Egal, was kommt: Sauertaler Trainer bleibt an Bord
Mittwoch 29.01.20 09:51 Uhr|Autor: Josef Weirich1.719
Hat im Sauertal verlängert: Martial Servais. Foto: Sebastian J. Schwarz

Egal, was kommt: Sauertaler Trainer bleibt an Bord

Der Bezirksliga-Wintercheck, Teil I: Teams aus Konz, Schoden, Ralingen und dem Ruwertal im Visier.
Im ersten Teil der winterlichen Liga-Impressionen stehen die Saarclubs aus Konz und Schoden sowie die in den Tabellenkeller abgerutschten Vereine aus dem Ruwertal und von der Sauer im Fokus.


SV Konz:23 Punkte und der neunte Tabellenplatz: So lautet die Zwischenbilanz des SV Konz im zweiten Jahr unter seinem Trainer Thomas Berens. Beim Club vom Saar-Mosel-Eck herrschte in der Winterpause emsige Betriebsamkeit. Vier Neuzugänge verbuchten die Konzer in der Wechselphase, die Zuversicht auf einen Leistungsschub in der Rückrunde ist gewachsen.

Personal:  Kevin Bernard kehrte aus Wasserliesch nach Konz zurück, weiter schlossen sich die erfahrenen Dimitri Prokopenko (Erzhausen/zuvor St. Petersburg) und der Bosnier Aleksandar Parhamov (Rothwesten/Hessen) dem Verein an. Vierter Neuer im Bunde ist der 19-jährige Offensivspieler Hamza Mato, der von Westwacht Aachen verpflichtet wurde.

Zwischenbilanz: So sieht Trainer Thomas Berens den bisherigen Saisonverlauf: „Ich bin nicht ganz zufrieden. Wir haben andere Ansprüche. Wir sind schlecht gestartet, weil sechs Spieler verletzt waren und wir zunächst keine konkurrenzfähige Mannschaft aufbieten konnten. Nach schleppendem Start ist es dann nach dem 3:0-Sieg gegen Rot-Weiß Wittlich aufwärts gegangen. Mit Dominik Güth, Pascal Güth, Stefan Becker, Merlin Weis und Kai Peters kehrten dann wichtige Leute in den Kader zurück. Auch Sasaki Koute beendete seinen Berlin-Aufenthalt. Wir kamen dann ins Rollen und der Konkurrenzkampf innerhalb des Teams war eröffnet. Das schlägt sich auch in den Leistungen nieder.“

Die Ziele des Trainers:  „Wir haben in Abstimmung mit dem Vorstand einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel ausgegeben. Ich bin da ehrgeiziger und peile einen Platz unter den ersten sechs an. Primäres Ziel ist es aber, den Abstand nach unten in der Tabelle groß zu halten. Mein persönliches Ziel ist es, kein Spiel mehr in der Rückrunde zu verlieren“.

Vorbereitung:  „Wir werden diverse Testspiele wie zum Beispiel gegen Weiskirchen und Salmrohr absolvieren, um uns auf den Frühjahrsauftakt gegen Schoden vorzubereiten. Wegen der 0:7-Heimklatsche aus der Hinrunde haben wir noch eine Rechnung offen“.

SG Saartal Schoden: Als Tabellenzehnter rangiert die SG Saartal Schoden im Mittelfeld der Tabelle, doch die Zukunftsperspektive des Teams vom Saarstrand ist äußerst positiv. Trainer Heiko Niederweis betreut einen der jüngsten Kader in der Liga, dem seiner Meinung nach die Zukunft gehört.

Personal: Abgänge hatten die Saartaler in der Winterpause nicht zu verzeichnen, auf der Habenseite wurde Neuzugang Yannic Clement verbucht. Der 21-jährige Abwehrspieler mit Saarburger  Vergangenheit wollte schon im Sommer zu den Saartalern wechseln, aber erst im Winter klappte das Comeback an der Saar. Der 1,90 Meter große Spieler kann auch im zentralen Mittelfeld eingesetzt werden.

Zwischenbilanz: Für Trainer Niederweis fällt die Wertung der ersten Saisonhälfte zweigeteilt aus: „Uns war klar, dass es mit dem jüngsten Kader in der Liga schwer werden wird, wir hatten ein Lehrjahr eingeplant, um eine neue Mannschaft aufzubauen. Wir konnten viele Jungs aus der Jugend integrieren, trotzdem hätte ich mir einen schnelleren Lernprozess gewünscht. Spielerisch bin ich zufrieden, wir hatten aber mehr Niederlagen als Siege. Das ärgert mich. Wir haben viele Punkte liegenlassen, weil uns die Konzentration gefehlt hat.“

Ziele: „Wir wollen in der Rückrunde unseren Lernprozess fortsetzen und einen Kontakt zu den hinteren Plätzen in der Liga vermeiden. Positiv ist, dass alle Jungs ihre Bereitschaft signalisiert haben, uns  im nächsten Jahr  treu zu bleiben. Ich bin überzeugt, dass wir einen weiteren Schritt nach vorne machen können“.

