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Donnerstag 27.07.17 21:40 Uhr|Autor: Lukas Karrer (BZ)1.116
„Wir haben den Spaß am Fußball nicht verloren“: SG-Kapitänin Malin Lindenthal | Foto: ZVG

SG Hausen/Schönau II darf erneut nicht aufsteigen

SG verteidigt ihren Meistertitel in der Kreisliga +++ Aufstieg bleibt verwehrt
„Wir haben den Spaß am Fußball nicht verloren“, sagt Malin Lindenthal. Was zunächst als trotzige Antwort nach einer leidvollen Fußballsaison mit Niederlagen en masse, Enttäuschungen und Rückschlägen klingt, entpuppt sich schnell als das Resümee einer ungekrönten Erfolgsgeschichte. Denn Lindenthal ist Spielführerin der SG Schönau/Hausen II – Meister der Kreisliga A West. Ihren Titel haben die Fußballerinnen aus dem Wiesental verteidigt, und darin offenbart sich das Dilemma. Zum zweiten Mal in Folge gewann die SG die Meisterschaft, zum zweiten Mal durfte sie aber nicht aufsteigen.

Denn die Spielgemeinschaft umfasst nicht alle Frauenteams beider Vereine – die erste Mannschaft des FC Hausen spielt eigenständig im überbezirklichen Bereich –, sodass dem Bezirksligateam der Aufstieg gemäß Regularien erneut verwehrt blieb. Auch Vizemeister SV Liel-Niedereggenen, der nur als Neunerteam antritt, darf nicht aufsteigen. Lachender Dritter war der FC Bad Säckingen, der in der neuen Saison in der Bezirksliga kickt.

Eine Start-Ziel-Meisterschaft war es für Schönau/Hausen derweil nicht. Dass in der abgeschlossenen Saison erneut der Meistertitel glückte, verdankte die Spielgemeinschaft einer kollektiven Steigerung nach eher durchwachsenem Saisonbeginn. Mit zwei Niederlagen aus den ersten vier Partien kam der spätere Titelträger schwer aus den Startlöchern. „Das hat uns aber nicht aus der Ruhe gebracht. Wir waren schon aus den Vorjahren gewohnt, etwas Zeit zu brauchen, um in unseren eigenen Spielrhythmus zu kommen“, erklärt Lindenthal. Fortan eilte Schönau/Hausen von Sieg zu Sieg und machte am vorletzten Spieltag mit dem 3:0-Erfolg bei Verfolger Liel-Niedereggenen den erneuten Gewinn der Meisterschaft perfekt.

In der Hinserie hatte sich die SG dem Titelkonkurrenten noch mit 2:3 geschlagen geben müssen. Seinerzeit fehlte Annika Walleser – im Rückspiel traf die Torjägerin, die aus dem starken Kollektiv der SG hervorsticht. Die Angreiferin verpasste verletzungsbedingt vier der ersten fünf Partien, mit ihrer Rückkehr wendete sich das Blatt: Stand Walleser auf dem Platz, gewann Schönau/Hausen stets. Und Walleser sicherte sich mit elf Treffern aus sechs Partien den Titel der Torschützenkönigin der West-Staffel.

Doch waren die Wiesentälerinnen nicht nur während der Saison erfolgreich. Im Rahmen eines Schnuppertages fand die SG eine neue Spielerin für die kommende Runde, wie Lindenthal stolz verkündete. Die Kapitänin und ihr Team blicken längst auf die neue Spielzeit, erneut in der Kreisliga. Eine Klasse, für die die SG – 20 Siege aus 24 Partien in den vergangenen beiden Jahren – offenkundig zu gut ist.

Die Fußballerinen aus Schönau/Hausen sind „wild entschlossen, den dritten Titel in Folge einzufahren“, betont Lindenthal. Es soll die letzte Titelverteidigung werden, denn es gibt einen neuen Motivationsschub, den erlösenden Silberstreif am Horizont, wie SG-Trainer Pierre Hug erläutert: „Für die kommende Saison gibt es eine Regeländerung, die uns ermöglicht, bei einer erneuten Meisterschaft den Gang in die Bezirksliga endlich antreten zu dürfen.“ Der Spaß am Fußball, diesmal soll er für die SG Schönau/Hausen II mit dem Aufstieg gekrönt werden.

 
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