Lichtenberg eine Nummer zu groß
Montag 21.11.16 09:11 Uhr|Autor: MOZ.de / Edgar Nemschok358
Abgedrängt: Lichtenbergs Philipp Grüneberg (links) kann den Strausberger Maximilian Hinz am direkten Torschuss behindern. ©Edgar Nemschok / MOZ

Lichtenberg eine Nummer zu groß

Der FC Strausberg geht zu Hause gegen die 47er sang und klanglos unter

Mit 0:4 hat der FC Strausberg sein Heimspiel am 12. Spieltag der Oberliga verloren. Der SV Lichtenberg 47 stellte sich in der Energie-Arena als Top-Mannschaft der Liga vor und gewann verdient.




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Lichtenbergs Trainer Uwe Lehmann sagte nach dem Spiel: "Ich glaube, jeder der das Spiel heute gesehen hat, wird mich verstehen, wenn ich sage, ich bin hoch zufrieden." Er erinnerte noch einmal an die Vorsaison. "Damals musste ich mich noch fast entschuldigen, als wir in der Nachspielzeit mit dem 1:1 einen Punkt retteten."

Sein Kollege Christof Reimann war natürlich nicht ganz so amüsiert: "Ich ärgere mich gar nicht so sehr über die Niederlage. Wir haben es Lichtenberg sehr leicht gemacht. Worüber ich mich wirklich aufregen kann, ist, dass wir bei einer großen Chance für uns nicht wenigstens das 1:3 machen. Das Ergebnis hätte besser ausgehen."

Schon nach etwa 20 Sekunden hatte Lichtenberg die Chance auf das 1:0. Philipp Grüneberg kam mit einem Höllentempo über links und scheiterte nur ganz knapp. Lichtenberg spielte so, wie es Reimann vorausgesagt hatte, vor allem über ihre Außen. Grüneberg links, Emre Yildirim über die rechte Angriffsseite machten jeweils viel Druck. Und in der Mitte wartete immer wieder Thomas Brechler auf seine Einschusschance. Das 1:0 für die Berliner fiel nach elf Minuten. Nach Flanke von Daniel Wahl war Grüneberg zur Stelle.

Lichtenberg blieb weiter spielbestimmend. Was diese Mannschaft in dieser Saison offensichtlich stark macht, ist auch der ausgeprägte Mannschaftsgeist. Auf dem Platz feuert man sich gegenseitig an, klatscht sich nach gelungenen Aktionen ab und immer wieder gibt eine positive Ansprache unter den Spielern. Das 2:0 zeigte deutlich, wie leicht der FCS an diesem Tag auszuspielen war. Flanke von Yildirim über die gesamte Abwehr hinweg und Brechler in der Mitte ließ noch zwei Strausberger ins Leere springen.

Wie sehr den Strausbergern ihre Kreativspieler wie Tim Bolte und Serbülent Ulutürk fehlten, wurde immer wieder deutlich. Ab der Mittellinie fiel ihnen im Spielaufbau nicht viel ein. Die langen Bälle auf Martin Kemter, der es gegen die baumlangen Sebastian Reiniger und Kiminu Mayoungou sehr schwer hatte, oder auf Krzystof Kucharczyk kamen nur selten an. Auch Tobias Lindner auf der rechten Strausberger Angriffsseite kam an seinem Gegenspieler Ali Sinan selten vorbei. Vor allem Strausbergs Co-Trainer Daniel Dloniak passte die Spielweise seiner Mannschaft überhaupt nicht. Vor dem Gang in die Kabine zur Halbzeit machte er seinem Unmut lautstark Luft. Das Vorhaben der Strausberger, in der zweiten Halbzeit doch besser zu spielen, wurde direkt nach dem Wiederanpfiff von Brechler zu nichte gemach. Es war das bewährte Muster: Flanke Yildirim und in der Mitte flog Brechler heran - 3:0.

Kurz vor dem Ende der Partie dann die Szene, die Reimann so ärgerte. Strausberg im Konter und Adam Anton Wiejkuc konnte den herausstürzenden Torhüter Lucas-Ezequiel Vinetin nicht überwinden. Zweimal konnte FCS-Torhüter Christopher Ewest vorher noch Schlimmeres verhindern.

Den Schlusspunkt der Partie setzte Gelicio Aurell Banze mit dem 4.0. In der 90. Minute verhängte Schiri Christoph Dallmann einen Foulelfmeter, der auch gerechtfertigt war. Denis Rolke hatte den einschussbereiten Sinan am Schuss gehindert.

"Ich sehe diese Niederlage nicht ganz so mit Verbitterung. Lichtenberg gehört für mich zu den absoluten Favoriten der Liga. Wichtiger sind die kommenden Spiele. Ich erwarte aus den nächsten drei Begegnungen für uns als Minimalausbeute sieben Punkte." In der nächsten Woche kommt der FC Mecklenburg Schwerin nach Strausberg.

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