Zwei Baustellen bei der TSG
Sonntag 01.03.20 19:14 Uhr|Autor: Carsten Schröder578
In Bedrängnis: Der Pfeddersheimer Fabio Schmidt (rechts) wird durch Dudenhofens Tolga Barin bearbeitet. Foto: BK/Dirigo

Zwei Baustellen bei der TSG

SPIELBERICHT OBERLIGA RHEINLAND-PFALZ/SAAR +++ Offensive bleibt gegen Dudenhofen zu harmlos +++ Torwartwechsel ohne erhoffte Wirkung

Pfeddersheim. Die TSG Pfeddersheim ist in der Fußball-Oberliga mit einem klassischen Fehlstart aus der Winterpause gekommen. Im Heimspiel gegen den FV Dudenhofen setzte es eine 0:3 (0:1)-Pleite. Ohne ihren „ersten Sturm“ blieben die Schützlinge von Daniel Wilde im Angriff zu harmlos. Und in der Defensive verpuffte die Wirkung, die sich der TSG-Trainer von einem Wechsel des Torhüters erhofft hatte.




Es war im Spätsommer gewesen, als Patrick Stoffleth den Platz im TSG-Tor übernommen hatte. Fürs erste Spiel des Jahres beorderte Wilde jetzt aber wieder den davor glücklosen Daniel Diel zurück in den Kasten. Der TSG-Trainer sprach nachher von einer schwierigen Entscheidung, hätten doch beide eine gute Vorbereitung gespielt. Ein entscheidender Faktor sei aber der Ausfall des rotgesperrten Benjamin Himmel gewesen. Die dadurch fehlende Ruhe am Ball habe er durch die Hereinnahme von Daniel Diel auffangen wollen. Wilde: „Er ist mit dem Fuß der bessere Torwart.“ Den Nachweis blieb der 28-Jährige indes schuldig. Schon vor der Pause landete ein Querschläger im Mittelfeld beim Gegner. Und nach 65 Minuten spielte Diel gar am eigenen Strafraum den Ball in die Füße von Paul Stock, der die Einladung zu seinem neunten Saisontreffer dankbar annahm (65.).

„Das Tor geht auf seine Kappe“, konnte Wilde den Keeper da von einer Schuld nicht freisprechen. Letztlich war die beschriebene Szene ja aber auch schon das 0:3, die Partie ging nicht durch diesen groben Aussetzer verloren. Vielmehr war der Ausgang das Ergebnis eines auch in der Offensive zu harmlosen Auftritts der TSG, was Daniel Wilde sogar auf seine Kappe nahm. Weil Shuntaro Kawabe und Sebastian Kaster verletzt fehlten, hatte der Coach einen Sturm aus Nils Anhölcher, dem A-Jugendlichen Tim Dietz und dem in der Winterpause verpflichteten (und gleich verletzten) Brice Dogui formiert. „Er hat erst drei Mal mit der Mannschaft trainiert“, rief Wilde später in Erinnerung, warum es mit dem Zusammenspiel schwierig werden musste. Die ausgegebene Taktik, sich einen Tick mehr als gewohnt zurückzuziehen, beurteilte der Coach letztlich als falsch: „Die Niederlage nehme ich auf meine Kappe.“

Wobei der Fehlstart deshalb nicht gleich zwangsläufig war. In Mittelfeld und Abwehr standen die TSGler ja zumindest einigermaßen stabil. Gefährlich wurde es bis in die Endphase der ersten Hälfte hinein allenfalls für Dudenhofen. So bei einem auf den langen Pfosten gezogenen Freistoß von Marcel Öhler, den die Gäste nur mit Mühe am Tor vorbeilenkten. Die folgende Ecke von Nils Anhölcher tropfte auf die Latte (20.). Und Mühe hatte Gästekeeper Malcolm Little auch noch bei einem Distanzschuss von Fabio Schmidt (38.).

Der erste Abschluss der Gäste lenkte die Partie dann aber in die andere Richtung. Nach einer eher zufälligen Billard-Aktion kam da Michael Bittner zum Abschluss, den Daniel Diel hinter einer zudem tapsig aussehenden TSG-Abwehr durchrutschen (!) ließ (43.).

Vielleicht hätte der TSG-Keeper ja sogar noch zum Helden werden können, parierte er in der 61. Minute doch zunächst gegen die frei vor ihm auftauchenden Bittner und Julian Scharfenberger. Die Abwehraktion landete dann aber doch noch mal bei Bittner. Querpass. Scharfenberger. Tor.

Seitens der Gäste nahm Trainer Christian Schultz den Ausgang nachher als verdienten Sieg nach einer verpatzten Vorbereitung: „Wenn es um was geht, sind wir da.“

TSG Pfeddersheim: Diel Lutz (62. Zolotarev), Tillschneider, Ludwig, Gopko Bräuner, Öhler, Schmidt Dogoui (69. Udagawa), Anhölcher, Dietz (56. Kodraliu).




GALERIE TSG Pfeddersheim - FV Dudenhofen


Tabelle
1. Schott Mainz 2129 42
2. FC K´lautern II 2122 40
3. Elversberg II (Auf) 2118 40
4. TuS Koblenz 2110 39
5. Eintr. Trier 2013 37
6. FV Dudenhof. (Auf) 2112 35
7. Worma. Worms (Ab) 209 33
8. Gonsenheim (Auf) 218 31
9. Diefflen 215 29
10. Pfeddersheim 21-1 28
11. FV Engers 21-1 28
12. Völklingen 21-7 26
13. Wiesbach 21-12 25
14. Ludwigshafen 21-15 24
15. FC Karbach 21-18 21
16. Mechtersheim 21-14 19
17. Bingen 21-24 19
18. Eisbachtal (Auf) 21-34 14
Wertung gemäß Quotientenregel: Erreichte Punkte dividiert durch absolvierte Spiele
Die Runde wurde wegen der Pandemie abgebrochen. Schott Mainz steigt in die Regionalliga auf und es gibt keine Absteiger.
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