FuPa-Medizincheck: Der Mittelfußbruch
Donnerstag 25.05.17 07:45 Uhr|Autor: Dr. Simeon Geronikolakis3.287
Der FuPa-Medizincheck mit Dr. Simeon Geronikolakis. Foto: FuPa Stuttgart

FuPa-Medizincheck: Der Mittelfußbruch

FuPa-Serie: +++ Regelmäßige Tipps und Infos rund um Verletzungen im Sport +++
Im FuPa-Medizincheck stellt Dr. Simeon Geronikolakis Verletzungen rund um die Sportart Fußball vor. Dieses Mal werden Ursachen, Diagnostik und Therapievorschläge im Bezug auf einen Mittelfußbruch erläutert. Übrigens: Wer eine Frage an Ihn hat, kann jene ganz einfach via Email stellen!


Anatomie

Der Mittelfuß befindet sich zwischen der Fußwurzel und den Zehen und besteht aus fünf einzelnen Knochen, die sich geringfügig gegeneinander bewegen können und so die Anpassung des Fußes an Unebenheiten ermöglichen.

Entstehung

Auf den Ermüdungsbruch, eine Sonderform des Mittelfußbruches, der durch eine Überlastung des Knochens entsteht, soll hier nicht näher eingegangen werden. Diesbezüglich wird auf den gesonderten Beitrag im FuPa Medizincheck „Der Ermüdungsbruch am Fuß“ verwiesen.

Zu einem traumatischen Mittelfußbruch kann es durch direkte Gewalteinwirkung, wie zum Beispiel einem Schlag oder Tritt, kommen. Häufig resultiert er aber aus einem Umknicken des Fußes nach außen. In diesem Fall ist meistens die Basis des fünften Mittelfußknochen betroffen, da der abrupte Zug einer hier ansetzenden Sehne zu einem knöchernen Ausriss dieser führen kann.

Symptome und Diagnostik

Die Hauptsymptome eines Mittelfußbruches sind der Belastungsschmerz sowie die lokale Druckschmerzhaftigkeit, oft begleitet von einer Schwellung und einem äußerlich sichtbaren Hämatom. Die Diagnose wird in der Regel durch eine Röntgenuntersuchung gesichert, die später dann auch zur Kontrolle des Heilverlaufes und dem Ausschluss von möglichen Komplikationen erforderlich ist.

Therapie

Abhängig der erhobenen vor allem radiologischen Befunde und somit vorwiegend der Lokalisation, Art und Schwere des Bruches, ist die Therapie entsprechend zu wählen. Bei nicht oder nur gering verschobenen Brüchen ist oft eine konservative, also nicht operative, Therapie möglich, die neben initial abschwellenden Maßnahmen die Entlastung und Ruhigstellung des Fußes in einem Gips oder Spezialschuh über ca. 6-8 Wochen und unter Thromboseprophylaxe beinhaltet.
Besteht die Notwendigkeit einer Operation, so werden über einen Hautschnitt die Knochenfragmente reponiert, also wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückgebracht, und dort mittels Schrauben, Platten und/oder Drähten fixiert. Eine mehrwöchige Entlastung des Fußes ist auch nach einem operativen Eingriff erforderlich.

Komplikationen

Mögliche Komplikationen nach einem Mittelfußbruch sind neben den allgemeinen Operationsrisiken auch in der konservativen Behandlung vor allem die sekundäre Verschiebung der Fragmente und die verzögerte bzw. ausgebliebene Knochenheilung. Darüber hinaus können sich ungünstige Veränderungen des Quer- und/oder Längsgewölbes des Fußes ausbilden, wie zum Beispiel ein Platt- oder Spreizfuß. In der Regel heilt ein Mittelfußbruch jedoch folgenlos aus.

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Informationen zu Dr. Simeon Geronikolakis

Der in Ludwigsburg praktizierende Sportmediziner und Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie ist insbesondere in Fußballerkreisen sehr bekannt. Als Sportarzt kümmert er sich schon seit vielen Jahren um die Betreuung von Spitzensportlern und Vereinen aus unterschiedlichen Sportarten, vor allem von mehreren Fußballmannschaften sowie einzelnen Amateur- und Profifußballern. Im Rahmen seiner Tätigkeit als DFB-Arzt betreut er seit Anfang 2013 zusätzlich die Junioren-Fußball-Nationalmannschaften und ist Teamarzt der deutschen U15-Nationalmannschaft.

In den letzten Jahren wirkte Dr. Geronikolakis unter anderem auch als Mannschaftsarzt beim VfB Stuttgart, betreuender Arzt der Kaderathleten des Olympiastützpunktes Stuttgart, Verbandsarzt des württembergischen Fußballverbandes (WFV), Referent in der Fußball-Lizenztrainerausbildung, Team-Arzt der deutschen Fußball-Amateur-Nationalmannschaft (mit dreimaliger EM-Quali- und zweimaliger EM-Endrunden-Teilnahme), Nationalmannschaftsarzt der deutschen Mannschaft der rhythmischen Sportgymnastik und leitender Arzt des entsprechenden Nationalmannschaftszentrums.

Ferner übernahm er auch schon die medizinische Betreuung von mehreren nationalen und internationalen Sportereignissen (u.a. Handball-WM 2007, Turn-WM 2007, Turn-Weltcups jährlich 2007-2014, Turn-Bundesliga 2008, Turn-Deutschland-Cup 2008, 6-Tage-Rennen 2008, Judo-WM 2009, Wasserball-Junioren-EM 2010, Bahnrad-WM 2011, U19-Damen-Fußball-EM-Eliterunde 2013, Weltcup der rhythmischen Sportgymnastik 2014, Weltmeisterschaft der rhythmischen Sportgymnastik 2015, UEFA Regions' Cups 2010-2015).

Nähere Infos über Dr. Geronikolakis unter www.dr-geronikolakis.de oder www.fussballarzt.de Eine Terminvereinbarung ist für unsere FuPa-Leser unter mail@dr-geronikolakis.de möglich. Leser können ihre Fragen via medizincheck-stuttgart@fupa.net an ihn richten.



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