Mingolsheim II im Duell mit Favoritenschreck Karlsdorf II
Donnerstag 15.10.20 19:00 Uhr|Autor: Dennis Specht 414
Foto: Stefan Diehl

Mingolsheim II im Duell mit Favoritenschreck Karlsdorf II

Formstarker FC Forst II in Wiesental zu Gast +++ Hambrücken II zu Gast beim FC Huttenheim
Am sechsten Spieltag der Hardtstaffel gibt es mit den Spielen zwischen Stettfeld II gegen den FSV Büchenau, Huttenheim gegen Hambrücken II, sowie Karlsdorf II gegen Mingolsheim interessante Paarungen zwischen Teams aus der oberen Tabellenhälfte zu sehen. Im Keller hat der VFR Kronau II gegen Philippsburg II die nächste Chance, den ersten Dreier in der Runde zu holen und somit zur Konkurrenz aufzuschließen.



Trotz eines 3:1 Sieg über den TSV Stettfeld II musste Huttenheim die Tabellenführung an Mingolsheim abgeben, die jetzt dank des besseren Torverhältnisses auf Rang eins stehen. Trotzdem überwiegt bei Salvatore Mazza die Freude über den Sieg, der ihm viele Nerven gekostet hat. So berichtet er mit einem Augenzwinkern: „Das Spiel hat mich mal wieder ca. zehn Jahre meines Lebens gekostet. Wir waren in der ersten Halbzeit die aktivere Mannschaft und hatten etliche Chancen, um in Führung zu gehen. Stettfeld machte mit ihrer zweiten richtigen Chance das 1:0. Nach dem Wechsel erhöhten wir den Druck und konnten durch einen Doppelschlag mit 2:1 in Führung gehen. Stettfeld bekam dann eine gelb/rote Karte. Unerklärlicherweise spielten wir ab da nervöser und schlechter. Stettfeld war mit einem Mann weniger das aktivere Team und schnürte uns zum Teil hinten rein. Wir hatten Fehlpässe am laufenden Band. Wir liefen viel weniger als der Gegner und so kann man auch mit einem Mann mehr nicht bestehen. Gott sei Dank klärte unser Torwart ein paar Mal Weltklasse. Erst kurz vor dem Abpfiff bekamen wir das Spiel einigermaßen wieder unter Kontrolle. Das lag aber daran, dass Stettfeld die Kraft natürlich fehlte. Quasi mit dem Schlusspfiff erzielten wir dann noch das 3:1. Die Spielweise ab der gelb/roten Karte für Stettfeld müssen wir dringend aufarbeiten. So dürfen wir nicht mehr spielen, Egal ob es gegen 11,10 oder auch nur neun Mann geht. Da kannst du ganz schnell ein Spiel verlieren, das du nicht verlieren darfst. Zum Glück ist uns das in diesem Spiel erspart geblieben.“
So kam der FC mit einem blauen Auge davon und erwartet jetzt den FV Hambrücken II zum Derby. Der Spielausschuss freut sich schon auf die Begegnung: „Jetzt kommt Hambrücken zu uns zum Derby. Wir sind natürlich alle heiß darauf. Ein Derby ist immer eine schöne Sache. Wir dürfen uns vom augenblicklichen Stand der Hambrückener Mannschaft in der Tabelle nicht täuschen. Die haben eine saustarke Mannschaft zusammen. Technisch und kämpferisch gehören sie zu den Top-Teams in unserer Klasse. Dementsprechend müssen wir auftreten. Wir müssen Ihnen von Anfang an den Schneid abkaufen und müssen sie schon am gegnerischen Sechzenmeterraum unter Druck setzen. Ihr Spiel dürfen sie gar nicht erst aufziehen. Wenn Hambrücken mal ins Rollen kommt, sind sie schwer aufzuhalten. Daher heißt es volle Pulle von Anfang an. Nur so wirst du Hambrücken bezwingen können. Wir haben unter der Woche richtig gut im Training gearbeitet. Wir sind zwar ein wenig ersatzgeschwächt durch ein paar Verletzungen, aber die Spieler die auflaufen werden, werden alles geben, um die Punkte in Huttenheim zu lassen. Ich bin mir sicher, dass wir ein schönes und spannendes Spiel sehen werden.“

