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Montag 17.07.17 08:45 Uhr|Autor: MOZ.de / Lukas Grybowski269
Offensiv immer gefährlich: Tobias Marz (am Ball) sorgte über die linke Seite für Gefahr im Angriffsspiel der Klosterfelder. ©Lukas Grybowski

Optik Rathenow zwingt Klosterfelde spät in die Knie

Im Testspiel siegt der FSV am Ende souverän gegen den Brandenburligisten SG Union

Im ersten Testspiel nach der Sommerpause hält Union Klosterfelde gegen Oberlligist Optik Rathenow lange gut dagegen. Doch nach 60 Minuten schwinden die Kräfte und Union muss sich mit 0:4 geschlagen geben.



"Wir wollten mal eine neue taktische Variante ausprobieren, die wir in der letzten Saison schon ab und an gespielt haben", erklärt der sportliche Leiter, Jan Hübner, nach dem Spiel. So agiert Klosterfelde bei gegnerischem Ballbesitz mit einer Fünferkette, die bei eigenem Ballbesitz zu einer Dreierkette wird. Dabei musste Trainer Enrico Maurer zunächst auf Topstürmer Paul Röwer verzichten, der noch verletzt ist. Während die Sommerneuzänge Raif Yaman, Albert Islami und Sascha Pauly zunächst auf der Bank Platz nahmen, fehlten Felix Klaka, der privat verhindert war und Christian Schlender, der sich am Donnerstag im Training verletzte, im Klosterfelder Team.

Von Beginn an sind die Klosterfelder gut im Spiel drin, setzen die Gäste in der eigenen Hälfte immer wieder zielstrebig unter Druck und kommen so zu schnellen Ballgewinnen. Nach 12 Minuten ergibt sich für Jerome Ehweiner sogar die Chance Union in Führung zu bringen, doch sein Schuss aus 11 Metern ist zu zentral.

Nach 20 Spielminuten dann jedoch die erste Schrecksekunde für Union. Nach einer Grätsche humpelt Kapitän Alexander Rathmann vom Platz und kann anschließend auch nicht weiterspielen. "Ich bin bei der Grätsche im Rasen hängen geblieben und hab mir ein bisschen das Knie verdreht", so der Kapitän nach seiner Auswechslung.

Ansonsten bleibt der erste Spielabschnitt eher ereignisarm, doch einen Klassenunterschied zwischen dem Brandenburgligisten und dem Oberligavertreter merkt man nicht. Klosterfelde verteidigt clever, so finden die Gäste aus Rathenow keinerlei Lösungen im Spiel nach vorn. Union ist in den Zweikämpfen immer präsent, kann aber auch nach vorn Nadelstiche setzen und sich kleinere Torchancen erarbeiten, ohne jedoch in Führung zu gehen.

Im zweiten Spielabschnitt findet Optik dann jedoch eine bessere Einstellung zum Spiel und geht nach einem Fehlpass im Klosterfelder Spielaufbau nach 54 Minuten in Führung.

Doch Union bleibt weiter mutig und kommt zu guten Torchancen. So muss der Rathenower Keeper beim Schuss von Sommerneuzugang Raif Yaman (60.Minute) sein ganzes Können zeigen. In der Defensive schwindet bei Union jedoch mit der Zeit die Konzentration. Zunächst vergibt Optik-Angreifer Murat Turhan nach einem Querpass aus wenigen Metern frei vor dem Tor (66.), doch nur eine Minute später ist er nach einer Ecke vollkommen frei und trifft zur 2:0-Führung für die Gäste. "Nach 60 Minuten hat man den Klassenunterschied gesehen, auch weil bei uns einfach die Kraft nachgelassen hat", so Jan Hübner nach dem Spiel.

Nun merkt man auch im Spiel, dass die Gäste den Klosterfeldern in der Vorbereitung um einige Tage voraus sind. Rathenow kombiniert sich nun zielstrebiger durch das Mittelfeld und strahlt in der Offensive immer wieder Gefahr aus. So kommen die Gäste noch zu ihren Treffern drei und vier.

Doch Union will sich nicht torlos geschlagen geben. So macht Neuzugang Raif Yaman bereits einen guten und zielstrebigen Eindruck, scheitert jedoch mehrmals am Gästekeeper, der den Ehrentreffer mit guten Paraden jedoch verhindert.

"Wir wollten von Beginn an eng am Mann stehen und schnell umschalten. Ich denke, das hat heute schon ganz gut geklappt", resümiert Jan Hübner nach dem Spiel. "Man hat gesehen, dass wir alle noch ein bisschen was zu tun haben, aber ansonsten war es ein guter Test für uns", so Hübner weiter.

Im Laufe des Spiels kamen auch die Neuzugänge aus der Bernauer A-Jugend, Albert Islami und Sascha Pauly, zu ihren ersten Minuten im Männerbereich. "Es war auch für unsere jungen Spieler wichtig direkt mal gegen einen Oberligisten ins kalte Wasser geworfen zu werden, damit sie sich an den Männerfußball gewöhnen und sich selbst ein bisschen freischwimmen können", erklärt der sportliche Leiter Hübner sehr anschaulich.

Auch zur taktischen Variante mit lediglich drei Verteidigern bei eigenem Ballbesitz und fünf Defensivspielern bei einem gegnerischen Angriff erklärt er: "Es kann sein, dass man das von uns vielleicht öfter sieht, aber wir werden uns da auch immer ein Stück weit dem Gegner anpassen."

 
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