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Mittwoch 20.01.16 10:25 Uhr|Autor: Simon Nutzinger - Fussball-Vorort3
Mit Alexander Heep (li.; hier noch beim SSV Jahn Regensburg) kehrt ein alter bekannter zurück nach Heimstetten. F: SSV Jahn Regensburg

Heep: " Vor 30.000 Zuschauern - das war der Wahnsinn"

SV Heimstetten-Rückkehrer im Vorort-Interview
SV Heimstetten - Im Sommer 2013 verließ Alexander Heep den SV Heimstetten und heuerte beim SSV Jahn Regensburg an. Nach zweieinhalb Jahren kommt der 23-jährige Keeper nun wieder zurück und erklärt hier die Gründe für seinen Wechsel und wohin es mit dem SVH noch gehen soll.

Servus Alex! Du bist nach 2,5 Jahren wieder zurück beim SV Heimstetten. Wie kam es zu der Rückholaktion?

Da mein Fernstudium in Sportwissenschaft im März endet, wäre ich spätestens im Sommer sowieso zurück nach München gekommen. Hier sind die beruflichen Perspektiven besser und München ist einfach meine Heimatstadt. Als im Oktober der Anruf von Michi Matejka kam und er gesagt hat, dass er mich zur Rückrunde als Torwart braucht, weil Aigner kürzer tritt, habe ich nicht lange überlegen müssen. Außerdem arbeite ich aktuell in der neuen Soccerhalle von Christoph Schmitt als Torwarttrainer. Das passt auch sehr gut, weil ich früher oder später meine eigene Torwartschule aufmachen möchte.

Du hast zwei Jahre für den SSV Jahn Regensburg gespielt. Welche Erfahrungen konntest du mitnehmen?

Jahn Regensburg war von Anfang an eine Herzensangelegenheit für mich. Die Stadt ist wunderschön und der Jahn ein Traditionsverein mit tollen Fans und Historie. Nach meinem ersten Jahr in der zweiten Mannschaft, in dem ich viel von meinem Trainer Ilija Dzepina gelernt habe, vor allem hinsichtlich professioneller Einstellung und dem Ablegen der letzten Naivität, habe ich dann im zweiten Jahr einen Profivertrag bekommen. Hier habe ich zum ersten Mal im Fußball erlebt was es heißt, Profi zu sein und im Endeffekt alles im Leben dem Fußball unterzuordnen.
Am Ende des Tages werde ich aber Erlebnisse wie das Spiel in Bielefeld vor 30.000 Zuschauern, als ich auf der Bank saß und Bielefeld nach dem Spiel in die 2. Bundesliga aufgestiegen war, nie vergessen. Aber auch die Zeit als Co- und Torwarttrainer in der U11 wird bei mir immer hängen bleiben, weil ich diesen Nachwuchstalenten wertvolle Tipps aus eigener Erfahrung geben konnte.

Das letzte halbe Jahr warst du allerdings bei der Fortuna aus Regensburg im Tor. Was war der Auslöser für diesen Wechsel?

Ursprünglich wäre ich sehr gerne beim Jahn geblieben. Es war auch schon alles geklärt mit dem sportlichen Leiter, Christian Keller, und meinem damaligen Torwarttrainer. Doch Christian Brand, der Trainer der ersten Mannschaft, hat ein Veto eingelegt, da er nicht mit mir geplant hat. Das war schon ein wenig komisch, weil ich nie so wirklich die Chance bekommen habe, mich zu zeigen. Da ich aber nicht sofort aus Regensburg wegziehen wollte und die Fortuna dort der zweithöchste Verein ist, bin ich dort hingegangen.

Beim SVH stand zuletzt Marijan Krasnic zwischen den Pfosten. Kommst du als klare Nummer 1 oder geht ihr mit den gleichen Karten in die Rückrunde?

Ich kenne den Marijan noch sehr gut von unserer gemeinsamen Zeit in Unterhaching und Heimstetten und habe uns beide schon immer auf Augenhöhe gesehen. Mir wurde es bei den Gesprächen in Heimstetten auch so kommuniziert, dass es ein offener Zweikampf ist.

Hast du schon einen ersten Eindruck von deiner neuen Mannschaft sammeln können?

Wir hatten bereits ein gemeinsames Training in der Soccerfive Halle und die Hälfte der Mannschaft kenne ich eh noch von früher. Das sind alles super Jungs und es steckt eine menge Qualität in der Mannschaft.

Der Relegationsplatz ist nur vier Punkte entfernt. Könnt ihr nochmal Richtung Aufstieg angreifen?

Es kommt mit Sicherheit darauf an, wie man aus der Winterpause kommt. Aber die letzten Jahre zeigen auch, dass manche Teams mit der Lizenz Probleme bekommen könnten. Selbst wenn wir es aus eigener Kraft nicht schaffen sollten, muss man für alles gerüstet sein.

Was sind langfristig deine Ziele mit dem SVH?

Zuerst einmal möchte ich gut in die Rückrunde starten. Am besten natürlich als Nummer 1. (lacht)
Langfristig gesehen, ist die Regionalliga in den letzten zwei Jahren natürlich sehr stark geworden und es wäre auf jeden Fall ein großes Ziel von mir, nochmal mit dem SV Heimstetten in der höchsten Amateurliga zu kicken.

 
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