FV Ravensburg beendet seine Durststrecke
Samstag 06.05.17 20:44 Uhr|Autor: Schwäbische Zeitung / Von Thorsten Kern456
Felix Schäch (vorne) zeigte ein gutes Spiel und schoss ein Tor beim 4:1-Sieg des FV Ravensburg gegen die Stuttgarter Kickers II (David Barisic). Foto: Rolf Schultes

FV Ravensburg beendet seine Durststrecke

4:1-Sieg in der Fußball-Oberliga gegen die Stuttgarter Kickers II – Späte Tore entscheiden das Spiel

Ravensburg / tk - Die Fußballer des FV Ravensburg haben nach sechs sieglosen Spielen in Folge in der Oberliga mal wieder gewonnen. Im vorletzten Heimspiel der Saison setzte sich Ravensburg am Samstagnachmittag im Stadion im Wiesental gegen die Stuttgarter Kickers II mit 4:1 durch. Soyudogru, Schäch und zweimal Zimmermann schossen den FV zum Sieg.




Erstmals seit Langem saß Jascha Fiesel zu Beginn nur auf der Bank, für ihn spielte Daniel Hörtkorn als Linksverteidiger. In Steffen Wohlfarth und Rahman Soyudogru stellte FV-Trainer Wolfram Eitel zwei zentrale Stürmer auf. Eitel hatte vor der Begegnung klargemacht: "Ich will das Spiel gegen die Kickers gewinnen." Die Ravensburger begannen auch forsch, vor allem Felix Schäch auf der linken und Harun Toprak auf der rechten Seite sorgten zu Beginn für Betrieb.

Schnelles Spiel über links

In der 13. Minute fiel auch die frühe Führung. Ein langer Ball von Daniel Hörtkorn in den Lauf von Schäch läutete die Szene ein. Schächs Querpass drückte Soyudogru zum 1:0 über die Linie. Keine zwei Minuten später lief Schäch den Stuttgarter Verteidigern wieder davon, Torwart Cedric Collin Veser bekam jedoch rechtzeitig die Fäuste hoch. Von den Kickers war nach vorne überhaupt nichts zu sehen, hinten waren die Kickers anfällig. In der 19. Minute schickte Hörtkorn Jona Boneberger, doch Veser kam rechtzeitig raus.

Dann ließ der Anfangsschwung etwas nach, Stuttgart kam zu vereinzelten Offensivaktionen, gegen Niklas Pollex waren Philipp Altmann und Torwart Haris Mesic aufmerksam, der Schuss von Marc Tiryaki-Zeeb ging leicht abgefälscht knapp am FV-Tor vorbei. Ravensburgs Kapitän Wohlfarth holte sich nun die Bälle tief in der eigenen Hälfte ab. Gut fünf Minuten vor der Pause gab es wieder eine Großchance für den FV. Hörtkorn passte weit auf Toprak, der an Veser vorbeizog, in der Mitte setzte Schäch den Ball aber über das Tor.

Direkt nach der Pause wurde es wieder gefährlich vor dem Kickers-Tor. Toprak ließ Stuttgarts Innenverteidiger Georgios Doufas im Laufduell alt aussehen, Wohlfarth grätschte im Fünfmeterraum aber knapp am Ball vorbei. So fiel aus dem Nichts das 1:1, Leander Vochatzer zirkelte den Ball von der Strafraumkante rechts ins Eck – da hatte FV-Torhüter Mesic keine Chance.

Schäch besorgt das 2:1

Plötzlich war Stuttgart besser, der eingewechselte Anasthasios Ketsemenidis schoss knapp am Tor vorbei. Ravensburg schaffte es nur noch sehr selten, mit Tempo über die Flügel zu spielen. Wenn überhaupt, dann ging es über die rechte Seite und Toprak. Doch Ravensburg bekam das Geschehen wieder in den Griff und legte wieder vor. Wohlfarth leitete den Ball am Strafraum zu Schäch weiter, der jedoch nach einer schlechten Ballannahme die Situation fast herschenkte. Doch Schäch bekam den Ball wieder vor die Füße und lupfte ihn dann über Torwart Veser zum 2:1 ins Netz.

Sieben Minuten vor Schluss brachte Eitel Thomas Zimmermann – der sorgte kurz darauf für die Entscheidung. Nach einem Fehlpass von Kickers-Innenverteidiger Antonio Morella Yarovoy bediente Schäch Zimmermann – 3:1. Und der Ravensburger legte sogar noch einen nach. Luca Gruler, ebenfalls eingewechselt, steckte gut durch auf Zimmermann, der zum 4:1-Endstand traf. "Das war eine gute Reaktion von den Jungs von der Bank", freute sich Eitel. "Es war ein enges Spiel, aber wir freuen uns natürlich über den deutlichen Sieg."

FV Ravensburg – SV Stuttgarter Kickers II 4:1 (1:0) – Tore: 1:0 Rahman Soyudogru (13.), 1:1 Leander Vochatzer (49.), 2:1 Felix Schäch (72.), 3:1, 4:1 Thomas Zimmermann (86., 90.) – Schiedsrichter: Marco Zauner (Bühlerzell) – Zuschauer: 150 – FV: Mesic – Hörtkorn, Altmann, Gbadamassi (56. Gbadamassi), Henning – Toprak (70. Widmann), Reiner, Boneberger, Schäch – Soyudogru (83. Zimmermann), Wohlfarth (88. Gruler).



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