Mit sieben Punkten aus den ersten fünf Spielen hinkt die Hambrücker Landesligareserve den eigenen Ansprüchen ein wenig hinterher. Für die 1:2 Niederlage in Forst hat Coach Frank Schlegel folgende Erklärung parat: „Leider ging das Spiel am Wochenende verloren. Forst hatte wie in der Vorwoche eine gute Unterstützung von ihrer ersten Mannschaft. Leider fielen bei uns sechs Mann wegen Verletzungen oder Urlaub aus. Das hat man in der ersten 30 Minuten gemerkt. Forst ging bereits in der sechsten Minute durch einen super Freistoß in Führung, diese konnten wir jedoch Mitte der ersten Halbzeit egalisieren. In der zweiten Hälfte kamen wir dann besser ins Spiel, aber Forst machte das Tor, welches in den Augen aller Beteiligten klar Abseits war. Leider hat es der Schiedsrichter als einziger nicht so gesehen. In der letzten 15 Minuten verschossenen wir dann noch einen Elfmeter und vergaben drei Freiläufe. Hätten wir diese Chancen genutzt, hätten wir das Spiel noch drehen können.“ Zu guter Letzt fügt er mit Hinblick auf die Leistung des Unparteiischen hinzu; „Leider muss man sagen, dass an diesem Tag der Schiri der schlechteste Mann auf dem Platz war. Das habe ich ihm auch nach dem Spiel gesagt. Wenn der Schiedsrichter jedoch einen guten Job macht, bekommt er genauso ein Lob von mir.“
Gegen Huttenheim hofft er: „Mit Huttenheim kommt jetzt der nächste schwere Brocken. Der FC ist sowohl in der Offensive, als auch Defensiv sehr gut. Ich hoffe, dass von den Verletzten vielleicht der ein oder andere wieder Fit wird. Wir werden aber egal mit was für einem Kader, alles daransetzen, etwas Zählbares aus Huttenheim mitzunehmen.“

 


Am fünften Spieltag konnte die Kronauer Reserve beim torlosen Remis endlich den ersten Punkt einsammeln. Spielausschuss Christian Konrad sah eine Mannschaft, die eine Reaktion auf den zuvor erfolgten Trainerrücktritt gezeigt hatte: „In der ersten Halbzeit waren wir die klar bessere und spielbestimmende Mannschaft mit guten Torchancen, dir wir leider nicht verwerten konnten. In der zweiten Hälfte kamen wir nicht mehr wirklich ins Spiel und Rheinhausen war uns überlegen, aber Gottseidank konnten auch sie ihre guten Torchancen nicht nutzen oder scheiterten an unserem Torhüter. Durch den Trainerwechsel ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen, den man gestern sehr gut spüren konnte!“
Diesen Schwung versucht der VFR jetzt auch gegen den SV Philippsburg II mitzunehmen und so hofft der Spielausschuss: „Unter diesen Voraussetzungen können wir positiv in die nächsten Begegnungen gehen und hoffen nun auch auf den bzw. die ersten Heimpunkte.“ Mit einem Sieg und der Niederlage von Rheinhausen II und Graben/Neudorf II könnte der VFR auch die rote Laterne weiterreichen.

