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Freitag 01.09.17 09:02 Uhr|Autor: Bruno Haelke - Dachauer Nachrichten652
Muss sich in Bayreuth auf einen arbeitsreichen Abend einstellen: FCP-Keeper Thomas Reichlmayr. Foto: Bruno Haelke

Plesche: "Werden nicht nur hinten drin stehen"

Pipinsried muss zwei Ausfälle verkraften
Pipinsried – Nach einer Woche Pause greift der FC Pipinsried wieder in das Regionalliga-Geschehen ein. Die heutige Aufgabe hat es in sich, denn die Ilmtaler sind um 18 Uhr beim Tabellenzweiten SpVgg Bayreuth zu Gast. Das Team aus dem Dachauer Hinterland muss dabei auf den gesperrten Spielertrainer Fabian Hürzeler und den privat verhinderten Kapitän Thomas Berger, verzichten.

Kurz vor dem Transferschluss hat der FC Pipinsried noch einmal zugeschlagen. Der 24-jährige Mittelfeldakteur Kasim Rabihic wurde Rot-Weiß Essen verpflichtet. Der Kontakt kam über Spielertrainer Fabian Hürzeler zustande, beide kickten vor einigen Jahren bei den Löwen. „Da Rabihic wieder zurück nach München wollte, lag es nahe, ihn zu verpflichten“, erzählt der sportliche Leiter des FCP, Roman Plesche.

Ein ehemaliger Spieler des FCP hat den Weg zurück an die Reichertshauser Straße gefunden: Andreas Schuster. Der 26-jährige Defensivspezialist kommt vom TSV Rain. In der Saison 2014/2015 spielte Schuster bereits in Pipinsried. „Ich freue mich, dass der Transfer geklappt hat. Andreas wird uns sicher weiter helfen“, freut sich Plesche.

Verlassen hat den FC Pipinsried Mariusz Suszko, er schloss sich dem Liga-Konkurrenten SV Seligenporten an. Der Mittelfeldspieler war erst im Sommer aus Landshut nach Pipinsried gewechselt.

Die Philosophie von Trainer Fabian Hürzeler und Manager Roman Plesche, die Mannschaft spielerisch und in der Breite zu stärken, spiegelt sich in den Personalia wieder. Wie wichtig das ist, haben die ersten sieben Spiele der Saison gezeigt. Wenn ein Spieler ausfällt, muss der nächste Gewehr bei Fuß stehen, um diesen adäquat zu ersetzen.

Und noch eines kristallisiert sich im Ilmtal immer deutlicher heraus: Die Mannschaft will versuchen, das Ziel Klassenerhalt weitestgehend mit spielerischen Mitteln zu erreichen.

„Es wird über die Saison hinweg nicht viel bringen, sich immer nur hinten rein zu stellen“, weiß Plesche. Dabei sollen Spiele wie gegen den FC Bayern München II eine Ausnahme sein. In diesem Match lieferten die Pipinsrieder eine Abwehrschlacht, die mit einem 1:0 von Erfolg gekrönt war.

„Das hätte aber auch völlig anders ausgehen können. Wir hatten da einfach nur Glück. Über fünf oder sechs Gegentore hätten wir uns nicht beschweren dürfen“, so Plesche. Dass es aber spielerische Mittel alleine nicht ausreichen, hat man bei den 0:4-Pleiten gegen Nürnberg II und Augsburg II gesehen. Die Balance zwischen Leidenschaft und spielerischen Elementen muss also gefunden werden.

Und noch etwas muss die Pipinsrieder Mannschaft lernen: Disziplin. 17 gelbe Karten, eine gelb-rote Karte und eine rote Karte stehen beim FC Pipinsried bisher zu Buche. Auffällig: Die Ampelkarte und den roten Karton gab es jeweils für den Spielertrainer Fabian Hürzeler.

Die sollte sich der junge Coach zu Herzen nehmen, ansonsten schadet er seiner Mannschaft. Denn Hürzeler ist nicht nur Taktik und Aufstellung verantwortlich, er ist auch die zentrale Figur im Spiel des FC Pipinsried.

Wie die Gelb-Blauen das Match in Bayreuth angehen werden, liegt auf der Hand, sie wollen dem Tabellenzweiten nicht ins offene Messer laufen. „Wir werden nicht im Hurra-Stil operieren, aber bestimmt auch nicht, wie gegen die Bayern, nur hinten drin stehen“, verspricht Plesche.

In welcher Formation die Mannschaft aus dem Dachauer Hinterland am heutigen Freitag in Bayreuth auflaufen wird, ist offen. Nach dem Ausfall von Hürzeler und Berger sind gleich zwei Positionen neu zu besetzen. Dank der genannten Neuzugänge hat Trainer Hürzeler allerdings auch wieder etwas mehr Spielraum in Sachen Personal – und mit Überraschungen in der Startelf hat der Ex-Löwe auch in dieser Saison schon mehr als einmal aufgewartet.

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass die Pipinsrieder mit drei Punkten mehr auf dem Konto in den einstelligen Tabellenbereich vorrücken könnten. Der FC Pipinsried setzt zum Auswärtsspiel nach Bayreuth einen Bus ein. Dieser fährt um 12.30 Uhr vom FCP-Sportheim ab. Der Unkostenbeitrag beträgt 15 Euro.

SpVgg Bayreuth hat viele Asse im Ärmel

Mit der SpVgg Bayreuth trifft der FC Pipinsried auf die Überraschungsmannschaft der Regionalliga Bayern. Die Oberfranken landeten in der vergangenen Saison nur auf Rang 13. Als Saisonziel wurden heuer 50 Punkte ausgegeben, was nach Lage der Dinge einen vorderen Platz im Mittelfeld bedeuten würde.

Dass die Mannschaft des erst 31-jährigen Cheftrainers Marc Reinhardt nach acht Spielen auf Platz zwei steht, verwundert allerdings nicht. Spätestens nach dem 3:1-Sieg im Nordbayernderby gegen Schweinfurt vor 1700 Zuschauern im heimischen Hans-Walter-Wild-Stadion dürfte allen klar sein, dass mit den Bayreuthern in dieser Saison zu rechnen ist.

Einen großen Anteil am bisherigen Lauf hat Kapitän Kristian Böhnlein. Der unermüdliche Antreiber hat bisher vier Mal ins Schwarze getroffen. Böhnlein, der bereits für den VfL Frohnlach in der Regionalliga gekickt hat, ist die zentrale Figur im Spiel der Wagner-Städter.

Neben dem Kapitän wissen die Bayreuther mit Ivan Knezevic und Patrick Hobsch weitere treffsichere Akteure in ihren Reihen. Im Defensivzentrum steht mit Dominik Schmitt ein weiterer wichtiger Spieler. Als klassischer Sechser vor der Abwehr besitzt Schmitt, der wie Böhnlein bereits beim VfL Frohnlach in der Regionalliga kickte, alle Eigenschaften, die einen Spieler auf dieser Position so wertvoll machen. Ein gutes Auge, variables Spielverständnis, ideenreiche Spieleröffnung, starkes Zweikampfverhalten.

Text: Bruno Haelke

 
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