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Freitag 16.06.17 22:35 Uhr|Autor: Kölner Stadt-Anzeiger/Oliver Löer1.570
Fatih Candan verabschiedet sich von Viktoria. Foto: Dahmen

Die Probleme der Unentbehrlichen

Die Leistungsträger des FC Viktoria Köln spielen eine starke Saison, fehlen aber in den entscheidenden Partien – eine Einzelkritik
Köln. Als souveräner Meister der Fußball-Regionalliga West ist es dem FC Viktoria Köln nicht gelungen, in die Dritte Liga aufzusteigen. Die Mannschaft von Trainer Marco Antwerpen scheiterte in der Relegation an Nordost-Titelträger Carl Zeiss Jena  und muss sich auf ein weiteres Jahr in der Vierten Liga einstellen. Auch den Titel im Mittelrheinpokal konnten die Höhenberger nicht erfolgreich verteidigen, die Trophäe ging diesmal an den Bonner SC: Die Viktoria steht zum ersten Mal nach vier Jahren nicht in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. Eine Einzelkritik der Kölner Spieler, die in der abgelaufenen Saison am häufigsten zum Einsatz kamen:


Philipp Kühn

(Torwart/24 Jahre/33 Einsätze): Erst kurz vor Saisonbeginn vom Zweitligisten SV Sandhausen verpflichtet, löste er  die bis dahin unumstrittene Nummer eins, Nico Pellatz, am dritten Spieltag im Viktoria-Tor ab. Absolvierte eine starke Hinrunde, konnte diese Leistungen später aber nicht mehr abrufen und wurde vor dem Relegationsrückspiel aus dem Kader gestrichen. Wird wohl gehen.

Daniel Reiche

(Innenverteidiger/29/27): Weil Kölns bester Verteidiger die Relegation aufgrund eines entfernten Schleimbeutels im Knie verpasste, wirkte die  Defensive gerade beim  2:3 im Hinspiel gegen Carl Zeiss arg indisponiert. Mit Reiche hätte das Team vermutlich keine  drei Gegentore  hinnehmen müssen und wäre womöglich aufgestiegen.

Dominik Lanius

(Innenverteidiger/20/33): Er überraschte trotz seines jungen Alters häufig mit seiner Abgeklärtheit und Kopfballstärke. Wurde von Jenas Angreifer Timmy Thiele im Hinspiel allerdings schonungslos düpiert.

Markus Brzenska

(Innenverteidiger /33/14): Kam lediglich zum Einsatz, wenn Reiche oder Lanius ausfielen. Beendet seine lange, erfolgreiche Karriere und bleibt dem Klub als Assistent von  Antwerpen erhalten.

Sascha Eichmeier

(Linksverteidiger/27/29): Eine blitzsaubere Saison des gebürtigen Kölners: Starke Standards und enorme Härte in den Zweikämpfen machten den Freistoß-Spezialisten für die Viktoria unentbehrlich. Auch er konnte  in den Aufstiegsspielen nicht mitwirken, weil er sich die Achillessehne riss. Wird erst in der Rückrunde zurückerwartet.

Patrick Koronkiewicz

(Rechtsverteidiger/26/33): Solide und unauffällig, wobei sich  die Frage stellt, ob der flinke Rechtsfuß  sein Potenzial ausschöpft. Hat seinen Vertrag verlängert.

Michael Lejan

(defensives Mittelfeld/34/29): Gerade in der Hinrunde und auf der für ihn ungewohnten Position im defensiven Mittelfeld lief der Routinier dem einen oder anderen den Rang ab, so dass sein Coach erklärte: „Michael ist bei mir gesetzt.“ Beendet seine Karriere und wird sich künftig vermutlich anderen Dingen als Fußball widmen.

Edwin Schwarz

(defensives Mittelfeld/22/19): Die größte Enttäuschung des Jahres. Zu Saisonbeginn verletzt, kam der talentierte Stratege nie richtig in den Tritt und musste gar in der zweiten Mannschaft aushelfen. Wird den Verein verlassen.

Lukas Nottbeck

(defensives Mittelfeld/28/17): Dass der Dauerläufer lediglich auf 17 Einsätze zurückblicken kann, hängt ebenfalls mit großem Verletzungspech zusammen. Startete aufgrund anhaltender Adduktoren-Probleme erst in der Rückrunde durch und muss darauf hoffen, in der neuen Saison gesund zu bleiben.

Mike Wunderlich

(offensives Mittelfeld/31/34):  Eine erneut überragende Saison des Kapitäns: 30 Tore, 20 Vorlagen, was im Umkehrschluss auch  bedeutet: Wunderlich ist viel zu gut für die Regionalliga, verfügt im Rechtsrheinischen aber über einen Vertrag bis 2019. Hatte seine Nerven im Relegations-Hinspiel  nicht im Griff, sah die Rote Karte und stand seinem Team im Rückspiel in Jena nicht zur Verfügung.

Felix Backszat

(offensives Mittelfeld/27/31): Der zu Saisonbeginn von RW Ahlen verpflichtete Techniker fand sich zunächst nicht so gut zurecht wie erhofft, konnte sich  aber steigern und avancierte zu einer festen Größe der  Viktoria.

Timm Golley

(offensives Mittelfeld /26/31):  Nach einigen Eingewöhnungs-Problemen kam der einstige Berufsfußballer nach der Winterpause richtig auf Touren, erzielte wunderbare Tore und war für die Gegner kaum auszurechnen. Neben Wunderlich bester Kölner Offensiv-Spieler.

Kevin Holzweiler

(offensives MF/22/30): Am gerade einmal 1,64 Meter großen Wirbelwind scheiden sich die Geister. Stets bemüht, äußerst aktiv.  Es bleibt beim kleinen Dribbler dennoch die Frage: In welchem Verhältnis stehen Aufwand und Ertrag?

Marcel Gottschling

(offensives Mittelfeld /23/28): Stellte sich im letzten Sommer als Probespieler vor und wurde prompt verpflichtet. Eine gute Entscheidung, wie sich zeigte. Gottschling ist schnell, technisch gut und läuferisch stark. Wechselt wohl zu Drittliga-Aufsteiger SV Meppen.

Sven Kreyer

(Angreifer/26/24): Eine hervorragende Spielzeit des Stürmers, der zwölf Tore erzielte. Zog sich Mitte April eine schwere Sprunggelenksverletzung zu und fiel im Saisonfinale ebenfalls aus.

David Jansen

(Angreifer/29/29): Profitierte, wenn man es so sagen kann, von Kreyers Verletzung, nutzte  seine Chance aber nicht  und blieb ein Schatten seiner selbst.

Fatih Candan

(Angreifer/27/28): Auch im zweiten Jahr nach seinem Abenteuer in der türkischen Süper Lig schien es manchmal so, als habe er  seinen (nicht vorhandenen) Zwillingsbruder ins Rechtsrheinische geschickt. Steigerte sich erst zum Ende der Saison, sucht aber eine neue Herausforderung beim Südwest-Regionalligisten TSV Steinbach.

 
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