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Ligavorschau

Glöckner und die variable Offensive

Der neue Trainer des FC Viktoria möchte seinen Spielern auch Spaß vermitteln

von Kölner Stadt-Anzeiger/Oliver Löer · 25.06.2018, 11:00 Uhr · 0 Leser
Die Tatsache, dass Patrick Glöckner gebürtiger Rheinländer ist, scheint auf den ersten Blick glatt gelogen zu sein. Denn eines steht schon einmal unumstößlich fest, wenn man man dem gebürtigen Bonner gegenübertritt: Der neue Trainer des FC Viktoria Köln hat keinen rheinischen Akzent und dafür gibt es auch einen guten Grund: „Ich bin zwar in Bonn geboren. Allerdings bin ich in Hessen aufgewachsen, in der Nähe von Frankfurt“, liefert der 41-Jährige sogleich eine Erklärung für eine Nuance Hessisch im Nachgang.

Seit einer Woche ist der einstige Profi von Eintracht Frankfurt nun verantwortlicher Übungsleiter im Rechtsrheinischen und hat Olaf Janßen an der Seitenlinie beerbt, den es bekanntlich als Assistent von Bruno Labbadia zum Bundesligisten VfL Wolfsburg zog. Obwohl der Vater einer Tochter in große Fußstapfen tritt und auf Anhieb einen durchaus ambitionierten Regionalligisten übernimmt, klingen Glöckners Worte deutlich und selbstbewusst: „Eigentlich bin ich ein sehr kommunikativer Typ. Wenn ich aber merke, es geht in die falsche Richtung, kann ich auch ungemütlich werden“, gibt der einstige Co-Trainer des FC St. Pauli einen Einblick in die Psychologie seiner Mannschaftsführung.

Vom Fußball, den Glöckner von seinem zukünftigen Team erwartet, hat er ebenfalls eine klare Vorstellung: „Wir wollen ein variables Spiel nach vorne anbieten“, sagt der Novize auf Viktorias Bank. „Und der Spaßfaktor muss eine entscheidende Rolle spielen.“

Das personelle Gerüst dafür kann sich durchaus sehen lassen: Am Freitag gab der FC Viktoria die Verpflichtung von Mark Depta, zuletzt Nummer eins von Alemannia Aachen, bekannt. Depta spielte einst in der Höhenberger Jugend und avancierte in der letzten Saison zum Stammtorwart der Alemannia. Im Gegenzug wechselt der letztjährige zweite Keeper der Höhenberger, der 21-Jährige Florian Sowade, zum Drittliga-Absteiger Chemnitzer FC. Manuel Junglas absolviert derweil ein Probetraining beim Zweitligisten FC Erzgebirge Aue, Nestor Hervé Djengoue (27), der sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann und in der abgelaufenen Spielzeit beim Südwest-Regionalligisten FSV Frankfurt unter Vertrag stand, trainierte bei der Viktoria zur Probe mit – allerdings hat sich Trainer Glöckner gegen eine Verpflichtung des gebürtigen Kameruners entschieden.