Nach Startschwierigkeiten mit zwei Niederlagen in Folge ist der SV Philippsburg als Aufsteiger nun endlich in der B-Klasse angekommen. Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen können sich sehen lassen. Das meint auch der Trainer und blickt nochmal auf den knappen 2:1 Heimsieg über den FV Wiesental II zurück: „Ich denke, dass wir jetzt langsam in der B-Klasse angekommen sind, doch wir haben noch einen langen Weg und viele schwere Spiele vor uns. Es war ein für mich gutes B-Klassen Spiel, wobei der FV Wiesental den besseren Start hatte und gleich in der zweiten Minute das 0:1 macht. In der siebten Minute führten meine Jungs einen Eckball kurz aus und Goncalo Moreira brachte dann eine schöne Flanke auf Michael Stocker, der diese dann klasse einköpft zum 1:1. Wie ich es erwartet habe machte der FV Wiesental jedoch weiter Druck und zeigte ihre Spielstärke, die meine Jungs und unser Keeper Murat bis zur Halbzeit gut verteidigte. Nach der Pause bekommen wir einen Freistoß aus dem Halbfeld. Dieser wurde immer länger, flog an Freund und Feind vorbei und landete im langen Eck zum 2:1. In der 57. Minuten haben wir es nach einer schönen Flanke verpasst, den Treffer zum 3:1 zu schießen. Der FV Wiesental gab jedoch nicht auf und hatte noch drei bis vier hundertprozentige und noch einen Elfmeter in der 90. Minute, den Murat Dumaz sehr stark aus dem Eck fischte. Wir haben gekämpft bis zum Schluss und uns belohnt. Wenn man die Menge an Chancen zählen würde, wären wir ohne etwas Zählbares dagestanden. Aber so ist Fußball.“
Mit dieser Serie im Rücken würde Zieger auch gerne gegen Kronau gewinnen. An das letzte Spiel gegen die VFR Reserve muss er jedoch lange zurückdenken: „Ich glaube die letzte Partie von mir, die ich gegen Kronau, gespielt habe war noch in der A-Jugend. Sie haben zwar nur einen Punkt auf der Habenseite, haben jedoch auch schon einen Trainerwechsel hinter sich, einschätzen kann ich sie deswegen gar nicht. Wir müssen da weitermachen wo wir uns jetzt Woche für Woche verbessert haben, dann sehe ich keine Probleme, mit drei Punkten heimzukommen.“

 


