
Immerhin bleiben seine Schützlinge an der Bezirksliga-Spitze, der Verfolger Schwarz-Weiß ist aber bis auf einen Zähler dran. Dann gab es einen zweiten heftigen Aufreger für den RSV-Coach: "Uedesheim hat nach dem Wechsel nur einen Ball zur Verfügung gestellt. Und wenn sich der im Aus befand, mussten wir ihn erst suchen. Auf der Nebenanlage oder sonst wo. Da ist uns wertvolle Zeit verstrichen. Zudem konnten sich die Uedesheimer dann Erholung beschaffen. Wir brauchen das nicht, wir marschieren 90 Minuten."
Der dritte Aufreger war schließlich der verweigerte Elfmeter an Kris Leipzig (60.). Der hatte schon das 1:0 erzielt nach Vorlage von Younes Fagrach und wurde dann von den Beinen geholt. Der Schiedsrichter ließ weiterspielen und die Ratinger tobten. Kurz vor dem Wechsel gelang Uedesheim der Ausgleich. "Da kommen die einmal vor unseren Kasten und schon klingelt es. Den Treffer hatte Uedesheim niemals verdient. Wir hatten 80 Prozent Ballbesitz", so Aktag. Nach dem Wechsel beschränkten sich die Hausherren dann auf die Verteidigung. Ratingens Torwart Patrick Bas hatte in seinem zweiten Einsatz für die Blau-Gelben einen ganz ruhigen Nachmittag, auch wenn ihm der Sturm mit seinen Windböen mächtig auf die Nerven ging.
Kommenden Sonntag kommt der alte Rivale VfL Benrath in den Keramag Sportpark. Anstoß 13 Uhr. Der Traditionsklub aus dem Düsseldorfer Süden ist nicht gut drauf, in den drei Spielen dieses Jahres holte er erst einen Punkt. Aber Aktag stellt jetzt schon klar, dass die Benrather niemals unterschätzt werden.
04/19 II: Bas - Schultz, Gnida, van Bonn (57. Mailath), Derichs, Schulte, Leipzig, Fagrach, Kizilisik, Rehag (90. Aksoy), Ivantzikis. Tore: 0:1 Leipzig (14./ sechstes Saisontor), 1:1 Schröder (39.). Zuschauer: 85.