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Mittwoch 06.09.17 11:25 Uhr|Autor: Tom Rietzschel
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Grimma empfängt Traditionsverein

Grimma hat die letzten vier Spiele gegen die BSG Stahl Riesa nicht gewonnen. Diesmal wollen es die Muldestädter besser machen

Vorschau auf den 4. Spieltag der Sachsenliga zwischen

FC Grimma (9.) – BSG Stahl Riesa (3.)

Datum:                        Samstag, 09.09.2017

Spielort:                      Stadion der Freundschaft, Grimma

Anstoß:                       14.00 Uhr

Sekunden fehlten zur Überraschung… Nach dem Stotterstart in der Sachsenliga, in dem man vier Punkte aus den ersten drei Spielen holte, zeigte sich der FC Grimma am vergangenen Wochenende im Pokalmatch gegen den FC Eilenburg von seiner besseren Seite. Man hatte den Oberligisten am Rand einer Niederlage, führte lange mit 1:0 und hatte die weitaus besseren Möglichkeiten als der höherklassige Gegner. Doch vergaß die Mannschaft von Trainer Daniel Wohllebe letztlich sich selbst zu belohnen. Ein zweites Tor hätte die Partie vermutlich entschieden, doch konnte man beste Gelegenheiten nicht nutzen. Eilenburg bestrafte dies, kam in der Nachspielzeit zum Ausgleich und nutzte in der anschließenden Verlängerung seine nummerische Überlegenheit konsequent aus. Die Gastgeber wehrten sich zwar nach Kräften, doch musste man sich nach 120 Minuten dem Oberligisten letztlich mit 1:3 geschlagen geben. Demzufolge können sich die Muldestädter nun voll und ganz auf die Sachsenliga konzentrieren, wo man am Wochenende wiederum gefordert ist. Gegner am Samstag um 14.00 Uhr im heimischen Stadion der Freundschaft ist die BSG Stahl Riesa, seines Zeichens aktueller Tabellendritter, die aus den ersten drei Begegnungen immerhin sechs Zähler holte.

Kämpfte die BSG Stahl Riesa in der Saison 2015/16 lange Zeit offen in Sachen Oberliga-Aufstieg mit, war man in der abgelaufenen Serie davon etwas weiter entfernt. Mit 43 Punkten kam der ehemalige DDR-Oberligist letztlich auf Tabellenposition sechs ein – die beiden Aufsteiger Eilenburg und Kamenz waren über 20 Zähler vom Traditionsverein entfernt. Demzufolge konnte man an der Elbe mit der abgelaufenen Saison nicht ganz zufrieden sein, insgeheim hatte man sich sicherlich etwas mehr ausgerechnet. Im Vergleich zur letzten Serie musste man in Riesa nun den Kader stark umbauen – ein großer Verjüngungsprozess stand bei den Stahlwerkern auf der Tagesordnung. Gestandene Akteure wie Thomas Kutsche (Meißner SV), Alexander Ludwig (Rot-Weiß Erfurt), Georg Balatka (Hainsberger SV), Steffen Krechlak (SG Canitz), Richard Penicka (FC Chomutov), Jiri Horinek (unbekannt), Thomas Bierstedt (Laufbahn beendet), Michal Kycek (Torwart-Trainer Bayern Hof) oder der nach Grimma gewechselte, jedoch noch langzeitverletzte Marcel Fricke verließen den Verein. Der Aderlass an Abgängen war schon enorm, als Neuzugänge wurden nahezu allesamt junge, hungrige Spieler verpflichtet. Als Ausnahme sind nur Martin Magula und Paul Kiontke festzumachen. Magula (28), der sowohl in Riesa und Radebeul Sachsenliga-Erfahrung aufweisen kann, wurde nach seiner Vereinslosigkeit nun an die Elbe zurückgeholt wurde. Kiontke, 29jährig, erzielte im vergangen Jahr 13 Treffer für den Absteiger aus Freiberg und feiert sein Comeback nun ebenfalls in Riesa. Ansonsten sind die Neuzugänge erst Anfang 20 oder haben die zweite Null noch gar nicht erreicht. Willy Christoph Mörer (19) kam von den A-Junioren von Dynamo Dresden, die Rendler-Zwillinge (18) sowie Justin Hecht (18) rückten aus dem eigenen Nachwuchs hoch. Mit Alexander Goldhammer (21) kam ein Torhüter-Talent vom FSV Budissa Bautzen. Nico Födisch (19) absolvierte die vergangenen zwei Jahre im Grimmaer Nachwuchs, Irakli Rizhamidze (18) stieß aus der Jugendabteilung des KVV Coxyde (Belgien) nach Riesa. Weiterhin schloss sich der Marokkaner Yassine Azougagh (26) vom SV Röderau-Bobersen nach der BSG Stahl an. Reichlich Fluktuation also im Riesaer Kader, wo selbstverständlich noch nicht alles klappen kann. Dennoch konnte Trainer Daniel Küttner mit seiner sehr jungen Truppe aus den ersten drei Meisterschaftsspielen bereits zwei Siege einfahren. Nach einer 3:4-Heimniederlage zum Auftakt gegen Niesky, als man bereits mit 3:1 führte, gewannen die Riesaer das Derby in Großenhain mit 3:2 sowie das anschließende Heimspiel gegen Zwenkau (1:0). Platz drei ist die Folge, diese Punkte kann der BSG Stahl niemand mehr nehmen. Im Sachsenpokal erfolgte am letzten Freitag hingegen das Aus in Runde zwei. In Niesky unterlagen die Elbestädter mit 1:3, nachdem man in der ersten Runde beim FV Blau-Weiß Stahl Freital mit 2:1 erfolgreich war. Trotz der personellen Abgänge hat die BSG Stahl noch einige Akteure in den eigenen Reihen, die auf jahrelange Sachsenliga-Erfahrung zurückgreifen können. Torhüter Marcus Hesse zählt zu den besten in der Staffel, nicht umsonst hat der Keeper zwei Bundesliga-Spiele für Alemannia Aachen im Mai 2007 gegen den VfL Wolfsburg (2:2) und den Hamburger SV (0:4) vorzuweisen. Norman Gründler steuerte vergangene Saison als defensiver Mittelfeldspieler elf Treffer bei, der angesprochene Magula ist mit André Köhler und Marcel Krake einer der Stabilisatoren der Defensive. Und über die jahrelange Torgefährlichkeit eines Jerome Wolf braucht man nicht zu reden.

