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Ligabericht

Der Spitzenreiter tritt auf der Stelle

Nach dem 0:0 gegen Wuppertal wartet Viktoria seit zwei Spielen auf ein Tor

von Kölner Stadt-Anzeiger / OLIVER LÖER · 24.03.2019, 20:30 Uhr · 0 Leser
Mike Wunderlich (M.) im Wuppertaler AbwehrbollwerkFoto:Bopp
Mike Wunderlich (M.) im Wuppertaler AbwehrbollwerkFoto:Bopp
Köln. Wieder hatte die Konkurrenz gepatzt und dem FC Viktoria Köln eine ideale Ausgangsposition verschafft. Nach dem 3:3 von RW Oberhausen am Freitagabend gegen Fortuna Düsseldorf II hatte der Spitzenreiter der Fußball-Regionalliga erneut einen Beinahe-Matchball. Im Falle eines Erfolges gegen den Wuppertaler SV hätten die Höhenberger ihren Vorsprung auf acht Punkte ausbauen können — es wäre wohl die Vorentscheidung gewesen im Titelrennen.

Es sollte aber anders kommen: Denn die Viktoria schaffte gegen arg kriselnde Wuppertaler lediglich ein 0:0 und kommt in diesen Tagen irgendwie nicht von der Stelle. Trotz eines durchaus komfortablen Sechs-Punkte-Polsters auf RWO (der Zweitplatzierte SV Rödinghausen hat für die Dritte Liga nicht gemeldet) erscheint die Gemütslage im Rechtsrheinischen zu Beginn des Frühjahres nicht gänzlich unbeschwert. Daniel Reiche, der nach langer Verletzung ein erfreuliches Comeback in der Innenverteidigung feierte, bewertete das 0:0 gegen couragierte Wuppertaler einigermaßen kritisch: „Natürlich wollten wir gewinnen. Das hat man uns ja auch angemerkt”, bemerkte der Abwehrspieler. „Wir hätten heute aber wohl noch einige Chancen mehr benötigt, um endlich ein Tor zu machen.”

Wie schon am vergangenen Wochenende, als der Tabellenführer in Rödinghausen eine 0:2-Niederlage einstecken musste, hatte die Mannschaft ihre liebe Mühe und Not mit einem beherzt verteidigenden Gegner. Der WSV beschränkte sich allein darauf, sein Abwehrbollwerk zu sichern. Dennoch erarbeiteten sich die unentwegt anrennenden Gastgeber im ersten Abschnitt zwei herausragende Gelegenheiten zur Führung. Zunächst donnerte der starke Kevin Holzweiler den Ball aus knapp 20 Metern an den rechten Pfosten (13.), zwei Minuten später scheiterte Kapitän Mike Wunderlich aus nächster Nähe am guten Wuppertaler Torwart Niklas Lübcke.

Nach mehr als einer Stunde schien auch Kölns Trainer Patrick Glöckner alles auf eine Karte setzen zu wollen: Mit Christian Derflinger und Sven Kreyer beorderte der Fußballlehrer zwei Offensivspieler aufs Feld. Für Angreifer Kreyer ergab sich wenig später die Möglichkeit, den Spitzenreiter endlich zu erlösen: Acht Meter vor dem Tor gelangte der Stürmer an den Ball, schloss ab, fand seinen Meister aber erneut in Wuppertals Keeper (70.).

Dem FC Viktoria ist es in nun zwei aufeinanderfolgenden Begegnungen nicht gelungen, einen eigenen Treffer zu erzielen. Das hat es tatsächlich lange nicht gegeben im Rechtsrheinischen. Glöckner meinte: „Es ist im Moment eine harte Bewährungsprobe für uns. Wir müssen die wenigen Chancen gegen einen tief stehenden Gegner einfach nutzen. Dann gelangen wir auch wieder in die Erfolgsspur.”

Gelegenheit dazu bietet sich der Viktoria bereits am Dienstag (18 Uhr, Sportpark Höhenberg) im Viertelfinale des Mittelrheinpokals gegen Fortuna Köln.