Knapp musste sich der FV Wiesental II letzte Woche dem SV Philippsburg II geschlagen geben. Noch immer fassungslos blickt Marco Gerhardt auf die 1:2 Niederlage in Philippsburg zurück: „Ich weiß immer noch nicht ganz, was ich dazu sagen soll. Das Spiel dürfen wir nie und nimmer verlieren. Ich bin seit 2014 Trainer dieser Mannschaft, wir haben in dieser Zeit schon einige Spiele verloren, aber dieses Spiel gehört sicher zu den Top 3 der unnötigsten, überflüssigsten und auch dümmsten Niederlagen. Etwa 80 bis 90 Prozent Ballbesitz, unzählige hochkarätige Torchancen, Pfostenschuss, Torwart Abpraller frei vor dem Tor nicht verwertet, fünf bis sechs Kopfball Möglichkeiten, Elfmeter verschossen, in der Abwehr so gut wie nichts zugelassen, dann leider ein Eigentor fabriziert. Es kam wiedermal alles zusammen. Einstellung und Laufbereitschaft stimmten, aber wenn man über 90 Minuten so überlegen ist, auf ein Tor spielt, dort aber dann beste Einschussmöglichkeiten nicht verwerten kann, dann braucht man sich nicht wundern, wenn man am Ende mit leeren Händen da steht. Das hat auch nichts mit fehlendem Glück zu tun, sondern ist teilweise schon eine Frage von Unvermögen, fehlendem Willen und Qualität. Es klingt hart, aber so ist es. Im Vergleich zur Vorwoche mussten wir auf die beiden Innenverteidiger Jan Schlochtermeyer und Nico Gerhardt, sowie auf Stürmer Jannik Zimmer und Mittelfeldspieler Denis Bagci verzichten. Dafür waren die erkrankten Christian Becker und Lukas Emmerich wieder an Bord. Die Partie begann so wie wir uns es vorgestellt hatten, wir wollten hoch anlaufen und Fehler des Gegners erzwingen. Bereits nach zwei Minuten konnten wir eine Unachtsamkeit der Gastgeber nutzen und durch Linus Bieter mit 1:0 in Führung gehen. Doch leider hielt diese Führung nur 5 Minuten, denn Philippsburg glich nach einem Eckball zum 1:1 aus. Tiefschlaf der kompletten Defensive, denn Torschütze Stocker kam an der fünf Meter Linie frei zum Kopfball. Das junge FV Team spielte auch danach weiter nach vorne, konnte sich bis zur Pause einige Hochkaräter erspielen, aber wiedermal konnten beste Chancen nicht genutzt werden. Lukas Emmerich, Sebastian Lehn und auch Linus Biester hatten drei hundertprozentige auf dem Fuß, beziehungsweise auf dem Kopf, doch sie scheiterten teilweise kläglich. Direkt nach der Pause passiert die bis dahin zweite Unachtsamkeit in unserer Defensive. Nach einer Freistoßflanke fälschte Jens Vetter den Ball unhaltbar für Torwart Eric Wittemaier ab, und die Gastgeber konnten völlig überraschend mit 2:1 in Führung gehen.  Kurz danach hätten die Mannen von Kai Zieger sogar auf 3:1 erhöhen können, doch das wäre wirklich zu viel des Guten gewesen. Denn dies sollte neben dem Tor zum 1:1 der zweite und letzte Torschuss der Gastgeber über die komplette Spielzeit gewesen sein. Nun war es ein Spiel auf ein Tor, nämlich das des SV Philippsburg, aber in der Offensive wurden entweder beste Chancen nicht verwertet, teilweise zu umständlich agiert, oder der Torwart als auch der Pfosten waren im Weg. In der 85. Minute bekamen wir dann auch noch einen Handelfmeter zugesprochen, doch auch dieses Geschenk nahmen wir nicht an.  Kapitän Sebastian Lehn scheiterte an Torwart Murat Durmaz. In der 93. Minute pfiff dann Schiedsrichter Holger Mehrer die spannende, teils einseitige, aber auch sehr faire Partie ab. Glückwunsch an den SV Philippsburg und Trainer Kai Zieger.“
Bevor er ein paar Worte zum kommenden Gegner verliert, beklagt er noch die aus seiner Sicht dürftige Punktausbeute: „Nach fünf Spielen haben wir nun erst vier Punkte auf dem Konto und es ist eigentlich, wenn ich mir die ganzen Punktverluste so anschaue, unglaublich. Mein Team macht eigentlich vieles richtig, investiert viel, doch es werden einfach zu viele Torchancen versemmelt und hinten wird zur Zeit jeder kleine Fehler bestraft. Bin etwas sprachlos und überfragt, weil ich überhaupt nicht weiß, wo ich den Hebel ansetzen soll. Die Einstellung und Laufbereitschaft stimmen ja auch. Naja, vielleicht sollten wir mal diese Woche einen Meditations- oder Yogakurs besuchen, oder einfach mal eine Woche inne gehen.“ Leichter werden die Gegner jetzt jedoch nicht, wie er weiter ausführt: „Nun kommen mit Forst II, Hambrücken II und dem FC Huttenheim ganz schwere Spiele und Wochen auf uns zu. Gegen Forst II muss ohne Wenn und Aber ein Sieg her. Da ist es mir auch egal, ob wir an diesem Tage besser oder schlechter als der Gegner sind. Wir müssen alles raushauen, dann ist in dieser Klasse jedes Team zu schlagen.“

