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Dienstag 05.09.17 07:31 Uhr|Autor: MOZ.de / Yasmine Nießner441
Abhaken und Augen nach vorn: Ingo Kahlisch tritt schon am Freitag mit Optik Rathenow gegen den schlecht gestarteten Meisterfavoriten Tennis Borussia an. Foto: Bock

"Wir sind weiter, das ist das Wichtigste"

Ingo Kahlisch will nicht lange über den Pokalsieg gegen Sachsenhausen reden. Denn am Freitag muss Optik Rathenow zum Topspiel zu Tennis Borussia.

Optik Rathenow  hat das Achtelfinalticket bei TuS Sachsenhausen im Brandenburger Landespokal gelöst. Lange gefeiert wird aber nicht. Am Freitag steht das Spiel gegen Tennis Borussia Berlin in der Oberliga Nord an. Es ist aufgrund der Leichtathletik-EM nach Rathenow verlegt worden. 



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Optik-Coach Ingo Kahlisch machte es nach dem Pokalsieg kurz: "Wir sind weiter, das ist im Pokal das Wichtigste. In der ersten Halbzeit haben wir das kontrolliert und ordentlich gemacht. Mit der Leistung nach der Pause war ich nicht zufrieden, mir fehlte das Spiel über außen. Aber, wie gesagt, wir sind in der nächsten Runde."

Während Aleksandar Bilbija und Marcus Stachnik nicht rechtzeitig fit wurden, stand Murat Turhan überraschend doch im Aufgebot. Er nahm nach anderthalb Wochen ohne Training aber erst einmal auf der Ersatzbank Platz. Dafür kam George Moushi zu seinem Startelfdebüt.

Der Beginn war wie im Vorjahr, die Optik-Elf mit Überlegenheit und ersten Chancen. Jerome Leroy und Moushi scheiterten an TuS-Schlussmann Nick Schrobback. Nach einer Viertelstunde hatten sich die Sachsenhausener auf die Rathenower eingestellt. Quasi mit einer Fünfer- und einer Viererkette agierend, konnten die Gastgeber den FSV nun besser vom Strafraum fernhalten.

Offensiv aktiv wurde TuS in dieser ersten Hälfte nur zweimal. Während Andor Müller nach Eingabe von Dennis Wulff völlig freistehend eine hundertprozentige Gelegenheit vergab, endete die viel ungefährlichere Aktion für einen Rathenower tragisch. Müllers Schuss flog weit am Tor vorbei, aber Suguru Watanabe, der den Abschluss verhindern wollte, verletzte sich dabei schwer am Knöchel und musste in die Kabine getragen werden. Und das auch noch an seinem Geburtstag! Für ihn rückte Oscar Ortiz in die Viererkette.

Nach einer halben Stunde trafen die Gäste das erste Mal. Süleyman Kapan köpfte nach einem Freistoß Jerome Leroys zur vermeintlichen Führung. Da die Fahne oben war, zählte der Treffer nicht. Von außen sah es nicht nach Abseits aus, fairerweise muss aber gesagt werden, das beide Assistenten sehr lauffleißig waren und sich eigentlich immer auf Ballhöhe bewegten.

Egal, akzeptieren mussten die Spieler die Entscheidung ja sowieso. Kurz darauf fiel ja dann auch das reguläre 0:1. "Bester Spieler war heute Julian Ringhof. Er hat enorm viele Kopfballduelle gewonnen und hinten für Ruhe gesorgt." Der Aussage von Ingo Kahlisch soll nicht widersprochen, sondern lediglich etwas hinzugefügt werden. Julian sorgte nämlich in der 37. Minute mit dem Fuß auch noch für das entscheidende Tor, als er in einen Schuss von Cüneyt Top hineinrutschte.

Nach dem Wechsel wurden die Oranienburger Vorortler mutiger, was zum einen Chancen für Dennis Wulff (gehalten) und Christopher Groll (vorbei) brachte, zum anderen den Gästen viel mehr Raum eröffnete. Innerhalb von Sekunden hätte die Entscheidung fallen können. Erst schoss Leroy, der sich sehr schön durchgesetzt hatte, drüber, dann landete der Heber Kapans über den Keeper Zentimeter neben dem Tor.

Was nun auffiel - bei den Rathenowern kamen die Pässe nicht mehr an, der Ball war schnell weg. Außerdem ging es immer wieder durch die Mitte, beziehungsweise es ging gegen die massive Deckung der Schwarz-Weißen eben nicht.

Erst nach 70 Minuten kam im Rahmen eines Dreifachwechsels bei TuS Torjäger Paul Döbbelin auf den Platz. Er hatte auch eine Möglichkeit, bei der Optik-Towart Bjarne Rogall jedoch eine tolle Parade zeigte. Das war aber erst ganz kurz vor dem Abpfiff von Referee Nico Savoly, der lange großzügig war um dann in einer hektischen Schlussphase neben Jerome Leroy auch vier Sachsenhausener zu verwarnen. Andor Müller vergab nochmals wie in der ersten Hälfte freistehend, auf der anderen Seite gab es eine prima Flugeinlage von Nick Schrobback beim Schuss von Kapan.

Nach vier Minuten Nachspielzeit bedankten sich zunächst die Spieler bei den wieder gut 50 mitgereisten Rathenower Anhängern. Und als die Fans dann noch einen Kreis um Suguru bildeten und ein lautes "Happy Birthday to you" ertönen ließen, waren wirklich alle happy.

Weiter geht es bereits am Freitag (8. September). Da trifft der FSV auf den Staffelfavoriten Tennis Borussia Berlin. Entgegen des Spielplans allerdings nicht in Charlottenburg, sondern am Vogelgesang. Wegen Bauarbeiten in Vorbereitung auf die im nächsten Jahr in Berlin stattfindende Leichtathletik-EM ist das Mommsenstadion momentan gesperrt. Anpfiff in Rathenow ist um 17.30 Uhr.

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