
Dabei jammert der Trainer auf hohem Niveau. "Wir dürfen ja auch nicht vergessen, wo wir herkommen", gibt del Cueto zu. Er hatte das Team nach sieben Saisonspielen und sechs Punkten übernommen. Sein bisherige Zählerschnitt von 1,77 Punkten pro Spiel hätte nach 34 Spielen zu 60 Punkten gereicht - acht mehr als aktuell. Das würde Platz drei oder vier bedeuten.
Die Möglichkeit hat sich das Team jedoch mit vier Niederlagen in den vorigen sechs Spielen verbaut. Nun wartet im DSC 99 der wohl schwächste Gegner in der Oberliga. Die Düsseldorfer haben gerade einmal acht Punkte und schon 114 Gegentore eingefangen. "Davon dürfen wir uns aber nicht blenden lassen", betont del Cueto. "Gerade die jüngsten Spiele hat der DSC immer recht knapp verloren. Aber richtig ist natürlich auch, dass die trotzdem die vorigen elf Spiele verloren haben. Ich will da unbedingt gewinnen."
Auch deshalb will der Trainer seine möglichst stärkste Elf aufbieten. Tim Manstein und Luka Bosnjak, die beide den Verein verlassen werden, sind verletzt, ansonsten sind alle an Bord und fit. Wäre da nicht der Ramadan. "Man merkt schon, dass einige Jungs wirklich müde sind", betont del Cueto. "Mal sehen, ob sie auch fit genug für das Spiel sind." Vor allem soll es nach der Partie im Sonntag noch in die Ratinger Innenstadt gehen - dort wird Vereinschef Jens Stieghorst sicherlich einige Runden springen lassen. "Ich bin gespannt, ob die Ramadan-Jungs dann wirklich nichts trinken", sagt del Cueto mit einem Schmunzeln. "Verdient hat es aber die ganze Mannschaft, ein paar Bierchen zu spülen." Voraussetzung dafür ist natürlich ein Sieg am letzten Spieltag beim DSC.