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Ligavorschau

Duell der Gegensätze: Brunnthal gastiert bei Herakles

12. Spieltag - Sonntag: TSV Brunnthal muss sich beim Tabellenletzten Herakles beweisen

von Josef Diller · 27.09.2019, 11:42 Uhr · 0 Leser
"Haben schon gezeigt, dass wir das gut annehmen können": Wie beim 3:0 in Unterpfaffenhofen erwartet Luis Fischer und den TSV Brunnthal beim Herakles SV eine Partie auf Kunstrasen.
"Haben schon gezeigt, dass wir das gut annehmen können": Wie beim 3:0 in Unterpfaffenhofen erwartet Luis Fischer und den TSV Brunnthal beim Herakles SV eine Partie auf Kunstrasen. – Foto: Dieter Metzler

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"So eine Situation hatten wir schon mal", blickt Trainer Raphael Schwarz auf die kommende Partie des TSV Brunnthal beim Herakles SV München. Auswärtsspiel beim Tabellenletzten - vor fünf Wochen gab es diese Konstellation für den TSV in Raisting. Nur knapp konnte man seinerzeit die drei Zähler mitnehmen, setzte sich nach überschaubarer Leistung mit 1:0 durch. Gibt es für den Ligaprimus also ein Déjà-vu-Erlebnis?

"Wenn wir die richtige Einstellung zeigen, wird es unser Spiel"

"Wir haben aus dem Raisting-Spiel unsere Lehren gezogen", ist sich Brunnthals Coach sicher. "Da haben wir gesehen, wie es laufen kann, wenn wir nicht entschlossen an die Sache rangehen. Wenn wir in so einem Spiel die richtige Einstellung zeigen, können wir was holen." Fest steht, dass es ein Duell der Gegensätze wird: Mit 37 Gegentreffern aus zehn Partien stellt die Defensive des Teams von Coach Athanasios Mentis mit Abstand den schwächsten Abwehrverbund der Liga. Da der Tabellenletzte alle für den August angesetzten Spiele verschob, steht am Sonntag bereits das achte Match im September an. Sechs der letzten sieben Spiele gingen verloren, lediglich gegen Phönix München konnte ein 3:2-Sieg gefeiert werden. Brunnthal hingegen weist im gleichen Zeitraum die umgekehrte Bilanz auf, musste sich lediglich vor zwei Wochen gegen Oberweikertshofen (0:2) erstmals in der laufenden Spielzeit geschlagen werden. Dazu ließ der TSV bis dato nur sechs Tore zu und stellt somit aktuell das sicherste Bollwerk der Bezirksliga Süd. Zudem hielt man in den letzten sechs Partien fünf Mal die Null.

"Dass wir der Favorit sind, ist uns bewusst"

Auf die leichte Schulter wird der Aufsteiger die Partie freilich trotzdem nicht nehmen. "Es sollte jedem bewusst sein, dass das kein einfaches Match werden wird", mahnt Schwarz. "Sie werden uns alles abverlangen." Zu tief möchte der 34-Jährige allerdings auch nicht stapeln: "Dass wir eine enorme Qualität haben und in der Konstellation der Favorit sind, ist uns bewusst. Die Situation haben wir uns in den letzten Wochen erarbeitet und die nehmen wir gerne an." Was braucht es also, um sich beim Kellerkind keine Blöße zu geben? "Wir müssen uns fokussieren, die richtige Einstellung finden und die Tugenden abrufen, die man braucht, um in so einem Spiel zu bestehen", antwortet Schwarz und ergänzt: "Dann kann es unser Spiel werden. Wenn wir das nicht beherzigen, wird´s schwierig." Wie schon vor drei Wochen in Unterpaffenhofen (0:3) erwartet Schwarz, dass sein Team auf ungewohntem Kunstrasen antreten muss. Bange wird ihm deswegen aber nicht: "Wir haben ja schon gezeigt, dass wir das gut annehmen können. Das werden wir auch am Sonntag wieder so machen, falls wir nicht auf Rasen spielen."

"Wir brauchen den Konkurrenzkampf, um erfolgreich zu sein"

Auch um die Personalsituation muss sich der Brunnthaler Übungsleiter aktuell keine Sorgen machen, sind doch bis auf Jonas Betzler mittlerweile alle Mann zurück an Bord. Quasi "mit voller Kapelle" wird der TSV also beim Schlusslicht aufkreuzen. "Das ist für einen Trainer natürlich das Schönste", erfreut sich Schwarz des 19 Spieler zählenden Aufgebots. "Der Konkurrenzkampf steigt jetzt wieder stark an. Das brauchen wir einfach, denn nur so können wir erfolgreich sein. Anders funktioniert´s nicht."