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Montag 20.03.17 22:38 Uhr|Autor: Carsten Loos1.620
Der große Moment für Florian Schnorrenberg: DFB-Präsident Reinhard Grindel überreicht dem Trainer des TuS Erndtebrück unter den Augen von DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius (l.), DFB-Sportdirektor Horst Hrubesch (halb verdeckt) und Lehrgangsleiter Frank Wormuth (r.) die Fußballlehrer-Lizenz. Fotos (2): carlo

Florian Schnorrenberg ist Fußballlehrer

Erndtebrücker Trainer wurde offiziell das DFB-Diplom überreicht – Gute Gespräche mit dem TuS Erndtebrück

Der Fußballkreis Siegen-Wittgenstein hat den nächsten Fußballlehrer in seinen Reihen. Das hat Florian Schnorrenberg vom TuS Erndtebrück seit heute Abend mit Brief und Siegel. Der Trainer des Oberliga-Tabellenführers vom Pulverwald erhielt bei der Trainergala des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Neu-Isenburg das Abschlusszeugnis für die bestandene Ausbildung zum Fußballlehrer.

Schnorrenberg erhielt die Urkunde am Ende des 63. Fußballlehrer-Lehrgang seit 1947 aus der Hand von DFB-Präsident Reinhard Grindel. „Ich wünsche den Absolventen geduldige Arbeitgeber“, sagte er im Blick auf das Heuern und Feuern im Trainergeschäft. Ralf Köttker, DFB-Mediendirektor und Moderator der Veranstaltung, betonte: „Wer die Lizenz hat, hat eine gute Basis für alles, was im Fußball kommt.“ Im Publikum saßen Frauen-Bundestrainerin Steffi Jones und Holger Osieck, die rechte Hand von Teamchef Franz Beckenbauer bei der WM 1990.

Zehn Monate lang führte Schnorrenberg für seine Ausbildung zum Fußballlehrer ein Doppelleben zwischen der Hennes-Weisweiler-Akademie in Hennef und seinem Trainerjob in Erndtebrück, montags bis mittwochs auf der Schulbank, den Rest der Woche auf der Betreuerbank. In Hennef teilte sich Schnorrenberg ein Zimmer mit Ismail Atalan. Der hatte in der letzten Saison, als Erndtebrück auch in der Regionalliga West spielte, die Sportfreunde Lotte in in die 3. Liga geführt. Beide kennen sich schon aus Oberliga-Zeiten, als Atalan den SC Roland Beckum trainierte. Er lobte Schnorrenberg: „Florian war immer sehr fleißig.“ Weitere Lehrgangs-Teilnehmer waren unter anderem Michael Schiele (zuletzt Co-Trainer bei Greuther Fürth), Tomasz Kaczmarek (Stuttgarter Kickers) oder Andreas Golombek vom Regionalligisten SC Verl.


„Intensiv, lehrreich, unvergesslich“, fasste Schnorrenberg die Zeit an der Akademie zusammen. Er hospitierte acht Wochen lang bei Andre Schubert beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach, erlebte mit, wie sich die „Fohlen“ im August gegen die Young Boys Bern für die Champions League qualifizierten. An einen „super guten Tag“ erinnerte sich der Erndtebrücker Trainer auch beim niederländischen Ehrendivisionär Twente Enschede. Zu Beginn der Ausbildung waren die Teilnehmer bei der U19-Europameisterschaft in Baden-Württemberg dabei. Lehrgangsbester war Damir Dugandzic vom Badischen Fußball-Verband.

Wie sieht mit dem DFB-Diplom in der Hand nun die Zukunft für den frisch gebackenen Fußballlehrer Schnorrenberg aus? „Natürlich habe ich den Wunsch, vielleicht einmal im professionellen Bereich zu arbeiten“, sagte er. Nach den Erfahrungen aus dem Lehrgang gerne im Nachwuchsbereich eines Profi-Clubs. Vorne an steht für Schnorrenberg aktuell der TuS Erndtebrück, der auf dem Weg zum direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga West ist. „Wir haben bereits gute Gespräche geführt“, erklärte Schnorrenberg, „und die könnten schon in dieser Woche zu einem guten Abschluss führen.“ Für Donnerstag ist das nächste Treffen mit dem Abteilungsvorstand verabredet.

Der letzte Fußballlehrer-Absolvent aus der heimischen Kicker-Szene war 2014 Michael Boris, damals noch Trainer der Sportfr. Siegen und aktuell Trainer der U-21/U-19-Nationalmannschaften in Ungarn. 2012 hatte Peter Nemeth den Fußballlehrer-Abschluss gemacht. Er war zuvor Spieler und Trainer bei den Sportfreunden und dann ab 2013 Coach bei Dynamo Dresden.

Im Rahmen der Trainergala im Fünf-Stern-Hotel Kempinski in Neu-Isenburg zeichnete der DFB Julian Nagelsmann vom Bundesliga-Vierten TSG Hoffenheim als Trainer des Jahres aus. Nagelsmann hatte den Fußballlehrer-Lehrgang vor Jahresfrist absolviert, während er schon in Hoffenheim auf der Trainerbank saß. Für sein Lebenswerk wurde Bernd Schröder geehrt. Er hat über 40 Jahre lang die Fußball-Frauen des 1. FFC Turbine Potsdam betreut und diese zu zwölf nationalen Meistertiteln, zu zwei Pokalsiegen und zu zwei Triumphen im Europapokal geführt.

 
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