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Montag 17.04.17 21:00 Uhr|Autor: Stephan Neumann1.630
Moritz Steul dreht zum Jubeln ab gegen Unterliederbach. Foto: Klein.

7:1! Hadamar II schießt Unterliederbach ab

GRUPPENLIGA +++ Kantersieg im Duell der Aufstiegskandidaten +++ Meso-Nassau kaum mehr zu retten +++ Tsakas für Badal bei Hellas

Wiesbaden . Durch das 5:1 über den SC Meso-Nassau bleibt der SV Niedernhausen in der Fußball-Gruppenliga dem Zweiten RW Hadamar auf den Fersen, der allerdings mit dem 7:1 gegen Unterliederbach ein dickes Ausrufezeichen setzte. Der SC steht bei acht Punkten Rückstand zum ersten sicheren Rang vor dem Abstieg. Der SVW ist dagegen gerettet.



SV Niedernhausen – SC Meso-Nassau 5:1 (2:1). Neben den fünf Toren dokumentierten Alutreffer von Manuel Ulm, Luca D‘Antuono und Gürkan Bingöl Niedernhausener Vorteile. Wobei die Gäste, die durch den famosen Treffer von Spielertrainer Markus Bozan (traf aus 25 Metern in den Winkel) zum 1:1 kamen, nach der Pause 20 starke Minuten ablieferten. Doch der Doppelschlag von Ulm und Timo Wagner (war eingewechselt worden) brachte die Entscheidung. „Am Ende war das bei uns kein Gruppenliga-Format mehr. Wir haben zu viele Schwankungen und sind in der Breite zu schwach besetzt“, analysierte Bozan.

Niedernhausen: S. Wagner; Krabler, Z. Bektas, Hernandez, Schenck, Bingöl, Adou (69. Amallah), Bernert, Beslic (75. Schmitt), L. D‘Antuono (63. T. Wagner), Ulm.

Meso-Nassau: Zeeb; A. Baladi (46. M. Soccio), E. Benchallal, Y. Benchallal (46. Escudero), Duclervil, N. Shamoun (80. Calim), Aires Silveira, Ishak, Salhi, M. Bozan, B. Odisho.

Tore: 1:0 Krabler (24.), 1:1 Bozan (25.), 2:1 Eigentor A. Baladi (37.), 3:1 Ulm (69.), 4:1 T. Wagner (71.), 5:1 Bingöl (75.). Zu.: 150. Gelb-Rot: Duclervil (82.).


GALERIE SV Niedernhausen - SC Meso-Nassau

Hellas Schierstein – TuS Beuerbach 1:3 (0:1). „Das Selbstvertrauen ist zurück. Wir waren geistig frisch, haben in den entscheidenden Momenten unsere Tore gemacht“, nannte TuS-Coach Günter Dilly die Gründe für Beuerbachs Aufschwung, während die Griechen nach dem Coup in Niedernhausen mit ihrer mangelnden Chancenverwertung und zeitweise auch mit dem Referee haderten. Pech zudem, dass Imad El Bouchtaoui den Freistoß von Sejo Tutic, der zum 0:1 führte, abfälschte. Zudem handelte sich Sabri El Funte eine aus Sicht der Griechen umstrittene Rote Karte ein. „Noch ist alles möglich“, hat Hellas-Coach Michel Badal den Klassenerhalt trotzdem weiter im Visier. Es wäre für ihn nach fünf Spielzeiten ein krönender Abschluss: „Ich werde nach der Saison aufhören und erst einmal als Trainer eine Pause einlegen.“ Als Badals Nachfolger steht Dimi Tsakas (derzeit Spvgg. Amöneburg) fest.

Hellas: Strzelecki; Balikci, Koukoulis, El Bouchtaoui (60. Lytras), Pilica (72. Vastola), K. Badal, P. Yolver, Leipner, D. Münker, S. El Funte, Sikiric.

TuS Beuerbach: Ibel; M. Hofmann, Kimpel, Alliger, Kettenbach, R. Reutzel, Tutic, Scheib (75. Duell), A. Alexiadis (80. Dilly), Hertling, G. La Pietra (60. Lorenz).

Tore: 0:1 Tutic (30.), 0:2 Hertling (64.), 1:2 Münker (direkt verwandelte Ecke), 1:3 Alexiadis (79.). Zu.: 80. Rot: El Funte (60./angebliches Nachtreten).

