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Mittwoch 13.09.17 08:00 Uhr|Autor: Michael Gruber515
Arbeitet während der Wiesn als Bedienung: FC Unterföhring-Torwart Daniel Sturm. Foto: Sven Leifer

Sturm:"Müssen arbeiten, um das Maximale aus uns rauszuholen"

Unterföhring-Keeper im Interview

München - Daniel Sturm hat sich die Stammposition im Tor des FC Unterföhring erkämpft. Im Interview mit Fussball-Vorort spricht der 29-Jährige über die bisherige Saison, die Abgänge im Sommer und seinen Job auf der Wiesn.



Daniel Sturm ist ein Planegger Urgestein. Der 29-Jährige verbrachte fast seine gesamte Karriere beim SV Krailling-Planegg. In der Winter-Transferperiode dieses Jahres verlies er seinen Herzensverein und schloss sich dem damaligen Bayernligisten aus Unterföhring an. Der bisherige Höhepunkt seiner Karriere folgte gleich im ersten Jahr beim FCU. Der direkte Aufstieg in Bayerns höchste Spielklasse. 

Ausverkauf im Sommer

Auch für den FC Unterföhring war es die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte. Doch dann kam der große Ausverkauf. Erfolgscoach Andreas Pummer wechselte zum SV Türkgücü-Ataspor und nahm gleich fünf Stammkräfte mit zum Aufstiegsfavoriten der Landesliga Südost.

Aber auch der FCU war im Sommer fleißíg. Man holte 13 neue Akteure in die Mannschaft von Pummer-Nachfolger Thomas Seethaler.

Die neu geformte Mannschaft ist noch nicht wirklich in der Regionalliga angekommen. Zwar konnte man die kleinen Bayern mit einem 2:2 Unentschieden ärgern, aber nichts desto trotz stehen nach acht Spielen nur vier Punkte auf dem Konto des Aufsteigers. Man steht derzeitig auf dem letzten Tabellenplatz der Regionalliga Bayern. 

Du bist ein Planegger-Urgestein. Warum bist Du, nach all den Jahren beim SV Planegg-Krailling, zum FCU gewechselt? 

Ich wollte nochmal versuchen, alles aus mir rauszuholen und so hoch wie möglich zu spielen. Dieser Herausforderung wollte ich mich stellen und wechselte im Winter zu Unterföhring. Aktuell darf ich als Nummer eins für Unterföhring in der Regionalliga Bayern auflaufen. Leider nur bis zur Wiesn, weil ich dort als Bedienung arbeiten werde.

Ihr habt als einzige Mannschaft noch nicht gewonnen. Was müsst ihr ändern, damit ihr endlich den ersten Dreier feiern könnt?

Ich muss sagen, dass wir bis jetzt unseren Widersachern gut die Stirn geboten haben und nicht, wie von diesen prognostiziert, jedes Spiel mindestens sechs Gegentore bekommen. Wir müssen weiter von der Nummer eins bis zur Nummer 25 an uns arbeiten, um das Maximale aus uns rauszuholen. Nur so können wir den ersten Dreier einfahren. 

Nächste Woche trefft ihr mit dem SV Schalding-Heining auf einen direkten Liga-Konkurrenten. Da muss man doch mindestens punkten, damit ihr den Anschluss nicht verliert, oder?

Schalding-Heining wird ein sehr spannendes Spiel. Das ist am ersten Wiesnwochenende, da werde ich schon nicht mehr dabei sein. Wir wollen immer punkten, egal wie der Gegner heißt. Die Jungs werden auch in Schalding ihr bestes geben und versuchen, die drei Punkte zu holen. Das ist auch drin. Wir müssen in erster Linie auf uns schauen und von Spiel zu Spiel denken.

Im Toto-Pokal habt ihr gegen die Löwen vor über 6800 Fans gespielt. Wie war es für dich als Torhüter vor der emotionalen Münchner Westkurve zu spielen?

Das war der absolute Wahnsinn. Ich denke, dass ist nicht nur für mich ein Traum und Highlight, sondern für jeden Amateurfußballer. Die Erfahrung war einmalig. Man hat natürlich gesehen, dass der eine oder andere sehr angespannt war. Vorallem in den ersten Minuten muss man sowas erstmal verarbeiten. Ich kann nur nochmal sagen, dass war für mich und die Jungs einer der Höhepunkte unserer Fussballkarriere.

Welche Erfahrungen konntest du in diesem Spiel machen?

Wir haben erfahren, was es bedeutet, vor so einem Publikum zu spielen. Vielleicht können wir deshalb das nächste Mal ein bisschen lockerer in solch ein Spiel gehen, obwohl sowas wirklich eine absolute Ausnahme ist. 

Beim Liga-Spiel gegen den TSV 1860 München wird das Grünwalder Stadion mir aller Wahrscheinlichkeit ausverkauft sein. Wie sehr freust du dich schon auf dieses Match?

Wenn ich über sowas nachdenke, zaubert mir das ein riesen Lächeln ins Gesicht. Ich freu mich so sehr, dass ich sowas am liebsten jedes Wochenende haben will. Natürlich freue ich mich auch auf alle anderen Spiele. Die Regionalliga ist auf jeden Fall eine sehr sehenswerte Liga, die wahnsinnig Spaß macht zu spielen. 

Wie hast du die zahlreichen Abgänge im Sommer mitverfolgt? Hattest du auch Angebote vorliegen?

Ich finde es schade. Es waren sehr gute Fussballer und coole Jungs dabei. Jeder wird  für seine Entscheidung Gründe gehabt haben. Das eine oder andere Angebot hatte ich auch vorliegen. Für mich war ein Wechsel aber keine Option.

Das Interview führte Michael Gruber

 
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