Vorbereitung:  „Ich finde es bei der Terminplanung ungünstig, dass es schon direkt nach Fastnacht weitergeht. Die Jungs fiebern schon dem Derby gegen Konz Ende Februar entgegen. Wir wissen, dass uns nach unserem 7:0-Sieg in der Hinrunde in Konz ein heißer Tanz erwartet, zumal mit Thomas Berens auch der Schodener Ex-Trainer hier erwartet wird“.

SG Ruwertal: Die Zahl 13 soll dem Team aus dem Ruwertal Glück bringen. Die Elf von Trainer Jan Stoffels überwintert mit bescheidenen 13 Saisonzählern auf dem 13. Tabellenrang – ziemlich ungewohnt für den in den Vorjahren als Perspektivteam gehandelten Club von der Ruwer. Auch die Ankündigung von Trainer Jan Stoffels, seine neunjährige Trainertätigkeit im Sommer zu beenden, trug nicht zur Frustbewältigung in der Talenteschmiede bei.

Personal: Zwei  erfahrene Neuzugänge sollen die Ruwertaler im Abstiegskampf unterstützen. Nach einjährigem Gastspiel in Leiwen kehrte der 32-jährige Christian Dahm an die Ruwer zurück und mit dem 36-jährigen Routinier Hans Schulz heuerte ebenfalls ein Ex-Leiwener nach fünfjähriger Abwesenheit wieder bei seinem Ex-Club an. Trainer Stoffels: „Ich bin froh, das mit den beiden zwei weitere Spieler Verantwortung übernehmen und vorneweg gehen können. Das hat uns zuletzt gefehlt“.

Zwischenbilanz: Trainer Stoffels: „Nach einem Blick auf die Tabelle braucht man nicht viel zur Bilanz zu sagen“.

Ziele: „Unser Ziel ist, dass der Verein in der nächsten Saison in sein neuntes Bezirksligajahr geht“.

Vorbereitung: „Wir machen Laufeinheiten, Training mit Ball und Einheiten mit unserer Fitnesstrainerin Fabienne Ingrillini. Zudem absolvieren wir vier Testspiele.“

Los geht es für die SG Ruwertal schon am 22. Februar mit dem Nachhol-Heimspiel gegen Körperich.

SG Sauertal Ralingen: Mit nur zehn Punkten aus den bisherigen 17 Spielen überwintert Ralingen auf dem vorletzten Tabellenplatz, 13 Niederlagen stehen bislang nur drei Siege gegenüber. Trotzdem gab es ein starkes Zeichen aus dem Club: In der Winterpause verlängerte die Spielgemeinschaft den Trainerkontrakt mit Coach Martial Servais um ein weiteres Jahr, gleich in welcher Spielklasse die Ralinger in der nächsten Saison angesiedelt sind.

Personal: Abgänge gab es während der Winterpause im Sauertal keine, dafür wurde mit Julian Weber ein 30-jähriger Abwehrspieler vom SV Sirzenich neu ins Team geholt.  Auch die erfolgreiche Reaktivierung des wiedergenesenen 19-jährigen Abwehrspielers Abraham Wirtz wird als gefühlter Neuzugang gewertet.

Zwischenbilanz: Trainer Servais: „Die Hinrunde ist bescheiden verlaufen. Wir wussten, dass wir gegen den Abstieg spielen, und es schwer wird, die Klasse zu halten. Wir konnten verletzungsbedingte Ausfälle nicht kompensieren und auch die Resultate haben nicht das hergegeben, was wir uns vorgestellt haben. Wir haben zu viele Gegentore kassiert, es hat sich eine Negativ-Spirale entwickelt. Da gingen die Köpfe schnell nach unten.“

Ziele: „Jeder weiß, welche Möglichkeiten wir haben und das die Bezirksliga etwas über unserem derzeitigen Leistungsniveau liegt. Wir müssen den Zähler wieder auf null stellen und versuchen, uns Spiel für Spiel heranzuarbeiten. Wir geben nicht auf und versuchen mit einem positiven Gefühl in die Rückrunde zu starten. Aus den ersten beiden Spielen gegen Badem und Saartal müssen vier Punkte her, wenn wir es noch schaffen wollen. Danach müssen wir schauen, was geht. Wir wollen mit einem positiven Lauf gut aus der Winterpause kommen. Wir haben keinen Druck aus dem Verein, außer dem Druck, den wir uns selber  machen“.

Vorbereitung: „Wir machen vier bis fünf Einheiten die Woche, einschließlich der Testspiele. Wir wollen den Schwerpunkt auf die Fitness legen und taktische Sachen einstudieren. Ziel ist es, die Defensive zu stärken. An zwei Team-Abenden wollen wir uns auch mental einstimmen.“

 


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