TuS Hahn – Germ. Weilbach 0:1 (0:1). Die Torjäger-Qualitäten von Pierre Massfeller schienen der Hahner Deckung nicht bekannt zu sein. Der Weilbacher durfte nach sieben Minuten absolut ungestört per Heber zu seinem 17. Saisontreffer verwandeln. Ein Weckruf für die Heimelf, die fortan Druck entwickelte, durch Niklas Orth, Mike De Sousa und Markus Jude zu hochkarätigen Chancen kam. „Über 70 Minuten waren wir das bessere Team. Es fehlte einfach das Quäntchen Glück“, so TuS-Sprecher Jürgen Fey. Wobei die Hahner aber froh sein durften, dass Massfeller (war von Pascal Föhlinger gefoult worden) vom Punkt an Keeper Thomas Kautz scheiterte (69.).

TuS: Kautz; Gabel (66. Kirchhof), Bretschneider (78. Wolfram), Naghsh, Föhlinger, Orth, M. Schmidt, Heintz, Schwalbach, Jude, De Sousa.

Weilbach: Endres; De. Kollmeier, Majura, N. Schlotterer (55. Özveren), Jakobi, F. Wagner (55. A. Schlotterer), Fuss, Kalyoncu, A. Müller (46. Torinomi), Kling, P. Massfeller.

Tor: 0:1 Massfeller (7.). Zuschauer: 50.

FV Neuenhain – Spvgg. Eltville 1:2 (1:0). Die Neuenhainer zunächst tonangebend, aber nach der schweren Verletzung von Marvin Gadegast (vermutlich im Achillessehnen-Bereich) geschockt. Davon abgesehen setzten Eltvilles Trainer Werner Orf und Erik Lederer nach der Pause auf Offensive, brachten erst Lars Könenberg und später Marlon Klärner, der eine feine Einzelleistung mit platziertem Schuss zum Siegtor abschloss. Im Eltviller Tor glänzte Marvin Dielmann als Vertreter des lädierten Felix Kokorsch.

Eltville: Dielmann; Vogler, Goslar, Schlosser, Martin Lopez (71. M. Klärner), Trzonnek (46. L. Könenberg), Kunz, Nilsson (6. Herbst), Kauer, Bingel, Pleuger.

Tore: 1:0 A. Mansouri (19.), 1:1 Kauer (55.), 1:2 Klärner (83.). Zu.: 80. Rot: Rix (Neuenh.).

TuRa Niederhöchst. – SV Wiesbaden 1:3 (0:1). Die Gesamtentwicklung im SVW-Kader ist einfach positiv. Bester Beleg: Obwohl Torjäger Niko Poursanidis, der aus familiären Gründen nicht trainieren konnte, nur auf der Bank saß, setzten die Wiesbadener in der Offensive Akzente. Zuerst durch den erstarkten Hakan Gündogdu. Der zentrale Mittelfeldspieler schlenzte sehenswert aus 16 Metern ins linke Eck. Die 50 SVW-Fans jubelten und hatten bei den beiden Großchancen durch Mo Laamimachi beinahe nochmals Grund zur Freude. Nach der Pause führte das Tackling von Mo Ghazali zu einer Roten Karte. Doch trotz Unterzahl ließ der SVW nichts mehr anbrennen, sattelte noch zwei Treffer drauf. „Eine bärenstarke zweite Hälfte. Mit 48 Punkten sind wir jetzt durch“, bejubelte Präsident Markus Walter den Klassenerhalt.

SVW: Pascal Kürzer; Sarikaya, K. Burkhardt, D. Rashica, Ghazali, Laamimachi (63. von Michalkowsky), Gündogdu (87. Gebauer), Mutlu, Biskin, Frantzis (46. Poursanidis), Diop.

Tore: 0:1 Gündogdu (7.), 0.2 Biskin (83.), 0:3 Gündogdu (83./Elfmeter), 1:3 Kaplan (90.+1). Zuschauer: 100. Rot: Ghazali (55./Foul).

RSV Weyer - FC Türk Hattersheim 4:1 (3:1).- Bereits nach einer knappen halben Stunde befand sich der Gastgeber auf der Siegerstraße. Mohammed-Reza Katzerooni und Andreas Petri waren die frühen Torschützen. Doch die Gäste steckten nicht auf und erzielten durch Mohammed Ouyachou kurz vor dem Seitenwechsel den so wichtigen Anschlusstreffer. Doch ein Eigentor von Hattersheims Erdal Cesur nur eine Minute später stellte den alten Torabstand wieder her. Im zweiten Durchgang machte Katzerooni mit seinem zweiten Treffer den Sack endgültig zu.