Die Mannschat der Stunde ist zur Zeit der FC Forst II. Nach dem überraschenden Remis gegen den jetzigen Tabellenführer Mingolsheim II konnte die Forster Kreisligareserve unter der Regie von Marcel Gentner den FV Hambrücken II mit 2:1 besiegen. Nicht ganz unverdient, wie der Trainer findet: „Ich denke schon, dass es ein verdienter Sieg war. Die ersten 30 Minuten waren wir die bessere Mannschaft und hätten nach dem schnellen 1:0 sogar mit 2:0 oder 3:0 führen müssen. Nach dem Gegentor zum 1:1 haben wir leider etwas den Faden verloren und gingen mit einem 1:1 in die Pause. In der zweiten Hälfte war das Spiel bis zur 2:1 Führung von uns ziemlich ausgeglichen. Die letzten 15 Minuten machte Hambrücken dann richtig Druck und hatte zwei bis drei gute Gelegenheiten und bekamen noch einen Elfmeter, den unser Torwart Josh Übelhör überragend halten konnte. Kurz vor Schluss hätten wir noch einen Elfmeter bekommen müssen, aber der Schiedsrichter verlegte das Foul leider auf außerhalb des Strafraumes. Zum Schluss war es ein glücklicher, aber verdienter Sieg. Die Mannschaft zeigt eine gute Entwicklung und das schon seit der kompletten Vorbereitung. Vom spielerischen und kämpferischen ist es im Moment eine richtig gute Truppe, mit der richtigen Einstellung zu den Spielen. Einzig die Chancenverwertung lässt noch Luft nach oben.“
Vom derzeitigen Tabellenstand des FV Wiesental II möchte sich Gentner nicht blenden lassen und warnt: „Jetzt geht ess zum Zwölfer, für mich immer ein besonderes Spiel. da ich von Wiesental komme und beim Zwölfer meine D- Jugend trainiere. Daher weiß ich auch, dass der Zwölfer mit Ihrem Trainer Marco Gehardt eine sehr schwer zu bespielende Mannschaft ist. Dieses Team kann jeder Mannschaft in dieser Klasse das Leben schwermachen, was man gegen Steffeld eindrucksvoll gesehen hat. Aber wir wollen auch unser fünftes Spiel hintereinander nicht verlieren, daher fahren wir dort hin, um Punkte zu holen.“

 


Nach der deutlichen 0:5 Klatsche beim FV Wiesental II war die Mannschaft von Paolo Lapolla letzte Woche gegen Huttenheim gefordert. Obwohl das Spiel letztlich verloren ging, war der Spielertrainer einverstanden mit der Reaktion seines Teams: „Die Leistung war deutlich besser als die Woche davor. Leider stellen wir in der zweiten Halbzeit dreimal das Verteidigen ein und bekommen so drei Tore. Beim 1:1 und 1:2 hätte der Schiedsrichter Abseits geben müssen und beim 1:3 wurde mein Spieler gefoult. Es war ein glücklicher Sieg für Huttenheim, da wir gute Chancen zum Ausgleich liegen ließen.“
Die Büchenauer Mannschaft erwartet er personell etwas dezimiert: „Ich denke, dass Büchenau einige Verletzte oder Urlauber hat, sonst hätten sie nicht so hoch verloren. Wir werden uns diese Woche im Training gut vorbereiten, um etwas Zählbares zu gegen den FVS mitzunehmen.“

Überraschend verlor der FSV Büchenau mit 0:3 zu Hause gegen Karlsdorf II und lag mit diesem Ergebnis schon zur Halbzeit in Rückstand. Bevor sich Michael Walch den Begleitumständen widmet, erklärt er: „Zuallererst muss man sagen, dass Karlsdorf II absolut verdient gewonnen hat. Wir haben zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf das Spiel erhalten und haben somit auch zu Recht verloren. Wir hatten vielleicht ein bis zwei gute Torchancen, jedoch hatte Karlsdorf diese auch noch in wesentlich besserer Qualität. Zum Glück wurden diese vom Gast kläglich vergeben.“ Außerdem fügt er hinzu: „Wir haben aktuell ein riesiges Problem mit unserem Kader und hatten acht Stammspieler nicht mit an Bord, auf Grund von Verletzungen, Sperren und Urlauben. Das können wir nicht kompensieren, egal gegen wen es geht. Von unseren Auswechselspielern haben zwei die kompletten 90 Minuten in der zweiten Mannschaft gespielt und der dritte war ein Jahr nicht mehr aktiv. Trotz zehn Neuzugängen haben wir einfach aktuell nicht mehr Personal.“
Das Programm in den nächsten Wochen hat es mehr als in Sich, denn der Viertplatzierte FSV Büchenau trifft in den nächsten drei Wochen auf die ersten drei in der Tabelle. Dies weiß auch Coach Michael Walch und trotz der Personalnot fordert er den maximalen Ertrag: „Jetzt kommen richtige Kracherspiele auf uns zu. Es gibt hier nichts anders zu machen, wir brauchen und wollen neun Punkte aus diesen Spielen holen. Wenn wir so auftreten wie gegen den FV Hambrücken II, mache ich mir da auch keine Sorgen.“ Jetzt geht er außerdem im Detail nochmal auf das Spiel gegen Stettfeld ein: „In Stettfeld wollen wir wieder zurück in die Erfolgsspur kommen. Wir werden eine schlagfertige Mannschaft nach Stettfeld schicken und auf Patzer der Konkurrenz hoffen. Ich habe Stettfeld in Langenbrücken gesehen. Mit meinem ehemaligen Spieler und jetzigen Kollegen Paolo Lapolla verfügt sie über einen echten Knipser. Die Mannschaft spielt körperlich betont, wirkt fit und gibt nicht auf. Keine einfache Aufgabe, aber es liegt nur an uns selbst, wieder zurück zu kommen.“


