Feldverweis und 1. Platz futsch: Stahl schießt Schwedt von der Spitze
Montag 11.11.19 07:33 Uhr|Autor: MOZ.de / Carola Voigt422
Manuel Fuchs beleidigte in Brandenburg einen Gegenspieler und flog vom Platz. Foto: Voigt

Feldverweis und 1. Platz futsch: Stahl schießt Schwedt von der Spitze

Mit nur einem Wechselspieler reist der FCS an den Quenz - und verliert .

Dass die Rolle des gejagten Tabellenführers den Landesliga-Fußballern des FC Schwedt derzeit nicht so zu behagen scheint, war bereits in der Vorwoche deutlich zu spüren. Nüchtern betrachtet folgte der 0:1-Heimniederlage nun sogar eine 0:3-Auswärtsschlappe gegen den FC Stahl Brandenburg.




Mit Beginn der Saison wurde vom Schwedter Trainergespann Tomasz Lapinski/Uwe Zenk der schmale Kader und die daraus resultierende fehlende Konkurrenz moniert. Woche für Woche stellt sich nun die Mannschaft fast von allein auf. So musste der Langzeitverletzte Michal Adamczak ohne langsamen Formaufbau bereits komplette 90 Minuten durchspielen. Das Fehlen von Bjarne Zenk kann bis zur Rückrunde nicht kompensiert werden. Lukasz Kargol, Dmytro Donos und Patrick Büchner bilden die weitere Schar der Verletzten. "So fuhren wir mit nur einem Wechselspieler nach Brandenburg", erzählte Uwe Zenk.

Dort versuchten beide Teams, das Mittelfeld schnell zu überbrücken. Radoslaw Stasiak leitete eine FSC-Kombination ein. Nach Doppelpassspiel zwischen Michal Studzinski und Marcin Wawrzyniak konnte Alex Tarnow im Tor der Gastgeber den Schuss von Wawrzyniak gerade noch zur Ecke abwehren (21.). Nach dem Eckball der Gäste bahnte sich das Problem des Tages seinen Weg. Ein Konter über Watanabe wurde zugelassen, der nahezu unbedrängt bis zur  Grundlinie  ging und dann flankte, doch Stasiak rettete zum Eckball (22.). Wawrzyniaks Torschuss landete nur am Pfosten (25.). Nach Balleroberung von Stasiak im Mittelfeld kam das Leder zu Nico Hanse, der auf Philipp Ulrich ablegte, doch dessen straffer Torschuss landete am Außennetz (36.). Adamczak zielte knapp am Tor vorbei (41.). Sinnbildlich für die erste Halbzeit fiel das 1:0 kurz vor der Pause. Nach einem Konter durch Watanabe schoss Lukas Hehne ungehindert ins Tor (44.).

Aufgeben kommt nicht infrage

Nach einer Brandrede von Kapitän Hubich in der Schwedter Kabine kamen die Gäste mit viel Wut und Siegeswillen auf den Rasen zurück. Hubich leitete die erste Aktion ein, setzte Ulrich in Szene, doch Hanse vertändelte die gute Ulrich-Flanke (46.). Die Gäste bekamen an der Mittellinie einen Freistoß. Die gesamte Schwedter Mannschaft war auf dem Weg nach vorn. Stephan Liermann haderte mit dem Abstand der Mauer, doch schoss er den in der Rückwärtsbewegung laufenden Stahlwerker an, forderte die Gelbe Karte wegen Behinderung, doch Watanabe spitzelte gedankenschnell den Ball an Liermann vorbei und hatte keine Mühe, ihn auch noch an Keeper Bartosz Klonowski vorbei ins Tor zu schießen (48.). Dieses zweite Gegentor brachte die eigenen Siegesbemühungen zum Stoppen.

Erst in der 61. Minute hatten die Schwedter wieder eine Freistoßchance, doch Manuel Fuchs bekam bei der Vorbereitung und dem Gehake der Spieler die Rote Karte. Was Fuchs geritten hatte, seinen Gegenspieler im Gerangel zu beleidigen und damit den Feldverweis zu erhalten, bleibt sein Geheimnis.

Rote Karte für Fuchs

Mit dieser Aktion erwies Fuchs seiner Mannschaft in Anbetracht des dezimierten  Kaders für die folgenden Aufgaben einen Bärendienst. Die Schwedter "Zehn" war trotzdem um den Anschlusstreffer bemüht. Stasiak wurde nach vorn beordert. Das zeigte auch positive Wirkung, aber Kopfbälle von ihm landeten an der Latte (66.) oder in den Armen des Keepers (69.). Als ein langer Ball zu Watanabe kam, konnte dieser ungehindert von links nach innen ziehen. Klonowski unterschätzte den Flachschuss, sodass dieser zum 3:0 einschlug (71.). Die Gäste gaben nicht auf, was lobenswert an solch einem "gebrauchten" Tag war.

Nach Hereingabe von Ulrich schoss Hanse aus drei Metern den Torwart an (72.), ein Aufsetzer-Kopfball von Stasiak landete an der Querlatte (73.). Stasiak traf dann aus dem Gewühl heraus wieder nur den Körper des Stahl-Keepers (76.). Der eingewechselte Marcel Freitag hätte nach Zuspiel von Stasiak noch den Ehrentreffer erzielen können, doch er scheiterte an Abwehrbeinen, die sich dem Schuss in den Weg stellten (90.).

Alle Daten und Fakten zum Match und die Wahl zum Mann des Tages: Spielbericht


Die letzten Spiele des Jahres für den FCS

Im Restprogramm der Hinrunde stehen nur noch drei Partien für den FC Schwedt im Plan, denn den 14. Spieltag gegen den SV Babelsberg II, am 7. Dezember angesetzt, hatte er auf den 12. Oktober vorgezogen und gewann mit 4:1. Der Dezember ist nun komplett spielfrei für den FCS.

AKTUELLE SPIELE
7. Sa., 05.10. A FC Concordia  
5 : 2
14. Sa., 12.10. H Babelsberg II  
4 : 1
8. Sa., 19.10. H Hennigsdorf  
1 : 0
9. Sa., 26.10. A Wittstock  
2 : 4
10. Sa., 02.11. H Premnitz  
0 : 1
11. Sa., 09.11. A Brandenburg  
3 : 0
15. Sa., 16.11. A Velten  
16.11.
12. Sa., 23.11. H Perleberg  
23.11.
13. Sa., 30.11. A FSV Babelsb.  
30.11.
16. Sa., 22.02. A Ahrensfelde  
22.02.
17. Sa., 29.02. H Zehdenick  
29.02.
18. Sa., 07.03. H BSC Glien.  
07.03.
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Tabelle
1. Zehdenick 1730 36
2. BSC Glien. 1720 33
3. Fortuna Babg 185 33
4. Brandenburg 176 31
5. Ahrensfelde 1813 32
6. FC Concordia 1715 28
7. FC Schwedt 184 29
8. Babelsberg II 183 29
9. Premnitz 188 26
10. FSV Babelsb. 172 24
11. Neustadt 18-8 20
12. Perleberg 18-14 20
13. Velten 18-11 17
14. Wittstock 17-13 15
15. Brieselang 18-31 14
16. Hennigsdorf 18-29 8
Wertung gemäß Quotientenregel: Erreichte Punkte dividiert durch absolvierte Spiele
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