„Bisher halten sich alle an die Regeln“
Samstag 23.05.20 10:52 Uhr|Autor: Wertinger Zeitung / Günther Herdin431
Hat mit seinen Spielern viel Spaß: Lauingens U13-Coach Sascha Klose. Foto: Günther Herdin

„Bisher halten sich alle an die Regeln“

Was der Coach der Lauinger U13-Fußballer beim Training erlebt

13 Buben und ein Mädchen gehören zur U13-Mannschaft des FC Lauingen, die in der Bezirksoberliga spielt und die von Sascha Klose trainiert wird. Der 47-Jährige hat mit seinen Schützlingen trotz Corona bereits vier Trainingseinheiten hinter sich. Wie diese abgelaufen sind, darauf antwortet Klose im folgenden Interview mit der Wertinger Zeitung.




Herr Klose, die U13 des FC Lauingen war vermutlich die erste Fußballmannschaft im Landkreis Dillingen, die den Trainingsbetrieb nach den ersten Lockerungen des BFV aufgenommen hat. Wie kam es dazu?

Sascha Klose: Wir haben während der Pandemie lange Zeit gewartet, bis der BFV grünes Licht für ein Training unter bestimmten Auflagen erlaubt. Als dann in der ersten Mai-Woche endlich ein Leitfaden herausgegeben worden ist, haben wir nicht lange überlegt und am Montag, 11. Mai, angefangen.

Welche Regeln und Vorschriften sind denn dabei zu beachten?

Klose: Wir mussten für den Nachwuchsbereich einen sogenannten Corona-Beauftragten benennen. Diesen Part hat Jugendleiter Wilfried Mayer übernommen. Unterstützung erhält er von Nicolai Böck. Als Hygienebeauftragter ist Stefan Friedrich im Einsatz. Er überwacht gemeinsam mit uns Übungsleitern, dass die Spieler Mundschutz tragen, wenn sie auf die Toilette müssen. Nur aus diesem Anlass können sie das Sportheim betreten. Die Spieler dürfen frühestens zehn Minuten vor Trainingsbeginn auf das Sportgelände kommen und müssen bereits in Sportkleidung erscheinen. Duschen und Umkleiden ist auf der Anlage nicht erlaubt. Das alles passiert zu Hause. Bisher haben sich alle an diese Regeln gehalten.

Und was muss beim Training selbst beachtet werden?

Klose: Wir stellen uns in drei verschiedenen Gruppen mit jeweils vier Spielern und einem Trainer auf und machen im gebührenden Abstand kontaktlose Übungen. Auch gibt es Torschusstraining, bei dem sich unsere beiden Torhüter in den Kasten stellen. Deren Handschuhe muss ich alle zehn Minuten desinfizieren, die Feldspieler dürfen keinen Ball in die Hand nehmen und auch keinen Kopfball machen. Aus Versehen kann es allerdings schon mal vorkommen, dass jemand nach einer Flanke versucht, mit einem Kopfball ein Tor zu erzielen. Ist’s der Fall, unterbrechen wir sofort und weisen auf das ungewollte Missgeschick hin.

Sind dies nicht krasse Vorschriften?

Klose: Doch. Aber es funktioniert. Die Jungs und auch wir Betreuer haben viel Spaß daran, dass endlich wieder soziale Kontakte geknüpft werden können. Wir lachen auch gemeinsam sehr viel.

Wann denken Sie, werden wieder Punkt- oder Freundschaftsspiele möglich sein?

Klose: Das hängt sicherlich vom weiteren Verlauf der Epidemie ab. Der BFV hat ja bereits vor Wochen entschieden, dass im Amateur- und Jugendbereich frühestens ab September ein Spielbetrieb wieder möglich ist. Das ist schon eine verdammt lange Zeit. Jetzt warten wir einfach ab, ob es nicht vielleicht doch schon früher weitere Lockerungen seitens der Regierung und des Fußballverbandes gibt. Unser im Sommer geplantes Turnier dürfte wohl ins Wasser fallen, befürchte ich.


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