Als Favoritenschreck macht sich aktuell der FC Karlsdorf II einen Namen. So gewann das Team von Markus Blümle schon gegen Büchenau und trotzte außerdem dem FC Huttenheim als einzige Mannschaft in der noch jungen Saison ein Unentschieden ab. Am letzten Spieltag überzeugte der FCK II vor allem in der ersten Halbzeit und führte zur Halbzeit bereits mit 3:0 in Büchenau. Dieses Ergebnis sollte auch bis zum Schluss Bestand haben und so dürfen sich die Karlsdörfer über Rang fünf in der Tabelle mit respektablen acht Punkten freuen.
Jetzt ist mit Mingolsheim II erneut ein Team zu Gast, welches zu den Spitzenteams der aktuellen Saison 2020/2021 zählt und von einigen Trainern als Aufstiegsaspirant gehandelt wird. Beste Voraussetzungen also, um für eine weitere Überraschung zu sorgen.

Wie auch der Trainer der SG Graben/Neudorf II geht Oliver Jahnke vor der Analyse des 7:0 Sieges auf eine Szene im Spiel ein: „Bevor Ich auf das Spielgeschehen eingehe muss Ich leider sagen, dass das Foul, welches meinem Spieler das Schienbein gebrochen hat, vollkommen überflüssig und unnötig war. Zehn Minuten vor Schluss bei 7:0 muss ich nicht so einsteigen. Ich wünsche meinem Spieler hier nochmals baldige Genesung.“  Zum Sportlichen fügt er hinzu: „Gegen Graben/Neudorf waren wir sofort im Spiel und erspielten uns eine Vielzahl von Chancen. Wir mussten nur eine Chance des Gegners zulassen, welche unser Torwart aber überragend mit dem Fuß abwehrte. Spätestens nach dem 2:0 war die Gegenwehr gebrochen und wir erzielten in regelmäßigen Abständen die Treffer zum, auch in dieser Höhe, verdienten Heimsieg. Bei noch besserer Chancenverwertung wäre sogar ein zweistelliger Sieg möglich gewesen. Ein weiteres Spiel gewonnen, Mund abputzen, weiter geht's.“
Als Tabellenführer reist die TUS Reserve jetzt nach Karlsdorf. Die Ergebnisse der Karlsdörfer gegen die anderen Spitzenteams hat Oliver Jahnke natürlich genauestens registriert. Deshalb erwartet er eine knifflige Aufgabe: „Und weiter geht es in Karlsdorf. Eine knifflige Aufgabe, hat der Gegner doch gegen die zwei Spitzenmannschaften Huttenheim und Büchenau vier Punkte geholt. Wir müssen in der Offensive genauso kreativ sein wie letzte Woche und Defensiv höllisch aufpassen, dass wir nicht in einen Konter laufen und dadurch ins Hintertreffen geraten. Jeder möchte natürlich gegen den Spitzenreiter ein gutes Spiel machen, wir wissen aber um unsere Stärke und werden wieder alles auf den Platz bringen, denn wir wollen weiterhin ganz oben stehen. Respektvoll, aber nicht ängstlich fahren wir nach Karlsdorf.  An der Tabellenspitze zu stehen ist der Lohn für meine Mannschaft für die bisher gezeigten Leistungen. Es sind zwar erst fünf Spiele gespielt aber wer möchte nicht gerne ganz oben stehen. Mit der Gewissheit, dass nach fünf Spielen noch niemand Meister wurde, werden wir weiter von Spiel zu Spiel denken, wissen aber auch, dass jeder Sieg uns noch stärker machen wird. Sollten wir aber auch mal ein Spiel verlieren, ist die Mannschaft so gefestigt, das wir gespannt in die Zukunft schauen können.“

