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Montag 03.10.16 19:57 Uhr|Autor: MOZ.de / Roland Hanke1.431
Pass gespielt: Schöneiches Philipp Kulecki (Mitte) setzt sich gegen Frankfurts Robin Grothe (links) und Tobias Fiebig durch. ©Andreas Hoffmann

Frankfurt und Schöneiche teilen die Derby-Punkte

Sechs Tore und doch kein Sieger: Germania und der 1. FCF trennen sich unentschieden.

Eine Punkteteilung gab es im Ostbrandenburg-Derby in der NOFV-Oberliga Nord: Am 9.Spieltag trennten sich Germania Schöneiche und der 1.FC Frankfurt mit 3:3 (2:1).



Am Ende verdiente sich das Schlusslicht aus Frankfurt den Punkt bei Germania in der "CKS Express Bau - Arena" an der Babickstraße. Die Oderstädter investierten ab Beginn der zweiten Halbzeit mehr und machten aus einem 1:2-Rückstand eine 3:2-Führung, die allerdings die Schöneicher durch einen verwandelten Foulelfmeter noch egalisierten. Kurios: Die Randberliner bejubelten danach noch zweimal einen vermeintlichen Siegtreffer. Doch Alexander Schadows Direktabnahme (90.) an der Strafraumgrenze und der Abschluss von Tino Istvanic nach schöner Kombination (90+2.) pfiff der Schiedsrichter wegen Abseitsstellungen zurück.

Das Aufbäumen der Gastgeber wurde nicht mit dem erhofften Dreier für das neue Trainergespann Ronny Huppert (Chef) und Mannschaftskapitän Stephan Gill (Assistent), der wegen einer Leistenverletzung nicht spielte, belohnt. Der Germania-Vorstand hatte sich, "um neue Impulse zu setzen", vorige Woche vom bisherigen Duo Dirk Bastian (kam erst im Sommer) und Christian Schröder getrennt.

Etwas Neues war von den Schöneichern zumindest in der ersten Halbzeit zusehen. Die Germania spielte und kombinierte sehr gut nach vorn, hatte den Gegner voll im Griff. Doch: "Da muss ich der Mannschaft den Vorwurf einer mangelnden Chancenverwertung machen. Wir hatten noch drei Hundertprozentige", sagt Huppert.

Bereits in der 2. Minute verfehlte Mathias Reischert mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das Frankfurter Gehäuse nur knapp. Wenig später schickte Philipp Kulecki seinen Mitspieler Moritz Borchardt in die Spitze, doch FCF-Torwart Damian Schobert war vor ihm am Ball. Dann schlugen die Oderstädter zu: Nach einem langen Ball tauchte Artur Aniol allein vor Germania-Torwart Daniel Klose auf und ließ dem keine Abwehrchance.

Kurz darauf konnten auch die Gastgeber jubeln, als Martin Gruner nach einer Reischert-Ecke aufs Tor köpfte und auch als Schütze von den Schiedsrichtern ins Protokoll gehoben wurde. Aber Frankfurts Robin Grothe sprang der Ball beim Rettungsversuch auf den Spann und von dort aus über die Linie - also Eigentor.

Nach einer halben Stunde verhinderte noch der Pfosten bei einem Schuss von Tino Istvanic die Germania-Führung, doch zwei Minuten später verwandelte der Stürmer einen Foulelfmeter zum 2:1-Pausenstand. Und nach dem Wiederanpfiff war es mit der spielerischen Überlegenheit der Schöneicher vorbei. Die Gäste gingen jetzt früher in die Zweikämpfe und legten auch spielerisch zu. Die Folge: der Ausgleich durch Grothe, der nach einem Pass von Narciel Mbuku in die Spitze mit Heber aus etwa 13Metern traf. Und Letzterer staubte nach unkonsequenten Germania-Abwehrversuchen zur Frankfurter Führung ab.

Trainer Huppert stellte auf Dreierkette um und brachte mit Alexander Schadow einen zweiten Stürmer. Neun Minuten vor Ende dann wieder ein Foulelfmeter für die Gastgeber- Istvanic war zu Fall gebracht worden. Laute Proteste bescherten den Frankfurtern zwei Gelbe Karten. Christopher-Lennon Skade verwandelte den Elfmeter sicher.

"Wir können mit dem Punkt leben nach einem Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. Aber zufrieden bin ich nicht - wegen der ausgelassen Chancen und auch weil wir drei Gegentore kassierten", sagt Huppert, der bei seinem ersten Einsatz als Chefcoach "kein bisschen aufgeregt" war. "Klar hat man dabei schon einen etwas anderen Blick, aber ich kenne die Perspektive von meiner Position auf dem Feld und als Co-Trainer."

Frankfurts Coach Robert Fröhlich sprach vom "einem guten Punkt für uns. Schöneiche hätte in der ersten Halbzeit den Sack zu machen müssen. Meine Jungs haben im zweiten Durchgang eine gute Leistung gezeigt, auf der wir aufbauen können."

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