
Es sind die ersten beiden Tore für Silberbach, seit er bei 04/19 ist. Elf von 16 Spielen hat der 24-Jährige seit Saisonbeginn absolviert, gegen Kray ist er gleich an allen Treffern beteiligt. Beim 0:1 nach nur neun Minuten läuft ihm Philipp Schmidt nach starkem Pass in die Schnittstelle der Abwehr davon, Silberbach grätscht noch in den Schuss und fälscht ihn unhaltbar ab. Vor dem 0:2 lässt sich der Verteidiger von Krays Spielmacher Yassine Bouchama im Strafraum abhängen, der bedient wieder Schmidt. Alles deutet auf die nächste Heimniederlage für 04/19 hin, das seit dem 31. August nicht mehr in Ratingen gewonnen hat. Doch das Team stemmt sich dagegen und hat Silberbach, der in der 85. Minute den Ball aus vollem Lauf zum 1:2 in den Winkel knallt.
Nach seinem Ausgleichstor sagt der Rechtsfuß: „Ich hatte jetzt lange Scheiße am Schuh und bin froh, dass der Knoten endlich geplatzt ist. Viel wichtiger ist aber, dass wir die Tore überhaupt gemacht haben, egal, wer da am Ende getroffen hat. Die Mannschaft hat sich reingekämpft und den Punkt erzwungen, darum geht das Lob an die ganze Mannschaft.“ Zu den Gegentreffern ergänzt Silberbach: „Beim ersten war ich ein bisschen irritiert, weil die Stürmer noch gekreuzt haben. Da müssen wir alle früher besser pressen, damit der Pass gar nicht so gespielt werden kann. Das haben wir in der Halbzeit auch angesprochen und haben den Gegner dann aggressiver angelaufen. Vor dem 0:2 hört man von hier bis Meppen, dass Erkan Ari am Trikot gezogen wird, und dann schlägt mir der Bouchama noch ins Gesicht, dann konnte ich nichts mehr machen.“ Zum Glück für 04/19 machte Silberbach auf der anderen Seite des Platzes viel richtig und zwei Tore.
Trainer Frank Zilles konnte den aktuellen Heimfluch in seinem ersten Auftritt an der Seitenlinie in Ratingen noch nicht beenden, war aber mit dem Ergebnis zufrieden: „Für uns ist es ganz wichtig, dass wir einen Punkt einfahren und etwas Aufbruchstimmung verbreiten konnten“, sagte er, bemängelte aber auch den Start: „Da waren wir sehr ängstlich, wie das Kaninchen vor der Schlange und haben nur darauf gewartet, dass uns Kray einen einschenkt. Das hat dann ja auch nicht mal zehn Minuten gedauert.“ Gefallen hatte ihm aber die Reaktion seiner Mannschaft „Die Jungs haben danach gefighted und die Marschroute durchgezogen. Und als alles auf die nächste Niederlage hindeutete, haben sie noch einmal alles rausgeholt. Ich bin sehr zufrieden mit der Mentalität.“ Und dabei war Silberbach ein Vorbild mit zwei Treffern nach zwei Rückschlägen.