 


Die bisher höchste Saisonniederlage musste die SG Graben/Neudorf gegen Mingolsheim II hinnehmen. Mit 0:7 ging das Team von Michael Feuerstein gegen die TUS Reserve unter. Bevor er sich jedoch mit dem sportlichen befasst, zeigt der Coach seinen fairen Sportsgeist: „. Erstmal wünscht der ganze Verein gute Besserung und schnelle Heilung an Mingolsheim für ihren schwer verletzten Spieler. Dieser hat sich nach einem Zweikampf das Schienbein gebrochen.“ Die Niederlage versucht er nicht schönzureden, sondern gibt zu: „Zu Anfang der Saison wurde ich gefragt, wie das sein wird, wenn aus zwei Teams eine Spielgemeinschaft gebildet wird. Wie ich es vor der Runde schon sagte, sehr schwer. Man muss die einzelnen Charaktere erst zusammenführen. Das war auch ein Grund der verdienten Niederlage. Von den sieben Gegentoren haben wir Mingolsheim fünf Mal eingeladen. Durch katastrophale Fehlpässe, dumme Fouls und durch fehlende Absprachen. Vielleicht tat manchem Spieler diese hohe Niederlage gut. Mehr will ich auch zu diesem Spiel nicht sagen, das wäre alles verlorene Zeit.“
Jetzt gilt es, diese Niederlage abzuhaken und gegen den TSV Wiesental II ein anderes Gesicht zu zeigen. Der Coach erwartet ein Spiel auf Augenhöhe, sofern sein Team das Potenzial abrufen kann: „Um gegen Wiesental zu bestehen, müssen wir alles besser machen. Ich schätze Wiesental auf Augenhöhe mit uns. Die Mannschaft weiß, dass ich am Sonntag eine Reaktion von ihr sehen will. Am Wochenende wollen wir den ersten Heimsieg holen.“

