FuPa-Medizincheck: Dr. Geronikolakis stellt sich vor
Donnerstag 29.10.15 13:00 Uhr|Autor: FuPa Stuttgart3.510
Der FuPa-Medizincheck mit Dr. Simeon Geronikolakis.

FuPa-Medizincheck: Dr. Geronikolakis stellt sich vor

Neue FuPa-Serie / Regelmäßige Tipps und Infos rund um Verletzungen im Sport

Wir starten eine neue Serie: Den FuPa-Medizincheck. Regelmäßig werden wir euch rund um das Thema Verletzungen, Spielvorbereitung und Prophylaxe mit Tipps und Informationen versorgen. Doch zuerst stellen wir Dr. med. Simeon Geronikolakis vor.




Hallo Herr Dr. Geronikolakis, heute startet FuPa mit Ihnen als Experten eine neue Serie rund um das Thema Sportmedizin. Was können die Leser von der Serie erwarten?

Dr. Geronikolakis: In dieser Serie sollen allgemeine und auch aktuelle sportmedizinische Themen rund um den Fußball aufgegriffen werden. Hierbei wird es vorwiegend um unterschiedliche Fußballverletzungen und deren Behandlung gehen, aber auch um das Thema der Verletzungsprophylaxe. Darüber hinaus haben die FuPa-Leser die Möglichkeit Fragen einzusenden, wovon dann ausgewählte gesondert beantwortet werden.

Warum ist das Thema Sportmedizin für unsere Leser wichtig?

Dr. Geronikolakis: Leider kommen im Fußball sehr häufig Verletzungen vor, die oft zu unterschiedlich langen Ausfallszeiten führen, eine vorübergehende Leistungsminderung bewirken oder auch Folgeschäden und chronische Beschwerden nach sich ziehen können. Um bestmöglich mit einer Verletzung umzugehen, ist es meiner Meinung nach von großer Bedeutung diese zumindest annähernd auch zu verstehen. Dies gilt sowohl für den Verletzten selber als auch für indirekt Beteiligte, wie zum Beispiel die Trainer oder die Eltern.

Sie arbeiten als Sportmediziner schon seit vielen Jahren im Spitzen-, aber auch im Breitensport. Kommt, gerade bei den Amateuren, das Thema der medizinischen Betreuung zu kurz?

Dr. Geronikolakis: In der Qualität der ärztlichen Untersuchung und Diagnostik sowie der Beratung sollte es eigentlich keine Unterschiede geben. Bedauerlicherweise ist im Amateurbereich jedoch die medizinische Betreuung nicht in dem Umfang möglich wie dies im Spitzensport meistens der Fall ist. Aus meiner Sicht ist es wichtig, den Spieler während der gesamten Zeit bis zur kompletten Heilung der Verletzung zu begleiten und ihn zu führen. Auch sollte eine regelmäßige und gute Kommunikation zwischen Arzt, Physiotherapeuten, ggf. Athletiktrainer und dem gesamten Trainerteam stattfinden. Das kommt leider im Breitensport zu kurz, vor allem weil die meisten Amateurvereine keinen Mannschaftsarzt und somit keinen festen Ansprechpartner, zu dem auch ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden kann, haben.

Ihr erster Beitrag in dieser Serie wird in Bälde folgen. Wollen Sie uns heute schon einen kurzen Einblick geben worum es darin gehen wird?

Dr. Geronikolakis: Im ersten Beitrag ist zunächst einmal ein grober Überblick über die häufigsten Fußballverletzungen geplant, bevor dann in der Folge einzelne spezielle Themen behandelt werden, ggf. angepasst an die Aktualität.

Herr Dr. Geronikolakis, wir bedanken uns für das Gespräch und freuen uns auf Ihre Beiträge.

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Informationen zu Dr. Simeon Geronikolakis

Dr. Geronikolakis ist Sportmediziner und Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie aus Stuttgart. Als Sportarzt kümmert er sich seit nun mehr als zehn Jahren um die Betreuung von Spitzensportlern und verschiedenen Vereinen, vor allem vielen Fußballmannschaften sowie einzelnen Amateur- und Profifußballern. Seit Anfang 2013 zusätzlich als DFB-Arzt sehr aktiv, ist er auch unter anderem Mannschaftsarzt der deutschen U15-Nationalmannschaft.

In den letzten Jahren war er zudem tätig als Mannschaftsarzt des VfB Stuttgart II, betreuender Arzt der Kaderathleten des Olympiastützpunktes Stuttgart, Verbandsarzt des württembergischen Fußballverbandes (wfv), Referent in der Fußball-Lizenztrainerausbildung, Team-Arzt der deutschen Fußball-Amateur-Nationalmannschaft (mit dreimaliger EM-Quali- und zweimaliger EM-Endrunden-Teilnahme), Nationalmannschaftsarzt der deutschen Mannschaft der rhythmischen Sportgymnastik und leitender Arzt des entsprechenden Nationalmannschaftszentrums.

Ferner übernahm er auch die medizinische Betreuung von mehreren nationalen und internationalen Sportereignissen (u.a. Handball-WM 2006, Turn-WM 2007, Turn-Weltcups 2007-2014, Turn-Bundesliga 2008, Turn-Deutschland-Cup 2008, 6-Tage-Rennen 2008, Judo-WM 2009, Wasserball-Junioren-EM 2010, , U19-Damen-Fußball-EM-Eliterunde 2013, Weltcup der rhythmischen Sportgymnastik 2014, Weltmeisterschaft der rhythmischen Sportgymnastik 2015, UEFA Regions' Cup 2010-2015).

Aktuell führt er private Sprechstunden in einer orthopädisch-unfallchirurgischen Praxis in Ludwigsburg und teilweise auch in Bad Cannstatt durch.

Eine Terminvereinbarung ist für unsere FuPa-Leser unter dr.geronikolakis@outlook.com möglich. Leser können ihre Fragen via medizincheck-stuttgart@fupa.net an ihn richten.




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