1:1 - Brunnthal mit glücklichem Punktgewinn beim FC Kosova
Montag 14.10.19 13:36 Uhr|Autor: Josef Diller 626
Guter Beginn: Michael Demmel (r.) brachte den TSV Brunnthal mit seinem vierten Saisontreffer früh in Front. Danach verlor die Mannschaft von Raphael Schwarz jedoch zunehmend den Zugriff. Foto: Monika Neulinger

1:1 - Brunnthal mit glücklichem Punktgewinn beim FC Kosova

14. Spieltag - Sonntag: FC Kosova München - TSV Brunnthal 1:1
FC Kosova München: Fazli Mulaj, Arian Emerllahu, Alis Baci, Daniel Zielinski, Luan Redzepi, Rijat Abdulla, Liridon Bajrami, Hasib Ajdari, Blendim Gashi, Arbnor Segashi, Bekim Shabani (46. Behar Drnogllava) - Trainer: Bajram Kackin
TSV Brunnthal: Maximilian Geisbauer, Steffen Klepsch, Maximilian Kornbichler, Simon Neulinger, Andreas Reinisch, Luis Fischer, Sebastian Seubert (74. Jakob Klaß), Josef Diller (57. Florian Roth), Marc Nagel, Michael Demmel (65. Anton Deibele), Fabian Porr - Trainer: Raphael Schwarz
Schiedsrichter: Martin Horne (Thaining) - Zuschauer: 80
Tore: 0:1 Michael Demmel (12.), 1:1 Arbnor Segashi (71.)


Nach drei Siegen in Serie muss sich der TSV Brunnthal mit einem Unentschieden beim FC Kosova München zufrieden geben. Die Mannschaft von Raphael Schwarz gab das Zepter nach gutem Start nach und nach aus der Hand und kann am Ende froh sein, dass es immerhin zu einem Zähler reichte. Schwarz zeigte sich zwar von der Performance seines Teams nicht begeistert, lobte allerdings dessen Mentalität, dank der das Remis verteidigt werden konnte.

Bei sonnigen Witterungsbedingungen kamen die Gäste am Sonntagnachmittag gut aus der Kabine. "Wir waren von Beginn an gut im Spiel", sagte Schwarz. Eine seiner ersten Chancen konnte der TSV gleich zur Führung nutzen. Nach schönem Pass in die Tiefe von Luis Fischer auf Fabian Porr legte Porr den Ball auf Michael Demmel quer, der vor Kosova-Keeper Fazli Mulaj überlegt einschob (12.). "In den ersten zwanzig Minuten waren wir sehr präsent und haben die Zwekämpfe gut angenommen." Die Mannschaft setzte also zuerst das um, was sie sich vornahm. "Dann haben wir aber bis zur Halbzeit langsam abgebaut und die Kontrolle über das Spiel immer mehr verloren", weshalb sich ein zunehmend offener Schlagabtausch entwickelte, bei dem auch die Hausherren zu zwei dicken Chancen auf den Ausgleich kamen. Ebenso gefährlich wurde es auf der Gegenseite, als Mulaj einen Distanzschuss noch an die Latte lenken konnte. Schwarz musste allerdings feststellen, "dass wir immer unsauberer in unseren Aktionen geworden sind. Wir spielten vermehrt Fehlpässe und verloren zur Halbzeit hin immer mehr den Zugriff." 

Aushilfsverteidiger: Brunnthals Stürmer Fabian Porr musste im zweiten Durchgang oftmals hinten aushelfen, um mit seiner Kopfballstärke die ein oder andere brenzlige Situation zu bereinigen.

Aushilfsverteidiger: Brunnthals Stürmer Fabian Porr musste im zweiten Durchgang oftmals hinten aushelfen, um mit seiner Kopfballstärke die ein oder andere brenzlige Situation zu bereinigen. Foto: Monika Neulinger


Den wollten sich die Brunnthaler nach dem Seitenwechsel wieder holen. "Wir haben uns vorgenommen, das Zentrum mehr zu verdichten und besser zu stehen. Das haben wir aber auch nicht ganz so gut hinbekommen." Die Mannschaft von Trainer Bajram Kackin wurde mit zunehmender Spieldauer immer dominanter und bestimmte zunehmend das Geschehen. Der Tabellenführer hingegen erlaubte sich "schnelle, leichte Ballverluste" und gewann die "nötigen Zweikämpfe" nicht mehr. "Wir waren immer einen Schritt zu spät." Im Laufe des zweiten Durchgangs lag der Ausgleich immer mehr in der Luft, der schließlich 20 Minuten vor dem Ende verdientermaßen zu Stande kam. Einen langen Ball köpfte Kosovas Spielführer Blendim Gashi zurück auf Arbnor Segashi. Der zeigte mit einem strammen Linksschuss ins lange Eck sein ganzes Können und ließ TSV-Keeper Maxi Geisbauer mit seinem ersten Treffer für seinen neuen Klub keine Abwehrchance (71.). Brunnthal konnte sich bis zur Schlussphase "kaum befreien" und kam erst gegen Ende der Partie durch zwei stramme Weitschüsse des eingewechselten Jakob Klaß zu seinen ersten Torchancen im zweiten Spielabschnitt, die Mulaj jedoch beide gekonnt von seinem Gehäuse fernhielt. Richtig brenzlig wurde es für die Brunnthaler Defensive in den letzten Zügen der Partie, als Alis Baci nach feiner Hereingabe von Segashi aus kurzer Entfernung völlig freistehend an den Pfosten köpfte (90.) und Simon Neulinger in der Nachspielzeit in allerhöchster Not die Kugel vorm einschussbereiten Gegner zur Ecke klären konnte. Nicht nur diese Szene rang Schwarz ein Lob für seinen Kapitän ab: "Er hat den Laden da hinten zusammengehalten, wichtige Duelle für sich entschieden und war heute einer der Garanten dafür, dass wir zumindest einen Punkt holen konnten."

Brunnthals Coach sah zwar nicht den besten Auftritt seines Teams in dieser, bislang so erfolgreichen, Spielzeit, betonte jedoch: "Wir haben alles gegeben und bis zum Ende gekämpft, um dieses Unentschieden mitzunehmen. Von daher müssen wir uns damit zufrieden geben." So sah er den Punkt als gewonnenen an, "der heute der Lohn für den hohen Aufwand, den wir betrieben haben, war. Immerhin haben wir nicht verloren und das Ergebnis mit aller Macht verteidigt", zog Schwarz das Positive aus der Partie gegen die Kackin-Elf, die gezeigt hat, "wie stark sie ist, wenn man sie frei aufspielen lässt. Es gibt so Tage, an denen nicht alles gelingt. Dass wir mehr können, ist auch klar. Daran wollen wir nächste Woche wieder arbeiten und uns auf Anadolu vorbereiten." 



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