0:3 unterlag der TSV Wiesental II in Langenbrücken. Diese Niederlage wurmt den Trainer des TSV, Yasin Salmaz in vielerlei Hinsichten. So führt er aus: „Ich bin eigentlich kein Mensch, der sich einfache Ausreden oder das Problem bei Dritten sucht. Wenn eine Mannschaft ein Spiel verliert, tut sie das, weil sie Fehler gemacht hat! Am vergangenen Sonntag wurden davon zu viele gemacht. Jedoch sollte man das Spiel gegen Langenbrücken aus mehreren Perspektiven betrachten. Zuerst sollte ich erwähnen, dass wir aufgrund von Verletzungen und Sperren nicht mit der gewünschten Startaufstellung angetreten sind, da uns weiterhin Schlüsselspieler fehlten. Auf der anderen Seite muss die gegnerische Elf inklusive Betreuer erwähnt werden, welche sich durch rüde Fouls und vielseitig unnötige Kommentaren, bemerkbar machten. Schon in den Anfangsminuten hatten Langenbrückener Spieler zwei meiner Leistungsträger so stark verletzt (Erkut Leventdurmus & Erva Cetinkaya), dass diese sich bis zu ihrer verletzungsbedingten Auswechslung kaum mehr bewegen konnten. Nachdem man sich in den zuvor angefallenen Spielen weniger auf das Spiel konzentriert hatte, wollte man am vergangenen Sonntag wieder mit tollem Fußball überzeugen. Demnach wurde auch die Mannschaft darauf eingestellt, sich in keiner Weise auf Provokationen einzulassen. Leider war dies durch die gegnerische Mannschaft und ihren Aktionen mehr als schwierig umzusetzen. Ich wünsche der gegnerischen Mannschaft trotzdem eine gute sportliche Runde und ein faires Aufeinandertreffen in der Rückrunde.“
Das Spiel möchte Salmaz schnellstmöglich abhaken und deshalb richtet er seinen Blick auf den kommenden Sonntag, wo ein Auswärtsspiel gegen Graben/Neudorf wartet: „Wir müssen nun punkten. Nach fünf Wochen mit nur sechs Punkten dazustehen war nicht unser Ziel und kann für die Zukunft auch nicht unser Ziel sein! Wir haben eine spielstarke Mannschaft, was in den nächsten Spielen wieder gezeigt werden soll. Das Spiel gegen die SG Graben/Neudorf II kann und muss ein Wendepunkt sein. Hier müssen wir uns wieder aufs Neue beweisen. Der Gegner befindet sich genauso in einer heiklen Situation wie wir und wird auch Alles aufs Spiel setzen, um die drei Punkte zu bekommen. Wir werden dies zu verhindern wissen und sind sicher, am kommenden Sonntag die drei Punkte mit nach Hause nehmen zu können.“


Nach drei Niederlagen in Folge konnte der TSV Langenbrücken mit einem 3:0 Sieg über den TSV Wiesental II seine Durstrecke beenden und sich endlich wieder über einen Sieg freuen. Der Coach fasst zusammen: „Wir konnten einen verdienten Sieg einfahren, bei dem sogar weitere Treffer möglich gewesen wären. Im Vergleich zu den Vorwochen hatten wir eine höhere Laufbereitschaft und zeigten mehr Willen. Natürlich hat aber auch eine etwas verbesserte Personalsituation dazu beigetragen, dass wir deutlich stärker als noch am letzten Wochenende aufgetreten sind.“
Dies möchte der Coach jetzt gegen Rheinhausen wiederholen: „Das gilt es jetzt in die nächsten Partien mitzunehmen. Außerdem hoffen wir natürlich auf die Rückkehr weiterer verletzter Spieler und hoffen, dass sich das Lazarett somit deutlich lichtet. Wir wünschen uns für den kommenden Sonntag natürlich unseren ersten Heimsieg. Dafür gilt es aber, den Gegner nicht zu unterschätzen und wieder alles daran zu setzten, unser Spiel zu spielen.“

Nach einer Durststrecke von drei Niederlagen in Folge konnte das Team von Ronald Fruh gegen Kronau II zumindest einen Zähler einfahren. Mit gemischten Gefühlen blickt der Trainer auf das torlose Remis zurück: „Gleich zu Beginn hätte Kronau in Führung gehen können, aber dann kamen wir besser ins Spiel und die Partie war in der ersten Halbzeit ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit waren wir klar überlegen. Aber wenn man dreimal frei vor dem Tor das Ding nicht macht, muss man leider mit dem Unentschieden leben. Auch wenn wir gefühlt eher zwei Punkte verloren als einen Punkt gewonnen haben. Das Remis hilft uns insofern weiter, als das wir weiterhin drei Punkte mehr als Kronau haben.“
Gerne würde Fruh gegen Langenbrücken einen Zähler mitnehmen: „Da es sich bei Langenbrücken um eine erste Mannschaft handelt, hängen auch hier die Trauben für uns hoch. Aber jedes Spiel muss erstmal gespielt werden. Wenn meine Jungs den Kampf in Langenbrücken annehmen, ist vielleicht ein Punkt drin.“ Die letzte und einzige Begegnung dieser beiden Teams endete jedoch mit 2:6 für den TSV.

 

 

 

 


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