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Montag 25.09.17 09:16 Uhr|Autor: Bruno Haelke - Dachauer Nachrichten 365
Nicht davonziehen lassen will der Buchbacher Aleksandro Petrovic den flinken Pipinsrieder Spielertrainer Fabian Hürzeler. (Foto: hae)

Müder Mittagskick: Pipinsried und Buchbach spielen Remis

Kein fußballerischer Leckerbissen
Das Duell der beiden Dorfclubs in der Regionalliga Bayern endete torlos, der FC Pipinsried und der TSV Buchbach trennten sich mit einem leistungsgerechten 0:0-Unentschieden. Die Teams neutralisierten sich durch gut organisierte Defensivarbeit, Leckerbissen in Form von Torchancen waren beim Mittagskick in der FCP-Arena Mangelware.

Der Respekt auf beiden Seiten war nicht zu übersehen. Der Gast aus Buchbach spielte von Beginn an aus einer sicheren Defensive heraus, so dass der FCP fast zwangsläufig zu einer optischen Überlegenheit kam, ohne jedoch die Abwehr entscheidend zu lockern.

„Es war kein gutes Spiel. Der Gegner stand tief, und da ist es schwer, durchzukommen“, resümierte der Pipinsrieder Spielertrainer Fabian Hürzeler. Anton Bobenstetter, Coach des TSV Buchbach, sah es ähnlich: „Wir sind mit dem Unentschieden auf Grund unserer Verletztenmisere zufrieden. Das Spiel selbst brachte wenig Torchancen. Ich glaube, unser Keeper musste nicht ein einziges Mal so richtig zupacken.“

Zur Mittagszeit, die Teams hatten sich auf Wunsch der Gäste auf 13 Uhr als Anstoßzeit geeinigt, sahen 420 Zuschauer eine taktisch stark verbesserte Heimmannschaft. Wie bereits in den Spielen zuvor stand auch Buchbach zunächst tief, mit einer kompakten Defensivarbeit wurde der Laden erstmal dicht gemacht. Damit musste der FC Pipinsried einmal mehr das Spiel machen. Doch im Gegensatz zu den ersten Spielen agierte die Mannschaft um Philip Grahammer, Markus Achatz & Co. taktisch geschickt. Anstatt blind und mit viel Risiko gegen die defensive Gummiwand des TSV anzulaufen, bauten die Ilmtaler klug, mit vielen Querpässen, ihre Angriffe auf. „Das Spiel war im Prinzip dasselbe wie gegen Memmingen, mit dem Unterschied, dass wir heute den Laden dicht bekommen haben. Unsere Mannschaft hat gut verschoben und so gut wie nichts zugelassen“, resümierte der Pipinsrieder Co-Trainer Florian Dinser.

Bereits in der vergangenen Woche hatte FCP-Trainer Fabian Hürzeler darauf hingewiesen, dass sich auch die Gegner die Videos anschauen und sehen, wie am besten gegen seine Mannschaft zu spielen ist. „Unsere deutlichen Niederlagen gegen Nürnberg, Augsburg und Bayreuth waren alle vom gleichen Strickmuster, also versuchen auch die anderen Teams, so gegen uns zu spielen“, so Hürzeler. Und genau diesen Plan verfolgten auch die Buchbacher Mannen um den starken Kapitän Maxi Hain. Deutlich sichtbar wurde das erstmals in der 38. Minute. FCP-Akteur Philip Grahammer wurde am Mittelkreis gleich von drei Buchbachern attackiert. Diese jagten ihm das Spielgerät ab und Thomas Breu machte sich auf in Richtung Pipinsrieder Tor. Sein Schuss stellte allerdings kein Problem für den erneut starken, Sicherheit ausstrahlenden FCP-Keeper Thomas Reichlmayr.

Szenen dieser Art waren allerdings Mangelware, deshalb kam kaum Spielfluss auf. Im Gegenteil, durch das aggressive Zweikampfverhalten der beiden Teams wurden Fehlpässe erzwungen, der Ball lief phasenweise unkontrolliert wie bei einem Flipper durch das Mittelfeld.

Gegen Buchbach schickte der junge Trainer Hürzeler bis auf eine Ausnahme die gleiche Mannschaft wie im jüngsten Spiel in Burghausen aufs Feld. Für den verletzten Stürmer Ati Lushi stand der junge Schlaks Gilbert Diep in der Anfangsformation. Es wurde deutlich, dass mit Philip Grahammer auf der Position sechs neben Hürzeler das Mittelfeld deutlich kompakter steht. Insgesamt spielen die Gelb-Blauen aggressiver, ohne jedoch die taktische und spielerische Disziplin zu verlieren.

Gegen Ende des Spiel konnten die Buchbacher zwar einige im Ansatz gefährlich Aktionen vorweisen, wie zum Beispiel den strammen 20-m-Schuss von Merphi Kwatu, doch richtig brenzlig wurde es nur einmal, als ein Eckball durch den FCP-Strafraum rauschte, ohne dass auch nur ein Spieler an den Ball kam.

Unter dem Strich war es ein gerechtes 0:0-Unentschieden, das erstmals auf der Pipinsrieder Sportanlage von einem Live-Radio-Sender aus Buchbach kommentiert aus dem Stadion hinaus transportiert wurde. Föckis Fan-Radio sorgte dafür, dass auch Fans der beiden Kult-Teams am anderen Ende der Welt das Match live miterleben konnten.

FC Pipinsried - TSV Buchbach 0:0 (0:0)

FC Pipinsried: Thomas Reichlmayr, Thomas Berger (86. Giovanni Goia), Luis Grassow, Fabian Hürzeler, Philip Grahammer, Ünal Tosun, Christoph Burkhard (71. Emre Arik), Dennis Liebsch, Andreas Schuster, Markus Achatz, Gilbert Diep (63. Manuel Müller)

TSV Buchbach: Egon Weber, Gordon Büch, Moritz Moser, Maximilian Hain, Patrick Drofa, Thomas Breu, Johannes Maier, Markus Grübl, Merphi Kwatu, Moritz Sassmann (78. Daniel Maus), Aleksandro Petrovi

Schiedsrichter: Steffen Mix
Zuschauer: 420
Tor: Fehlanzeige

 
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