Vier Pläne für die Oberliga
Dienstag 24.11.20 09:00 Uhr|Autor: Torben Schröder1.372
Bereits fünf mal konnte Stürmer Amodou Abdullei für die Eintracht aus Trier treffen Foto: Sebastian J. Schwarz

Vier Pläne für die Oberliga

Spielklasse pausiert mindestens bis zum 14. Januar
Mainz. Auch die Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar hat ihren Spielbetrieb 2021 ausgesetzt. Ab dem 15. Januar könnte es nach einem Präsidiumsbeschluss des Regionalverbandes Südwest weitergehen – wenn der Staat rechtzeitig den Spiel- und Trainingsbetrieb gestattet. Sonst wird noch länger pausiert. Sollte ein Re-Start Mitte Januar klappen und danach keine neuerliche Corona-Welle den Spielplan torpedieren, will der Verband die reguläre Runde sowie die Auf- und Abstiegsrunde vollständig bis Anfang Juni durchziehen.


Vereine müssen mit Englischen Wochen rechnen

„Einen Plan B, C und D haben wir“, sagt Geschäftsführer Oliver Herrmann. Plan A sieht vor, die ausgefallenen Spieltage sowie die Nachholspiele mithilfe Englischer Wochen ab Mitte Januar in den Spielplan zu integrieren und am ersten Juni-Wochenende die Auf- und Abstiegsrunden abgeschlossen zu haben. „In der Vorrunde sind die Wege kurz, da wären auch Mittwochsspieltage möglich“, sagt Herrmann. Plan B wäre, die Play-offs nur zur Hälfte zu spielen, jeder gegen jeden ohne Rückspiele. Plan C tritt in Kraft, wenn die Nord- und Südstaffel alle 22 Spieltage absolviert haben, danach aber keine Zeit mehr bleibt. Dann werden beide Tabellen gemeinsam gewertet. Zwischen dem Nord-Ersten Eintracht Trier und Süd-Primus Wormatia Worms gäbe es also ein echtes Fernduell um den Direkt-Aufstieg.

Plan D ist eigentlich keiner, wie Herrmann erläutert. Denn wenn nicht einmal die Vorrunde komplett gespielt werden kann, erfolgt auch keine Wertung – der Worst Case. Klar ist auch: Eine Verlängerung der Saison in den Juli hinein wird es nicht geben, allenfalls noch zwei, drei Wochen im Juni könnten drangehängt werden. Schließlich müsse der Übergang zu den höheren und unteren Ligen klappen, und es gehe beim Südwest-Verband auch um die Futsal-, Frauen-, Junioren- und Juniorinnen-Regionalligen. Sobald es seitens der Politik Neues hinsichtlich des Spiel- und Trainingsbetriebs gibt, will das Präsidium wieder zusammenkommen und auch die Vereine in einer Videoschaltung zusammenbringen. Der Verband geht von zehn bis 14 Tage Mannschaftstraining vor dem Re-Start aus.

„Dass dieses Jahr nicht mehr gespielt werden wird, war eigentlich allen bewusst“, sagt Anouar Ddaou. Zwei Wochen Training „wären sehr knapp“, findet der Trainer des SV Gonsenheim: „Es würde mit den englischen Wochen zu deutlich erhöhter Verletzungsgefahr führen.“ Training über Weihnachten könne man den Spielern speziell nach so einem Chaos-Jahr nicht zumuten. Ddaous Plädoyer: vier Wochen Teamtraining, später starten. Plan A findet er zu eng gestrickt, für Plan B hat er aus Gründen der sportlichen Gerechtigkeit wenig übrig. Plan C sei ideal, gern mit Entscheidungsspielen um die wichtigen Tabellenplätze. Etwaige Ungerechtigkeiten durch unterschiedlich starke Staffeln könnten so im direkten Duell geklärt werden.

 


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