Die Grimmaer indes sind bestrebt, die positiven Eindrücke aus dem Pokalspiel gegen Eilenburg auch gegen Riesa fortzusetzen. Defensiv stand man gegen den höherklassigen Gegner stabiler als in den vergangenen Wochen, im Spiel nach vorn spielte man sich erneut eine Vielzahl guter Möglichkeiten heraus. Die Mannschaft machte insgesamt wieder einen Schritt nach vorn, doch gilt es einfach, sich für den betriebenen Aufwand selbst zu belohnen. Gegen Eilenburg verpasste man dies noch, was das bittere Scheitern in Runde zwei zur Folge hatte. Gegen Riesa soll dies nun besser werden, in Sachen Chancenverwertung muss man einfach zielstrebiger und effektiver agieren. Sollte dies gelingen, ist gegen Stahl Riesa alles möglich. Nichtsdestotrotz weiß man im Grimmaer Lager auf was man sich am Samstag einzustellen hat. Die Gäste aus der Nudelstadt haben in der Meisterschaft mit den zwei Siegen ordentlich Selbstvertrauen getankt, auch wenn das letztwöchige Pokalspiel in Niesky verloren ging. Motivieren wird man keinen Grimmaer Akteur zusätzlich müssen, die letzten vier Spiele gegen den Traditionsverein konnte der FC nicht gewinnen (drei Unentschieden, eine Niederlage). Gerade deswegen möchte man im Lager der Muldestädter diese Bilanz aufbessern. Zwar hat man den Kader vor der Saison etwas breiter aufgestellt, doch dünnt er sich derzeit durch Platzverweise etwas aus. Stefan Maruhn muss nach seiner Roten Karte in Reichenbach definitiv pausieren, bei Rocky Wedehase, welcher gegen Eilenburg kurz vor Ende der regulären Spielzeit aufgrund eines Bagatelldeliktes vom Platz flog, hofft man noch in dieser Woche auf das Urteil des Sportgerichtes. Dafür wird Felix Horn wieder zum Kader hinzustoßen, der seine zwei Meisterschaftsspiele nach seinem Platzverweis in Markkleeberg abgesessen hat und bereits in der Vorwoche im Pokal gegen Eilenburg spielte. Mit dabei werden ebenfalls wieder Max Theinert und Oliver Kurzbach sein, welche am letzten Samstag nicht zur Verfügung standen.
 
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