Tore: 1:0 Katzerooni (16.), 2:0 Petri (24.), 2:1 Ouyachou (42.), 3:1 Erdal Cesur (ET/42.), 4:1 Katzerooni (80.).


GALERIE RSV Weyer - Türk. FC Hattersheim


SV Rot-Weiß Hadamar II - VFB Unterliederbach 7:1 (4:0).- Bei dem Endstand wird sich nach Abpfiff manch einer verwundert die Augen gerieben haben. Bereits zur Pause führte Hadamar komfortabel mit 4:0. Nach einer Stunde traf Unterliederbachs Sabic zum 4:1. Ändern sollte dieser Treffer am heutigen Tag aber nichts mehr. Kitano, Neugebauer und Steul machten schließlich auch den zweiten Durchgang zu einem wahren Schützenfest für die Gastgeber. "Das war die beste Leistung der Saison. Hut ab vor meiner Mannschaft. Wir haben Unterliederbach an die Wand gespielt. Besser als heute können wir nicht spielen", freute sich Hadamar Coach Torsten Kierdorf. Seinem Gegenüber fehlten dagegen die Worte. "Ich bin sprachlos und habe keine Erklärung für dieses Ergebnis. Mein Glückwunsch geht an Hadamar. Sie waren uns heute in allen Belangen überlegen", sagte Michael Drogi nach dem Abpfiff. Man habe es mit Spaß angehen wollen, doch im Endeffekt sei es eine verkrampfte Angelegenheit geworden. So dürfe man nicht verlieren. "Ich ärgere mich maßlos. Wir haben gespielt, als ob wir kein Interesse am Erreichen des Relegationsplatzes haben", so Drogi. 

Tore: 1:0 Lorkowski (22.), 2:0 Gros (31.), 3:0 Neugebauer (41.), 4:0 Merfels (45.), 4:1 Sabic (57.), 5:1 Kitano (72.), 6:1 Neugebauer (75.), 7:1 Steul (86.)


GALERIE SV Rot-Weiß Hadamar II - VfB Unterliederbach


SG Hoechst - FC Waldbrunn 0:2 (0:1).- Die SG Hoechst begann stark und druckvoll. In der Anfangsviertelstunde gelangen dem Gastgeber zwei Tore, welche allerdings beide aufgrund von Abseitspositionen zurückgepfiffen wurden. "Mindestens ein Tor war keine Abseitssituation", ärgerte sich SG-Trainer Mostafa Ichaoui nach dem Spiel. Nach einer halben Stunde erzielte Steffen Moritz die Gästeführung. "Wir waren die klar bessere Mannschaft und haben es einmal mehr versäumt mehr Tore zu erzielen", sagte Moritz. In der zweiten Halbzeit traf Nils Egenolf für Waldbrunn und machte damit alles klar. Trotz der Niederlage war Hoechst Coach Ichaoui nicht gänzlich unzufrieden: "Wir haben uns heute ordentlich verkauft."

Tore: 0:1 Moritz (30.), 0:2 Egenolf (55.)


GALERIE SG Hoechst - FC Waldbrunn




 
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Die Gruppenliga Wiesbaden in Zahlen

FC Waldbrunn behält die Oberhand +++ Sechs Absteiger +++ Positive und negative Überraschungen +++ Zahlen, Daten, Fakten: Die FuPa-Analyse zur Gruppenliga

Tabelle
1. FC Waldbrunn 3469 74
2. Hadamar II 3454 72
3.
Niedernhause 3431 63
4.
Unterliederb 3426 63
5.
Weilbach 340 52
6.
SV Wiesbaden 34-2 52
7. Hahn 3413 49
8. Niederhöchst 346 48
9.
Hellas Schi. * (Auf) 3412 46
10.
Hoechst * 34-10 44
11. Weyer 34-10 43
12. 08 Neuenhain 34-12 43
13.
Eltville (Auf) 34-13 40
14.
Meso-Nassau 34-28 39
15.
Türk. Hatt. 34-34 39
16. Walluf 34-25 33
17. Beuerbach (Auf) 34-14 30
18. Kir/Ohr/Nau (Auf) 34-63 23
* FSV Hellas Schierstein: 1 Punkte Abzug
* SG Hoechst: 2 Punkte Abzug
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