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Vereinsnachrichten

Tennis Borussia U15: Rassismus-Skandal gegen Aue

Gästespieler äußert bei Auswechslung rassistische und diskriminierende Äußerungen

von FuPa Berlin / mp · 13.12.2019, 12:45 Uhr · 0 Leser
Die U15 von Tennis Borussia wurde Opfer eines Rassismus-Skandals.
Die U15 von Tennis Borussia wurde Opfer eines Rassismus-Skandals. – Foto: Mehmet Dedeoglu Dedepress

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Beim Regionalliga-Punktspiel zwischen der U15 von Tennis Borussia und Erzgebirge Aue kommt es in der zweiten Halbzeit zu einem Skandal.
Es lief die 60. Spielminute, als ein Gästespieler ausgewechselt wurde. Dann kommt es zum Eklat. Nach Vereinsangaben wurde zuerst der Linienrichter verbal attackiert: „Schön für euer Land gepfiffen“, ehe weitere rassistische Äußerungen auch in Richtung der TeBe-Spieler fallen: „Scheiß Kanacken“.

Es war die Spitze des Eisbergs. Schon zuvor seinen bereits „der Gästetrainer und im Spielverlauf zunehmend auch sein Team übermäßig aggressiv aufgetreten“, so Veilchen-Vereinssprecher Tobias Schulze. „Es folgten weitere Beschimpfungen und auch Drohungen seitens Spielern und Funktionären aus Aue. Der Gästetrainer hat den rassistischen Aussagen nicht entgegengewirkt. Das Funktionsteam hat das Verhalten des Spielers sogar eher verteidigt“, so heißt es weiter.
Schulze zeigte sich geschockt: „Rassistische Äußerungen haben weder auf dem Fußballplatz noch sonst wo etwas zu suchen. Als Sportvereine haben wir die besondere Verantwortung, gerade unseren jungen Spielern demokratische, solidarische und antirassistische Werte zu vermitteln. Die Geschehnisse vom Samstag haben uns deshalb sehr erschrocken.“

Sportlich hatten beide Mannschaften eine ansprechende Leistung gezeigt. Die Gäste aus Aue gingen früh in Führung, Tennis Borussia kam aber zurück und drehte die Partie auf 2:1. In den Schlussminuten musste man dann noch den Ausgleich hinnehmen. Doch da stand die Partie bereits im Schatten der Vorkommnisse. Trainer Dennis Panke vermerkte direkt im Anschluss alle Äußerungen im Spielbericht, der Verein bereitet zudem derzeit „einen Sonderbericht an den NOFV vor.“ Neben der angemessen Konsequenzen wird in der Vereinsmeldung abschließend festgehalte, “dass Schiedsrichter*innen, Boruss*innen oder andere Menschen rassistisch beschimpft werden, werden wir niemals hinnehmen.“