veranstaltung. Federführend in der Organisation war hierbei Rieke Zulauf (Groß-Umstadt), Klassenleiterin der A-Liga Dieburg und Tochter von Kreis-Fußballwart Heinz Zulauf (Lengfeld). Sie übernahm auch zusammen mit Kai Bergsträßer (Groß-Umstadt) sowie Theo Greiner vom TSV Langstadt die Durchführung des Samstags.
Der hielt sportlich unterdessen nur kleinere Überraschungen bereit.
So unterlag D-Liga-Meister Hassia Dieburg II dem letztjährigen B-Liga-Meister TS Ober-Roden II erst durch einen Treffer in der Schlussminute mit 0:1. Problemlos gewannen Ober-Roden (5:0) und Dieburg (3:1) jeweils gegen C-Liga-Meister FSV Spachbrücken II. Kreisoberliga-Aufsteiger und Turnierfavorit Klein-Zimmern gab sich gegen Spachbrücken (3:0) und Dieburg (4:0) jeweils keine Blöße. Das letzte Turnierspiel geriet so zur entscheidenden Begegnung, die die Viktoria mit 2:1 für sich entschied. Marvin Bernhard brachte die Mannschaft erst in Front und sorgte nach dem Ausgleich für Ober-Roden II durch Patrick Skorupa auch für den Endstand.
Rieke Zulauf zufolge müssen die Klein-Zimmerner den Siegerpokal im kommenden Jahr als Titelverteidiger gegen die vier neuen Kreisliga-Meister verteidigen. Damit werde das Turnier auf fünf Teams aufgestockt, solle dann aber nicht mehr für den Beginn der Sommerferien terminiert werden. Insbesondere deshalb entfiel das ursprünglich angesetzte Rahmenprogramm von Gastgeber Langstadt.
Eine Anregung zur Optimierung gab Christian Enders, Trainer von Hassia Dieburg II: Er plädierte dafür, das Turnier künftig kreisübergreifend stattfinden zu lassen, etwa die C-Liga-Meister der Kreise Dieburg, Odenwald und Darmstadt gegeneinander antreten zu lassen. Das sei „irgendwann schon Ziel der Sache“, gewann auch Rieke Zulauf diesem Vorschlag einiges ab.